
Amateur-Fußball kostet Geld, auch in Eching. Schließlich müssen auch die vier großen Rasenspielfelder und zwei Kleinfelder unterhalten werden. Fast 20 Teams, davon zwölf im Nachwuchs, nehmen am Spielbetrieb teil. Wo der Schuh drückt, erklärt TSV-Abteilungsleiter Marcus Heiss: "Wir hatten ein paar Ausgaben, mit deren Höhe wir nicht gerechnet hatten." Vor allem betraf das den Bereich Energie, wo das Budget laut Heiss deutlich überschritten wurde. Zudem musste an die ehemalige Trainerin der ersten Mannschaft, an Sissy Raith (51), eine Abfindung aus einem Vergleich gezahlt werden. Raith hatte 2009/10 die Herren in der Landesliga trainiert, später wurde sie von dieser Aufgabe entbunden.
"Daher müssen wir in diesem Jahr ein Auge darauf haben, was wir ausgeben. Denn wir wollen und können nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen", so Heiss. Daher wurde in erster Linie bei der ersten Mannschaft gespart: "Wir haben uns mit jedem Spieler zusammengesetzt und alles offen besprochen. Wir haben Spieler aus München, haben auch Studenten. Da mussten wir für jeden eine individuelle Lösung basteln", so der Spartenchef. Dennoch sollte es auch unter den veränderten Vorzeichen weiterhin möglich sein in Eching Landesliga-Fußball zu bieten, bekennt Heiss mit einem Augenzwinkern. Als dramatisch bezeichnet Heiss die Lage nicht: "Wir haben alles ehrlich verhandelt. Die Sache ist sportlich fair über die Bühne gegangen. Es sind auch schon Verhandlungen mit Firmen geführt worden. Einige haben signalisiert, dass sie uns in der aktuellen Situation unterstützen wollen." Die Spieler wollen nun das Bestmögliche rausholen, die Relegation zur Bayernliga Süd. Auch wenn der TSV Eching vorerst einmal in der neuen, fünfgleisigen Landesliga besser aufgehoben sein könnte.