
Für Kevin Goden war es eine Premiere. Zum ersten Mal in seiner Fußballerkarriere lernte der 24-Jährige den Tivoli hautnah als Spieler kennen.
Bei der 1:2-Niederlage seines 1. FC Düren bei Alemannia Aachen stand der pfeilschnelle Angreifer bis zum Abpfiff auf dem Platz. So erlebte der gebürtige Bonner auch die aus Sicht der Gäste äußerst bittere Nachspielzeit aus nächster Nähe. Alemannias Anton Heinz verwandelte bekanntlich einen umstrittenen Foulelfmeter und versetzte so den überwiegenden Teil der 19.500 Zuschauer in Ekstase.
„Das war sehr ärgerlich. Aus meiner Sicht war es ein ausgeglichenes Spiel“, betont Goden mit ein paar Tagen Abstand. Die Schlüsselszene nahm der ehemalige Bundesliga-Profi per Video noch einmal genau unter die Lupe. „Die erste Aktion war in meinen Augen eher eine Schwalbe. Da hätten die Unparteiischen sicherlich abpfeifen und auf Freistoß für uns entscheiden können. Dann wäre es gar nicht zu der zweiten Situation gekommen“, unterstreicht Goden, der in diesem Zusammenhang auf die aufgeheizte Stimmung vor der Stehplatz-Tribüne hinweist. „Es war schon hektisch. Fast 20.000 Fans haben geschrien und gepfiffen. Bei dieser 50:50-Entscheidung ist es dann einfach unglücklich für uns gelaufen.“
Entsprechend bedrückt war hinterher die Stimmung in der Dürener Kabine, da der Lohn für einen couragierten Auftritt ausblieb. Die Dürener begaben sich mit leeren Händen auf die kurze Heimreise zur Westkampfbahn. „Als wir den Ausgleich erzielt haben, hatte ich schon das Gefühl, dass wir das Ruder noch komplett rumreißen können. Und dann laufen wir in einen Konter und kassieren durch den Elfer das 1:2. Das war einfach nur ärgerlich.“
Durch die Niederlage rutschten die Dürener auf den fünften Tabellenplatz. Die Alemannia kletterte hingegen auf Rang vier und ist nun auch sportlich wieder das beste Team der Region. Die Kräfteverhältnisse wurden mindestens für eine Woche wieder geradegerückt. Auf dem Platz präsentierte sich der FCD allerdings über weite Strecken mindestens ebenbürtig, in Hälfte eins hatten die Gäste sogar ein leichtes Übergewicht.
Nach dem Spiel tauschte sich Goden mit Alemannias Trainer Heiner Backhaus aus. Alle weiteren Infos findet ihr im kostenpflichtigen Artikel der Aachener Zeitung unter az-web.de/101888603