
Erst ein Monat ist vergangen, seit die "Limmattaler Zeitung" ihn prominent vorgestellt hat. Der algerische Neuzugang Hichem Oudjouadj solle den FC Dietikon unberechenbarer machen, hiess es.
"Ich habe nach dem ersten Training zu Trainer João Paiva gesagt: Den holen wir", liess sich FCD-Sportchef Christian Müller damals zitieren.
Nur: Hernach kam der aus Hamburg gekommene Oudjouadj nur zu zwei Kurzeinsätzen in der Meisterschaft.
Und Müller sagt jetzt: "Er ist ein toller Typ, keine Frage. Aber fussballerisch bringt er uns nicht weiter." Der Vertrag soll deshalb bereits im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst worden sein.
Oudjouadj ist nicht die einzige Personalie zum Ende der Transferfrist.
Den Sportplatz Dornau ebenso verlassen haben Moreno Cincera (zu den Blue Stars), Dionis Ramaj (United Zürich) und Gianluca D’Angelo.
Kurzfristig verpflichtet wurden dafür Marko Lazic (Winterthur U18), David Ilic (Rapperswil-Jona), Tony Bradeley Francisco (aus Frankreich) und Calvin Heim (FC Schaffhausen). Torhüter Heim ist immerhin in seiner Karriere schon zu neun Einsätzen in der Challenge League gekommen.
Beim 2:5 im Nachtragsspiel gegen Tuggen stand von den Neuen allerdings erst Innenverteidiger Francisco in der Startaufstellung.
Klar ist: Der FCD hinterliess bisher einen zwiespältigen Eindruck. Nur ein Punkt resultierte aus den ersten drei Partien, dafür handelte er sich jedes Mal einen Platzverweis ein.
Die Bedenken unserer Betty Böser in ihrer Erstliga-Saisonprognose scheinen also nicht so quer.
"Die Testspielresultate waren eher durchzogen, dazu die erwähnten, vielen Wechsel. Es wird sehr schwierig werden für den FC Dietikon, die Liga zu halten", meinte sie und tippte die Limmattaler auf den letzten Platz.