
Rumen Grigorov ist nicht mehr Trainer des FC Eisenach. Am Dienstagabend musste der Coach mit seinem Team gegen Wacker Gotha eine deutliche 1:7-Niederlage einstecken. Kurz darauf trennten sich Verein und Trainer.
„Wir hatten das Gefühl, dass er leider keinen Zugriff mehr auf die Mannschaft hatte, wir wollen ihm mit dieser Entscheidung auch schützen“, lässt sich Vereinspräsident Daniel Rudloff in der Thüringer Allgemeine (TA) zitieren. Für die verbleibenden beiden Spiele bis zur Winterpause setzt der FCE auf eine interne Lösung. Guido Kehr wird als Spielertrainer die Geschicke im Hinrunden-Endspurt lenken. „Ich mache es erstmal die beiden Spiele bis zur Winterpause und dann setzen wir uns zusammen und schauen, wo die Reise hingeht“, sagt Kehr, der sich grundsätzlich auch vorstellen könnte den Posten über den Winter hinaus zu übernehmen. Neu ist das für ihn nicht. Er fungierte im Verein auch schon als spielender Trainer bei der zweiten Mannschaft.
Dass die sportliche Lage aktuell mehr als schwierig ist, weiß Guido Kehr natürlich auch. Der FC Eisenach steht mit zwei Zählern auf dem letzten Tabellenplatz. Dass der Mannschaft noch der Klassenerhalt gelingen könnte, scheint fast aussichtslos. Darum geht es Kehr zunächst auch gar nicht, wie er selbst im FuPa-Gespräch erklärt: „Die Jungs wissen alle, wo wir stehen. Ich versuche den Spaß am Fußball zurückzuholen. Das ist meines Erachtens im Moment das Wichtigste. Genau so haben wir auch trainiert. Wir alle wissen, dass wir Probleme mit dem Niveau in der Landesklasse haben. Das muss man auch so knallhart sagen. Wichtig ist, dass wir zusammenbleiben und das kriegen wir hin, wenn wir mit Spaß bei der Sache sind“, so der 31-Jährige.
Für ihn und die Mannschaft stehen bis zum Winter noch zwei Spiele im Terminkalender. Bereits am kommenden Samstag kommt der SV Steinach nach Eisenach und Anfang Dezember muss das Team nochmal auswärts in Bad Salzungen ran. Wenn auch etwas Zählbares dabei rausspringen würde, hätte Guido Kehr natürlich nichts dagegen. In einigen Spielen habe die Truppe angedeutet, dass man auch dagegenhalten kann. „Wir haben ja schon gezeigt, dass wir auch Fußballspielen können. Es gab Spiele, in den war es enger und gerade gegen Mitkonkurrenten, die auch unten drin stehen, sind wir in der Lage dazu. Natürlich wäre es auch gegen Steinach schön etwas mitzunehmen. Zumindest wollen wir aber wieder ein anderes Gesicht zeigen und uns gut verkaufen“, sagt Guido Kehr.