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Allgemeines

Ein stabiles System

Kreisliga B Mosel/Hochwald: Der SV Kell hat sich mit der besten Abwehr der Liga ins obere Drittel katapultiert.

von Lutz Schinköth · 28.11.2019, 07:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Maren Noner

Spätestens nach dem 4:1-Auswärtscoup bei Tabellenführer FC Schöndorf hat sich der SV Kell wieder ins Gespräch gebracht. Trotz des Fehlens fast eines halben Dutzends Stammspieler bleibt das Team von Jens Hoffmann vor allem defensiv stabil.

Zuletzt ließen sie erneut aufhorchen: Dem SV Kell gelang ein beachtlicher 4:1-Erfolg beim Spitzenreiter FC Schöndorf. „Das war vor allem eine komplette und kompakte Teamleistung. Wir haben die Räume eng gehalten, standen im Mittelfeld kompakt und haben viele tolle Chancen kreiert“, lobt Trainer Jens Hoffmann.

Stabile Abwehr: Vor allem in der Schöndorfer Drangphase nach dem 1:1 habe man stark dagegengehalten. „Schon vor dem 1:0 von Johannes Keil hatten wir durch Jakob Reichert und Carsten Bach zwei hundertprozentige Chancen“, erinnert sich Hoffmann. Dem Druck standgehalten und die gegnerischen Stürmer um Benny Leis und Florian Berens weit weg vom eigenen Tor gehalten zu haben, imponierte dem Keller Coach besonders. „Die Abwehr hat sich stabilisiert. Dort schalten auch die Mittelfeldspieler kompakt nach hinten um. Die Defensivspieler stehen eng zusammen und pflegen eine gute Kommunikation. Zudem können wir auch je nachdem das System wechseln.“ Ob Dreier- oder Viererkette: Das System bleibe stabil, zudem die Sechser stark nach hinten arbeiten würden.

Ein Torwart, der wieder Lust hat: Torwart Timo Philippi habe sich zum großen Rückhalt entwickelt. „Er ist nach seiner Verletzung im letzten Jahr wieder fit geworden und hat Lust. Er ist ein absoluter Gewinn für uns und aus seiner Jugendzeit in Kaiserslautern, Eintracht Trier und Schweich schon sehr erfahren. Er ist ein Ruhepol“, sagt sein Coach. Ob Johannes Engler, Moritz Knippel oder Tim Justinger: Alle Verteidiger stehen ihren Mann. Johannes Lehnen, Max Lauer und auch Nick Reichert haben schon im Defensivverbund gespielt. Jan Ames pendelt zwischen Abwehr und Mittelfeld. So macht sich der verletzungsbedingte Ausfall des Kapitäns Jonas Hans kaum bemerkbar. Bei vier Siegen spielte das Team bereits zu Null, hinzu kommt die Nullnummer gegen die SG Fidei. Dem zum Teil noch sehr jungen Team fehle es an der Konstanz, um sich ganz nach vorn zu arbeiten. Hoffmann: „Viele Spieler sind um die 20 Jahre jung, klar, dass dann auch Fehler gemacht werden." Um eine echte Spitzenmannschaft zu sein, fehle es außerdem an der Ruhe und Einstellung, in jedem Spiel Vollgas zu geben. „Automatismen in den Laufwegen sind immer ein Thema, auch die Kaltschnäuzigkeit vorm Tor könnte besser sein. Doch insgesamt hat das Team auch spielerische Fortschritte gemacht.“

Zum Abschluss noch ein Derby: Die individuellen Stärken jedes Einzelnen noch spezifischer herauszuarbeiten und im Spiel die richtigen Entscheidungen zu treffen, sieht der in Wittlich tätige Berufsschullehrer immer besser umgesetzt. Für die beiden restlichen Spiele im alten Jahr habe man noch etwas vorgenommen. „Gegen Osburg II wollen wir die gleiche Einstellung zeigen und mit Direktpassagen und Spielwitz sowie einer hohen Konzentration in den Zweikämpfen den Gegner beeindrucken.“ Auch zum Jahresausklang soll in Waldweiler beim Lokalkampf möglichst wieder die Null stehen. Schon im Hinspiel blieb der SVK mit 1:0 siegreich. „Der gegenseitige Respekt ist spürbar, doch wir wollen mit einem zweiten Sieg und einem guten Gefühl gegen Mandern/Waldweiler in die Winterpause gehen.“ Ziel sei es weiter, einen Platz zwischen drei und fünf zu belegen.