
Startschwierigkeiten in der Kreisliga Augsburg hatte Spitzenreiter TSV Diedorf, der gegen den FSV Lamerdingen nur zu einem 1:1 kam. Auch der VfR Foret hatte gegen den FSV Wehringen Probleme, kam aber zu einem 2:1-Sieg. Unentschieden gab es für den FC Horgau (1:1 gegen Viktoria), den SSV Margertshausen (2:2 gegen Ottmaring) und den TSV Ustersbach (1:1 beim FSV Inningen), für den es im Tabellenkeller aber jetzt ganz dunkel aussieht. Missglückt ist dem abstiegsbedrohten SV Wulfertshausen der Start in die Frühjahrsrunde. Bei Stadtwerke verlor das Team von Bastian Schaller mit 0:1.
FC Horgau - TG Viktoria Augsburg 1:1
Über die spielerische Leistung der Horgauer sollte man zum Rückrundenauftakt am besten den Mantel des Schweigens decken. In einer unspektakulären ersten Halbzeit gab es nur zwei nennenswerte Szenen. In der 20. Minute überwand Gomez Ruben Agut mit einem Heber FCH-Keeper Marco Fischer. Zehn Minuten später scheiterte Tobias Kirschner mit einem schwach geschossenen Elfmeter an TGVA-Torhüter Valentin Wendel. Auch nach dem Wiederanpfiff brannte es lichterloh im Horgauer Strafraum. Mit weiten Abschlägen überrumpelten die Gäste die verdutzten Stroh-Schützlinge ein ums andere Mal. Im Endeffekt rettete der Pfosten gegen Martin Müller (55.) und Matthias Fischer (60.) den FCH vor einem höheren Rückstand. Felix Eberle zielte über das Tor (65.). Diese Glückssträhne setzte sich fort, als sich Daniel Feistle den Ball erkämpfte und den zu weit vor seinem Kasten stehenden Torwart mit einem Heber zum 1:1 überlupfen konnte (75.).
Stadtwerke SV Augsburg - SV Wulfertshausen 1:0
Die technisch versierten Augsburger starteten furios und hatten durch Bicakci und Abazi die ersten Chancen. Dann fing sich der SVW und stand in der Abwehr sehr sicher. Mit dem Halbzeitpfiff vergab Ganibegovic dann eine hundertprozentige Chance, als er völlig allein vor SVW-Keeper Trink den Ball am Tor vorbeisetzte. Das Tor des Tages fiel dann in der 55. Minute: Der SVW verlor im Spielaufbau völlig unnötig die Kugel, und Helbig wusste sich nur mehr mit einem Foul zu helfen. Den Freistoß zirkelte dann Gürkan Ars unhaltbar neben den Pfosten. In der 68. Minute sah dann Stadtwerke-Akteur Oktai Abazi nach wiederholtem Meckern die Ampelkarte. Der SVW drückte auf den Ausgleich, konnte sich aber keine torgefährliche Aktion erspielen. Die beste Möglichkeit hatte kurz vor Schluss noch Markus Steger, der einen zu kurz abgewehrten Ball volley nahm, das Ziel jedoch um Zentimeter verfehlte.
Die beste Chance für Schwabegg hatte Daniel Schmidtner (rechts), verschenkte sie aber. Foto: Reinhold Radloff
SV Schwabegg - VfL Kaufering 0:1
Nur sehr schwer fand der SV Schwabegg ins Spiel gegen den VfL Kaufering. Der Tabellenzweite war auf dem etwas holprigen, aber ansonsten gut bespielbaren Schwabegger Platz in der Anfangsviertelstunde völlig überlegen und erarbeitete sich auch gute Chancen. „Wir haben einfach schlecht gespielt“, resümierte Trainer Herbert Wiest die Auftaktminuten. Mit der Zeit wachten die Schwabegger aber auf und kämpften sich immer öfter über die Mittellinie. Doch bis auf den Schuss von Daniel Schmidtner, der laut Wiest „unbedingt hätte sitzen müssen“, gelang keine wirklich gefährliche Situation vor dem gegnerischen Tor.
In der zweiten Halbzeit wussten sich die Schwabegger immer besser zu wehren und selbst die Offensive zu übernehmen. „Wir hatten ungefähr 20 Ecken und 15 Freistöße, konnten aber nichts davon zum Tor nützen, war Wiest auf seine Mannschaft ärgerlich, die die Gäste gut im Griff hatte. „Das Tor durch Marco Leczcynski war die einzige gefährliche Situation des VfL in der zweiten Halbzeit“, so Wiest. Der Ex-FCAler schob nach einem Gestochere diagonal den Ball Richtung Tor. „Er kullerte einfach rein“, so der Trainer, der mit der gezeigten Leistung seiner Mannschaft recht zufrieden ist: „Wir spielten um Längen besser als in Wulfertshausen.“
SSV Margertshausen - SV Ottmaring 2:2
In einem mittelmäßigen Spiel sorgte Margertshausens Neuzugang Tobias Geldhauser vor 180 Zuschauern nach Vorarbeit von Christian Egge für den Führungstreffer (15.). Das 2:0 verhinderte Gästetorwart Gerhard Gleich, der einen Freistoß von Manuel Degendorfer aus dem Kreuzeck holte (22.). Ottmaring wurde nun immer besser, scheiterte zunächst noch am Pfosten (42.). Eine Minute später nutzte Matthias Gail eine Unsicherheit der Heimabwehr zum 1:1. Nach dem Wechsel war es David Fehle, der einen weiteren Abwehrfehler mit dem 1:2 bestrafte (57.). Roland Horvath gelang in der 64. Minute wenigstens noch der Ausgleich, als er aus 16 Metern über den Torwart lupfte. Selbst eine Gelb-Rote Karte gegen Fehle konnte der SSV nicht zum Siegtreffer nutzen.
TSV Diedorf - FSV Lamerdingen 1:1
Gegen tief stehende Gäste war Diedorf die spielbestimmende Mannschaft. Bereits nach vier Minuten hatte André Schäffner die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch frei stehend an Torwart Stanislaw Laukart. Lamerdingen war nur über Konter gefährlich. Ein Schuss von Andreas Assner streifte die Latte. In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Diedorf dominierte, erspielte sich jedoch wenig Torchancen. Erst in der 70. Minute nutzte Philipp Harjung eine unübersichtliche Situation nach einer Ecke zum 1:0. Fünf Minuten später fiel der überraschende Ausgleich. Als die Diedorfer Hintermannschaft nicht richtig klären konnte, traf Maximilian Schweighart zum 1:1. In der Schlussphase sah TSV-Kapitän Michael Heiler die Gelb-Rote Karte (85.), und Dennis Czifra vergab die letzte Chance auf den Siegtreffer für den Tabellenführer.
VfR Foret - FSV Wehringen 2:1
Die Gäste agierten mit einer kompakten Abwehr und lauerten auf Konter. Foret bestimmte das Spiel. In der zehnten Minute knallte Ayhan Kara-Idris das Leder an den Pfosten. Mit einem herrlichen Seitfallzieher erzielte Rudi Kine das 1:0 (22.). Doch die Freude währte nicht lange: Zwei Minuten später sah Tamer Erisci nach einem Foul im Mittelkreis die Rote Karte. Auch mit nur zehn Mann hatte der VfR in der zweiten Halbzeit die besseren Chancen. Kara-Idris vergab zweimal im Fünfmeterraum, Eugen Kunz traf nur den Pfosten (68.). Nach einem Patzer in der Foreter Abwehr war Daniel Gleich zum 1:1 erfolgreich (78.). Erst in der 89. Minute erlöste Ali Gündüz den Favoriten mit dem 2:1. Schiedsrichter Lindemeir gab zehn Minuten Nachschlag, in dem Wehringen alles nach vorne warf. Letztendlich konnte jedoch ein verdienter Sieg verbucht werden.
FSV Inningen - TSV Ustersbach 1:1
Der TSV Ustersbach startete vielversprechend. Georg Schweinberger konnte eine Kopfballchance nicht nutzen. Als die Partie deutlich abflachte, bissen sich die Inninger zurück. So war die Führung der Hausherren durch Martin Singer nach knapp einer Stunde nicht mal unverdient. Es schien fast, als könnte der Tabellenletzte nicht mehr zurückschlagen. Doch ein herrliches Solo von Christoph Schütz, sensationell per Lupfer abgeschlossen, brachte Ustersbach wieder ins Spiel. Und in der Schlussviertelstunde spielte eigentlich nur noch der Gast. Zunächst scheiterte Max Repasky mit einer Direktabnahme, eine Minute hatte er die Führung auf dem Scheitel. Es lief die Nachspielzeit, als Christoph Schütz völlig freistehend vor dem Inninger Gehäuse auftaucht. Doch er ließ die Chance ungenutzt.