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Ein Impuls?!

Der SC Effelder blickt nach zehn Spielen auf einen absolut misslungenen Saisonstart. Sieben Punkte und die anfälligste Defensive ligaweit, bescheren aktuell den letzten Tabellenplatz.

von FuPa Thüringen · 30.09.2022, 17:44 Uhr · 0 Leser
Trainer Frank Vogel (im Bild) trat kürzlich zurück. Inzwischen hat der SC Effelder einen Nachfolger gefunden.
Trainer Frank Vogel (im Bild) trat kürzlich zurück. Inzwischen hat der SC Effelder einen Nachfolger gefunden. – Foto: David Roth

Auch die jüngsten beiden Duelle gaben kaum Anlass zu glauben, dass man sich schnell aus dieser misslichen Lage befreien wird.

Gegen Goßmannsrod verlor man Zuhause mit 0:5 und in Neuhaus-Schierschnitz ging die Mannschaft mit 0:9 unter. Bereits nach der Heimniederlage gegen Goßmannsrod nahm Coach Frank Vogel seinen Hut und trat vom Traineramt zurück. „Nicht im Bösen“, wie er sagt. Es ginge darum, dass möglicherweise ein neuer Impuls helfen könnte, den Turnaround einzuleiten. „Wir haben nicht die Ergebnisse geliefert, die nötig sind, dass ich weitermachen konnte. Vielleicht kann das die Mannschaft auch ein bisschen wachrütteln und es gibt einen Impuls durch einen neuen Trainer. Ich habe nicht mehr bei allen Spielern die Einstellung gesehen, die in meinen Augen nötig ist, um erfolgreich Fußball zu spielen“, begründet Vogel, der seit 2017 beim SC war, seinen Rücktritt und ergänzt: „Ich hoffe für die Mannschaft und den Verein, dass sie die Kurve kriegen. Es ist ein toller Verein, auch der Vorstand. Die haben mich auch immer unterstützt, wie sie konnten“, so Vogel versöhnlich.

Nachfolger gefunden

So musste schon beim Auswärtsspiel gegen Neuhaus-Schierschnitz eine Alternative her. Toni Lenkardt, der auch zuvor immer wieder unterstützte, betreute das Team. Er und die Mannschaft kassierten mit 0:9 eine echte Packung. Erklärbar ist das aus Sicht von Lenkardt, schön aber ganz sicher nicht. „Wir haben aktuell zwölf Verletzte in der ersten Mannschaft. Wenn man nur die Hälfte der Einheiten da ist und dann von 0 auf 100 alles bringen muss, sind muskuläre- oder Bänderverletzungen leider auch keine Überraschung“, sagt Lenkardt, der nun aber direkt an den neuen Coach übergibt. Dass er selbst im Amt bleibt, war übrigens keine echte Option für ihn. „Ich habe mit so gut wie jedem noch zusammengespielt. Das ist dann auch nicht zielführend“ sagt er.

Ein Nachfolger für Frank Vogel ist inzwischen gefunden. Markus Jahn wird neuer Trainer des SC Effelder. Damit übernimmt ein Coach, der im Verein bestens bekannt ist und schon viele Jahre den Fußball begleitet. Auch als Spieler band Jahn lange die Schuhe für den SCE. „Ich bin schon so lange dort, da kann ich die nicht hängen lassen“, sagt der neue Trainer, der bereits sein erstes Training mit der Mannschaft absolvierte. „Ich habe am Dienstag die erste Einheit mit der Mannschaft gemacht. Vom ersten Training bin ich positiv überrascht. Sicher, wir haben noch viel Arbeit, da müssen wir uns nur die Tabelle anschauen. Ich muss mir jetzt selber erstmal ein Bild machen“, so Markus Jahn.

Ziel Klassenerhalt

Bereits am Samstag geht es dann für Jahn und seine Mannschaft wieder in die Vollen. Da steht das Pokalspiel gegen die SG Veilsdorf auf dem Plan. Dass es bei diesem Spiel noch nicht um Punkte geht, ist für den Trainer übrigens keine schlechte Konstellation. „Ich nehme das als Vorbereitungsspiel. Wir werden taktischen ein bisschen was ändern. Wir dürfen nicht so viele Gegentore kriegen“, gibt er die Marschroute vor und will dabei nicht falsch verstanden werden. Egal ist ihm das Resultat in diesem Duell trotzdem ganz und gar nicht. „Das heißt nicht, dass ich nicht gewinnen will. Ich will jedes Spiel gewinnen, sonst brauche nicht auf den Fußballplatz“, so Jahns Einstellung. Ziel ist es, in dieser Saison noch den Ligaverbleib zu realisieren. „So siehts aus. Ziel ist nur der Klassenerhalt. Es ist Fakt, dass wir jetzt vernünftig in die Winterpause kommen müssen und dann müssen wir eine gute Vorbereitung machen“, blickt Markus Jahn voraus.