2026-01-19T08:28:16.618Z

Spielbericht
Abseitsfalle fehlgeschlagen: Anzings Torschütze (weiß) Christian Rickhoff enteilt beim frühen Führungstor Oberpframmerns letzter Reihe (von links) mit Florian Lechner, Viktor Pommer und Daniel Esterl.
Abseitsfalle fehlgeschlagen: Anzings Torschütze (weiß) Christian Rickhoff enteilt beim frühen Führungstor Oberpframmerns letzter Reihe (von links) mit Florian Lechner, Viktor Pommer und Daniel Esterl. – Foto: stefan rossmann

„Effektivität zum Davonlaufen“: Derby zwischen Anzing und Oberpframmern findet keinen Sieger

1:1-Remis

Das Kreisliga-Derby zwischen SV Anzing und TSV Oberpframmern findet keinen Sieger, beide Teams kämpfen mit Personalmangel.

Anzing – „Für den TSV war es ein Punktgewinn. Für uns waren es zwei verlorene Punkte.“ Anzings Co-Trainer Christian Rauch trauerte dem entgangenen Sieg beim 1:1-Remis im Lokalderby gegen den TSV Oberpframmern hörbar nach. „Daheim musst du gewinnen.“ Vor allem in der augenblicklich misslichen Tabellenlage.

Der SV Anzing steckt weiterhin tief im Abstiegskampf, hält sich aber immer noch knapp über dem Relegationsstrich. Personalknappheit spielte an diesem Osterwochenende bei nahezu allen Landkreisvereinen eine Rolle. Bei den Anzingern ist diese allerdings eher der Dauerzustand. Und die Pfammerner mussten für die Partie sogar Michael Kotter aus der Fußballpension zurückholen. Zwei komplette Fußballmannschaften fanden sich mitsamt einigen Ersatzspielern aber schon noch im Anzinger Stadion ein. Die Partie begann furios für die nach der Winterpause noch sieglosen Platzherren.

Spielertrainer Christian Rickhoff brachte seine Mannschaft gleich in der fünften Spielminute in Führung. Und Anzing blieb am Drücker, versäumte aber das 2:0. „Wir haben drei hundertprozentige Möglichkeiten. Aber unsere Effektivität und Chancenverwertung waren zum Davonlaufen“, bemängelte Rauch die Abschlussschwäche. Rickhoff vergab zweimal aussichtsreich, auch Nikolas Stangl brachte das Spielgerät nicht im Tor unter. Und dies rächte sich, natürlich.

In der 28. Minute segelte ein Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo Markus Geßner der Heimelf ein unglückliches Eigentor ins Nest legte. Der Anzinger Defensivspieler hatte keine Möglichkeit mehr, dem Ball auszuweichen. „Zuerst haben wir uns nicht belohnt. Und dann haben wir uns selbst bestraft.“ Christian Rauch beklagte also das fehlende 2:0 und das Eigentor.

Der Anzinger Co-Trainer musste aber auch eingestehen, dass der TSV Oberpframmern im zweiten Durchgang feldüberlegen agierte. „Aufgrund der zweiten Halbzeit ist das 1:1 leistungsgerecht.“ Der Einschätzung von Rauch schloss sich schließlich auch Oberpframmerns Abteilungsleiter Benedikt Fürst erleichtert an. „Wir hatten Glück, dass wir nicht 0:3 zurückliegen. In der zweiten Halbzeit hätten wir aber zwei Tore machen müssen.“ (arl)

Aufrufe: 011.4.2023, 05:07 Uhr
Christian ScharlAutor