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Querpass

Düdelingen beim AC Mailand: 600 Luxemburger reisen mit

Europa-League: F91 bewegt ungewohnt hohe Zahl an Auswärtszuschauern.

von Andreas Arens · 28.11.2018, 11:14 Uhr · 0 Leser
F: Krier
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Das letzte Auswärtsspiel des F91 Düdelingen in der Gruppenphase der Fußball-Europa-League beim AC Mailand elektrisiert – aus Luxemburger Sicht – die Fanmassen: Rund 600 Anhänger aus dem Großherzogtum werden am Donnerstagabend, ab 18.55 Uhr, im Giuseppe-Meazza-Stadion dabei sein, um das Team von Trainer Dino Toppmöller zu unterstützen.

„Es ist schön zu sehen, welche Euphorie meine Mannschaft ausgelöst hat. Das motiviert die Jungs zusätzlich“, betont der in Rivenich lebende Coach. Dass seine Schützlinge im fünften Spiel der Gruppenphase ausgerechnet beim Tabellenfünften der italienischen Serie A und einstigem Weltpokalsieger zu etwas Zählbarem kommen, erwartet er nicht. Gleichwohl hofft Toppmöller auf einen ähnlich beherzten Auftritt wie beim knappen 0:1 im Hinspiel.

Gute Erinnerungen an das Hinspiel gegen Milan

Der argentinische Star Gonzalo Higuáin erzielte Mitte September vor 7983 Zuschauern im ausverkauften Josy-Barthel-Stadion erst nach knapp einer Stunde den Siegtreffer (59.). „Wir konnten Milan seinerzeit Probleme bereiten. Es war unser bislang bestes Spiel in der Gruppenphase“, weiß Toppmöller. In den Duellen daheim und gegen Olympiakos Piräus (0:2/1:5) und bei Betis Sevilla (0:3) wurde es anschließend durch die Bank deutlicher für sein Team.

Toppmöllers Enttäuschung nach dem jüngsten 2:2 in der Luxemburger BGL-Ligue bei Victoria Rosport hielt sich derweil in Grenzen: „So ein Spiel gibt es einmal in zehn Jahren. Wir hatten massig Torchancen. Rosport macht quasi aus jeder Gelegenheit einen Treffer. Der Punkt war sehr glücklich für sie – ohne ihre Leistung schmälern zu wollen.“

Sponsor vor dem Abschied?

Cool bleibt der 38-Jährige auch, was die sich immer mehr verdichtenden Andeutungen des schwerreichen Sponsors Flavio Becca angeht, nach einer Übergangsphase von zwei Jahren dem F91 den Rücken kehren zu wollen – vor allem, weil er sich von den Düdelinger Gemeinde-Verantwortlichen mehr Unterstützung bei einem Stadionneubau erwartet hätte. „Das ist innerhalb der Mannschaft kein Thema, weil wir das auch nicht beeinflussen können. Wir konzentrieren uns auf das Sportliche“, stellt Toppmöller klar.