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Spielvorbericht

Einziges Südduell, Optimismus & neues Gesicht

Mit dem FSV 06 Ohratal und dem 1. FC Sonneberg 2004 stehen sich die beiden einzigen Teams aus der „Südregion“ gegenüber.

von André Hofmann · 07.04.2022, 09:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Ralph Frank

Die beiden einzigen Teams, die in die Landesklasse 3 absteigen würden, gehen mit Optimismus in das direkte Duell. Dieser begründet sich bei den Hausherren aus den letzten Partien, bei den Gästen aus der entspannteren Personallage.

Der FSV 06 Ohratal hat gefühlt zur Winterpause schon den Ligaverbleib öffentlich abgeschrieben. Doch getreu dem Motto „Todgesagte leben länger“ gab es seit dem sieben Punkte aus drei Partien. Das 5:1 letzte Woche bei SCHOTT Jena ließ aufhorchen. „Auch zurückblickend hat sich nichts an unserer Einschätzung geändert. Wie schon gegen Erfurt Nord hat die Mannschaft ihre Entwicklung gezeigt und das trainierte im Spiel großartig umgesetzt. Diesmal stimmte dann noch das Ergebnis“, bremst Thomas Giehl etwas ein. Der FSV-Trainer selber vertraut seiner Mannschaft - unabhängig von Ergebnissen. „Die Stimmung innerhalb der Mannschaft war schon immer gut. Wir wollen und werden diesen Sieg nicht überbewerten. Alle wissen, dass schon Kleinigkeiten Ergebnisse kaschieren können. Wir haben unseren eigenen Plan mit eigenen Zielen. Diesen Plan gilt es am Wochenende umzusetzen“, schlägt der Ohrataler Übungsleiter, der im Sommer von Dominik Müller abgelöst wird (wir berichteten), die Brücke zum Spiel gegen Sonneberg.

Rückkehr auf Trainingsplatz & ein neues Gesicht

Die Gäste aus Südthüringen konnten ihr Heimspiel letzte Woche gegen Schleiz nicht austragen. Der plötzliche Wintereinbruch mit Schnee machte die Partie kurzfristig zunichte. „Vielleicht war die ungewollte Spielpause für uns die Wende. Der ein oder andere Leistungsträger konnte in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Die Personaldecke hat sich im Vergleich zu den letzten drei Wochen deutlich verbessert. Wir wollen jetzt ins Punkten kommen. Ich bin guter Dinge und wir freuen uns auf das Spiel“, so Ronny Röhr mit Blick auf das Spiel bei Rivalen, mit dem sich der 1. FC schon in der Landesklasse 3 die Klingen kreuzte. Beim 1. FC Sonneberg 2004 wird zudem ein Last-Minute-Neuzugang im Kader stehen. Mit Moritz Bergmann kehrt ein junger 17-jähriger Abwehrspieler unter die Fittiche von Ronny Röhr zurück. Bis zur C-Jugend trainierte er bereits unter Röhr, ging dann zum FC Coburg. Nun ermöglichte die veränderte persönliche Situation von Bergmann die Rückkehr zu seinem ehemaligen Trainer. „Ich freue mich, dass er mitwirken kann. Er kann noch im Nachwuchs spielen und erhält ab dem 8. April ein vorläufiges Männerspielrecht“, so Röhr zum Neuzugang.

Trend fortsetzen oder Trend stoppen?

Apropos Männer - davon hat der FSV 06 Ohratal jede Menge gestandene in seinen Reihen. „Ich sehe ihre Stärken im spielerischen Bereich. Sie haben eine erfahrene Achse um Sebastian Arnold, Gorf, Kubirske, Kiebert und vorne Schönau und Jung. Das wird ein harter Brocken. Mit ihren ersten elf bis 13 Spielern können sie jeden Gegner der Liga schlagen. Probleme haben sie in der Breite und aufgrund von Ausfällen in dieser Saison bekommen“, so die Einschätzung von Röhr zum Gegner. Übrigens pflegen beide Trainer hin und wieder einen freundschaftlichen Austausch, wohl aber nicht vor dem Direktduell am Samstag (LIVE ab 14 Uhr im FuPa-Ticker). „Wir bzw. ich kenne Sonneberg und ihren ehrgeizigen Trainer Ronny sehr gut. Sonneberg ist ergebnismäßig nicht so gut wie wir in die Punktspiele gestartet. Doch das ist uninteressant. Körperlich und kämpferisch werden sie alles in die Waagschale werfen, um zu punkten“, so die Einschätzung von Thomas Giehl zum Gegner. Für die Hausherren geht es nach den guten Ergebnissen zum Start ins Jahr 2022 darum "aufgrund der guten Trainingsleistungen der letzten Wochen und der damit einhergehenden Ergebnisse, diesen Trend fortführen.“ Bei den Gästen aus Sonneberg geht es darum einen Trend zu stoppen. Denn bisher gab es in den Partien nach der Jahreswende keinen Sieg und immer mindestens zwei Gegentore.

Personell ließen sich beide Trainer nicht namentlich in die Karten schauen. Ein interessanter Aspekt dürfte noch sein auf welchem Untergrund die Partie ausgetragen wird. Denn besonders Ronny Röhr erwartet hierin zwei unterschiedliche Herangehensweisen. „Auf dem kleinen Kunstrasen wird es wohl ein zweikampfbetontes Spiel, bei dem das Spielglück gefragt ist. Rasen wäre mir da lieber. So oder so wollen wir aber ins Punkten reinkommen. Es sind noch zehn Partien und wir haben ein klares Ziel“, so der Sonneberger Trainer abschließend.