
Für die Zuschauer wurde an diesem Tag jedenfalls einiges geboten. In der ersten Hälfte führte Wismut zweimal, der Gegner glich jeweils aus. Ab der 86 Minute ging es hoch her: Zuerst war Münchenbernsdorf dran und drehte das Spiel, ehe die Hausherren wieder antworteten. Verteidiger Siegert schnürte einen Doppelpack. Bei Standards war er an diesem Tag eine Waffe und traf zwei Mal per Kopf. Noch bitterer für Münchenbernsdorf war, dass bereits in der ersten Hälfte Keeper Kampe verletzt vom Feld musste. Die Schlussminute brach an. Marcel „Harti“ Hartmann war nochmal da und hat das Spiel abermals auf links gekrempelt. Der Siegtorschütze kann sich auch zwei Jahre später noch gut an diesen Treffer erinnern – In diesem Jahr wurde Marcel Hartmann Torschützenkönig. Kurz darauf musste Vitztum wie beschrieben das Feld verlassen und auch Philipp Herzig von Münchenbernsdorf musste sich noch vor Abpfiff mit Rot verabschieden.
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So krallte sich die Wismut-Reserve den Dreier in einem verrückten Spiel einer Saison, die beide Mannschaften im oberen Tabellendrittel abschlossen (Münchenbernsdorf wurde Vierter, Wismut II Fünfter). Übrigens: Siegert – der ja eigentlich Verteidiger ist – musste auf seinen Doppelpack keinen ausgeben, wie Coach Roy Beck verriet: „Christopher Siegert war immer mal für ein Kopfballtor gut. Er hat Innenverteidiger gespielt und ist bei den Standards mit vorgerückt. Ob ihm zuvor schon mal ein Doppelpack gelungen ist, weiß ich gar nicht genau. Ausgeben musste er auf jeden Fall keinen. Er lässt der Mannschaft auch so immer wieder etwas zukommen.“