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Ligabericht

Eiselt gibt Platz drei noch nicht verloren

Saisonzwischenbilanz in der Fußball-Kreisliga A, Staffel III (Teil 3)

von Schwäbische Zeitung / Von Anthia Schmitt · 04.01.2016, 20:05 Uhr · 0 Leser
Florian Reisch (li., hier im Duell mit Jonathan Scheike vom SV Denkingen II, rechts) und die SG Illmensee/Heiligenberg haben das Rennen um Platz drei in der Kreisliga A III noch nicht aufgegeben. Archiv-Foto: Karl-Heinz Bodon
Florian Reisch (li., hier im Duell mit Jonathan Scheike vom SV Denkingen II, rechts) und die SG Illmensee/Heiligenberg haben das Rennen um Platz drei in der Kreisliga A III noch nicht aufgegeben. Archiv-Foto: Karl-Heinz Bodon

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Pfullendorf / sz - In der Fußball-Kreisliga A, Staffel III ist Winterpause, erst am 26. März geht es in der Staffel mit der zweiten Saisonhälfte weiter. Im dritten und letzten Teil des Rückblicks auf die erste Saisonhälfte stehen am heutigen Dienstag die SG Illmensee/Heiligenberg, der Türkische SV Pfullendorf, der Türkische Arbeiterverein Überlingen und der TSV Aach-Linz im Mittelpunkt.

Für die SG Illmensee/Heiligenberg verlief die Vorrunde nicht nach Wunsch. "Uns haben von Anfang an zwei Stammspieler verletzungsbedingt gefehlt und im weiteren Verlauf der Saison waren immer wieder weitere wichtige Spieler verletzt", sagt Trainer Udo Eiselt. Für ihn wären "sechs Punkte mehr" zwar "das Soll" gewesen, aber angesichts der personellen Situation, die mit "zu vielen Verletzten" kaum zwei Partien mit der gleichen Besetzung zuließ, ist der Trainer zur Winterpause auch mit 20 Zählern und Tabellenplatz acht zufrieden. Eiselt ist froh, wenn beim Start in die Vorbereitung Mitte Februar wieder alle Spieler im Training sind. "Wir müssen uns stabilisieren und hoffen, dass wir in der Rückrunde mit der kompletten Mannschaft spielen können", sagt Eiselt. Seine Elf, in der es keine personellen Veränderungen gibt, soll die versäumten Punkte nachholen und bis zum Saisonende den derzeit sieben Punkte entfernten dritten Platz erobern. Langweilig wird es den Spielern übrigens auch in der trainingsfreien Winterpause nicht. "Wir bauen ein Vereinsheim, da sind meine Spieler voll bei den Eigenleistungen engagiert", sagt Eiselt.

Beim Türkischen SV Pfullendorf hat sich der fehlende Trainingsfleiß bemerkbar gemacht. Die Mannschaft von Trainer Öner Topal startete, wie urlaubsbedingt in jedem Sommer, stark ersatzgeschwächt in die Saison, musste dann nach ein paar besseren Ergebnissen fünf Niederlagen in Folge hinnehmen und überwintert nach der 1:4-Niederlage im Nachholspiel bei der SG Herdwangen/Großschönach auf Rang zwölf. "Wir sind eine starke Truppe, aber wenn die Kondition fehlt, reicht das einfach nicht aus", sagt Topal, dessen Elf die "bitterste Niederlage" gegen Immenstaad hinnehmen musste. Bis zur 90. Minute lagen die Pfullendorfer damals vor eigenem Publikum mit 2:1 vorn, mussten aber nach zwei Gegentreffern in der Nachspielzeit doch noch eine Niederlage hinnehmen. Für Topal ist das wichtigste Ziel der Klassenerhalt. "Wir wollen uns verbessern und nicht absteigen", sagt er. Die ersten Punkte sollen möglichst gleich zu Beginn der Rückrunde aufs Konto, damit "wir anschließend befreit aufspielen können". Allerdings muss der Trainer personell umplanen: "Faruk Erdem, einer meiner besten Spieler, will in der Rückrunde in Frickingen Verbandsliga spielen."

Für den Türkischen Arbeiterverein Überlingen verlief die Saison bisher nicht nach Wunsch. Mit Ben Kalludra, Eser Su und jetzt Osman Celik waren beim einzigen Aufsteiger der Saison in vier Monaten drei Trainer am Werk. "Wir hatten interne Probleme und mussten einiges umstrukturieren", sagt Senol Köse, der im Verein für die sportliche Leitung zuständig ist. Einige Leistungsträger, darunter auch Ben Kalludra, hätten den Verein verlassen, seien aber inzwischen wieder zurückgekehrt, berichtet Köse. Und: "Es war uns klar, dass wir nicht die gewohnte Leistung bringen, wenn wir ständig ersatzgeschwächt antreten müssen." Neben den Rückkehrern verstärken nach der Winterpause auch die Neuzugänge Esref Su und Aron Ghebretansae sowie einige A-Jugendspieler das Team. "Jetzt ist alles wieder okay. Wir wollen eine gute Rückrunde spielen und werden aus dem Tabellenkeller herauskommen", ist Köse überzeugt. Das Ziel lautet Klassenerhalt. Ab dem Sommer will sich die Mannschaft dann auf die optimistische Selbsteinschätzung beim diesjährigen Saisonstart besinnen und "ganz oben mitspielen".

Marco Kernler, Trainer der beiden Mannschaften beim TSV Aach-Linz, ist nicht zufrieden. Die Bezirksliga-Elf überwintert zwar mit 24 Punkten auf einem Mittelfeldplatz, aber die Reserve hält in der Kreisliga mit fünf Zählern Distanz zum Tabellenvorletzten die rote Laterne. "Die zweite Mannschaft musste häufig Spieler an die erste Mannschaft abgeben und wenn Torjäger Thomas Restle fehlt, merkt man das natürlich", zieht Kernler Bilanz. Einen weiteren Grund für das Dilemma der Reserve sieht er in der Trainingsbeteiligung. "Das muss sich in der Rückrunde ändern", sagt Kernler. Seine Elf soll nach der Winterpause endlich Punkte gegen den Abstieg sammeln und wenigstens den Relegationsplatz schaffen. Damit es mit dem Ligaverbleib klappt, bietet Kernler den Winter über ein Hallentraining an und Anfang März fahren beide Mannschaften für eine Woche ins Trainingslager nach Steinegg/Südtirol bei Bozen. "Ich bin noch guter Dinge", sagt Kernler. "Wenn die Vorbereitung gut läuft und das Verletzungspech bei der ersten Mannschaft nachlässt, kann es für die zweite Mannschaft eine gute Rückrunde werden."