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Interview

»Es gibt keinen Schönheitspreis zu gewinnen«

Mauths Neutrainer Josef Gsödl im FuPa-Fokus

von Thomas Seidl · 22.02.2011, 12:52 Uhr · 0 Leser
Sepp Gsödl will mit dem TSV Mauth den Klassenerhalt schaffen   Foto:Wagner
Sepp Gsödl will mit dem TSV Mauth den Klassenerhalt schaffen Foto:Wagner

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Als Spieler stand er u.a. bei der SpVgg Unterhaching unter Vertrag und wirbelte meist auf der rechten Offensivseite bei so namhaften Vereine wie den damaligen Bayernligisten SpVgg Plattling und 1.FC Passau. Als Trainer sammelte Sepp Gsödl beim TV Freyung und beim SV Aicha v.W. schon Bezirksligaerfahrung. Nach einer eineinhalbjährigen Pause soll der 45-Jährige, der in Hintereben lebt, nun den TSV Mauth zum Klassenerhalt in der Bezirksoberliga führen.

FuPa: Sepp, die Vorbereitung beim TSV Mauth läuft auf Hochtouren. Welche Eindrücke hast du bisher sammeln können?
Gsödl: Die ersten Eindrücke sind hervorragend. Wir haben bisher sechs Trainingseinheiten absolviert und heute steht das erste Testspiel in Waldkirchen auf dem Programm. Die Mannschaft zeigt sich sehr engagiert und willig. Die körperliche Fitness der Jungs ist vorbildlich. Die Spieler haben über die Winterpause einiges getan, was mich natürlich sehr positiv stimmt.

FuPa: Also läuft bisher alles optimal?
Gsödl: Fast, denn leider haben wir einige verletzte Akteure zu beklagen. Neben Langzeitausfall Manuel Sutter fallen derzeit auch Andreas Baar, Josef Lenz, Benjamin Tolksdorf und Matthias Thuringer aus. Baar laboriert noch an den Folgen eines Innenbandrisses, Lenz plagt sich mit Knieproblemen herum, Tolksdorf hat leichte muskuläre Beschwerden und Thuringer zwickt es im Leistenbereich. Ich hoffe, dass diese Spieler bis zum unserem Türkei-Trainingslager, welches vom 05.03-12.03 stattfindet, wieder einsatzfähig sind.

FuPa: Der TSV-Kader ist nicht gerade üppig besetzt. Kann dies zum Problem werden?
Gsödl: Formulieren wir es so, es darf nicht all zu viel passieren. Wir müssen aufpassen, dass keine weiteren Verletzten dazukommen. Wobei man das oft schlecht vemeiden kann.

Gsödl: "Es macht Spaß wieder auf dem Fußallplatz zu stehen."

FuPa: Du hast ja jetzt eine eineinhalbjährige Trainerpause hinter dir. Was hast du in dieser Zeit gemacht?
Gsödl: Ich konnte vom Fußballgeschäft mal etwas abschalten und die Zeit für familäre und private Dinge nutzen. Ich habe mir aber auch das eine oder andere Spiel in der Region angesehen und freue mich jetzt, dass ich wieder eine neue Aufgabe in Angriff nehmen kann. Ich bin hochmotiviert, und es macht Spaß wieder auf dem Fußballplatz zu stehen.

FuPa: Die Oberliga ist aber für dich absolutes Neuland, oder?
Gsödl: Ich war als Trainer insgesamt sechs Jahre in der Bezirksliga Ost aktiv. Dort kannte ich die Mannschaften in- und auswendig. Ein Großteil der Bezirksoberligateams kenne ich nicht. Daher werde ich sicher die eine oder andere Spielbeobachtung machen und mir auch die notwendigen Informationen einholen. Mit unserem sportlichen Leiter, Franz Küblböck, habe ich aber einen kompetenten Mann, der mir hierbei sicher eine wertvolle Unterstützung sein wird, da er die Liga sehr gut kennt.

FuPa: Du warst ja zu deiner aktiven Zeit einer der besten Fußballer in ganz Niederbayern und bist sogar bei damaligen Zweitligisten SpVgg Unterhaching unter Vertrag gestanden. Was hat sich in den letzten Jahren im Amateurfußball am meisten verändert?
Gsödl: Die größten Veränderungen gibt es im taktischen Bereich. Gerade die Umstellung auf Viererkette wurde in den letzten Jahren bei vielen Amateurklubs durchgeführt. Das Spiel ist zudem auch athletischer geworden, dadurch wird noch mehr Wert auf die notwendige körperliche Fitness gelegt. Im Vergleich zu früher gibt es aber nicht mehr die Vielzahl an überragenden Einzelspielern. Die tragenden Spielerpersönlickeiten sind weniger geworden.

FuPa: Abschließende Frage- wie geht die Saison 2010/2011 für den TSV Mauth aus?
Gsödl: Wir werden die Liga halten, davon bin ich felsenfest überzeugt. Es gibt keinen Schönheitspreis zu gewinnen, das ist uns klar. Daher werden wir auch unsere kämpferischen Qualitäten in die Wagschale werfen müssen. Mit einem Abstieg beschäftige ich mich aber nicht, ansonsten wäre ich gar nicht angetreten. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft und des Vereins ist sehr positiv. Dies stimmt mich noch zuversichtlicher.