
Keinen Sieger gab es beim Top-Spiel des heutigen Dienstagabends zwischen dem FSV Erlangen-Bruck und dem FC Ismaning. Ansonsten hatte die Partie - besonders in Halbzeit eins - alles was eine packende Bayernligapartie zu bieten imstande ist. Bereits in der 6. Spielminute gingen die Brucker durch Christopher Schaab in Führung. Eine tolle Enzelaktion des Ex-Fürthers, der drei Gegenspieler alt aussehen lässt und den Ball dann mehr oder minder über die Linie stolpert. Zuvor hatte Ismanings Florian Wolf bereits eine gute Chance den amtierenden Bayernliga-Meister in Front zu schießen. In der Folge machte Ismaning erneut über den Doppeltorschützen vom Wochenende, Florian Wolf, mächtig Druck. Nur um Haaresbreite verpasste der Ismaninger eine Hereingabe seines Kollegen Uli Fries. Ex-Profi Tomas Galasek versuchte es für Bruck in Spielminute 23 mit einem gefährlichen Freistoß. Ismaning-Keeper Christian Horner kann nur abklatschen lassen, Bastian Lunz kann die Vorlage allerdings nicht verwerten. Kurz vor der Halbzeitpause der nächste Aufreger. Bastian Lunz bringt Julian Maurer im 16er zu Fall. FCI-Kapitän Thomas Bachinger tritt zum Elfmeter an, Bruck-Keeper Rainer Hausner kann den Elfer aber entschärfen. In der 54. Minute war's dann aber doch um die Erlanger Führung geschehen. Nach einer Freistoßflanke von Uli Fries verlängert Alex Weiser die Hereingabe per Kopf ins lange Eck zum verdienten Ausgleich. Danach hatte Bastian Leikam die größte Brucker-Chance auf den Führungstreffer, köpfte den Ball aber an den Pfosten. In den Schlussminuten mussten drei Akteure vorzeitig den Platz verlassen. Zunächst wurde Ismanings Trainer Frank Schmöller aus der Coachingzone verbannt - nach heftigen Protesten in Richtung Schiedsrichtergespann, danach gab's zwei Ampelkarten wegen wiederholtem Foulspiel: Bernd Häfele (85./FCI) und Bastian Lunz (91./FSV) wurden Sekunden vor ihren Mitspielern zum Duschen geschickt.
Bayern Hof ist zu Hause eine Macht - auch in der neuen Spielzeit. Zwei Auswärtsniederlagen stehen nun zwei Heimsiegen gegenüber. Gegen den TSV Rain am Lech hatte die Schlegel-Elf überhaupt keine Mühe. Über die gesamten 90 Minuten waren die Hofer die klar dominierende Mannschaft. Mit Ausnahme einer guten Chance in der 80. Minute als Hofs Keeper Berchthold eine TSV-Chance nur mit Mühe über die Latte lenken konnte, war von den Schwaben in der Offensive herzlich wenig zu sehen. Dampf machten nur die "Bayern". In der 23. Minute ging Hof durch Perparim Gashi in Führung. Der Neuzugang köpfte den Ball nach Vorarbeit von Cosmin Ichim in die Maschen. Kurz nach dem Seitenwechsel dann das 2:0 durch den zweiten Neuen: Cem Ekinci. Nach schöner Vorarbeit von Perparim Gashi zirkelt der Neu-Hofer den Ball ins lange Eck zum hochverdienten Heimsieg der Hofer (53.). In der Schlussphase vergaben Daniel Felgenhauer mit einem strammen Schuss aus 17 Metern und Daniel Schäffler nach schönem Kombinationsspiel am Gästestrafraum Chancen auf einen höheren Sieg. Letztlich blieb's beim 2:0, das die Hofer vorübergehend in die Qualifikationsplätze zur 4. Liga spült.
Remis trennte sich der SV Seligenporten vom SC Eltersdorf. In dieser Partie bekamen die 400 Zuschauer zwei konträre Halbzeiten zu Gesicht. Zu Beginn waren die Eltersdorfer die klar spielbestimmende Mannschaften mit den wesentlich besseren Torchancen. Besonders Eltersdorfs Neuzugang Sven Röwe wirbelte in Halbzeit eins die SVS-Hintermannschaft gehörig durcheinander. Nachdem Christian Pollinger eine große Chance auf die Führung des SVS vergab, versenkte Eltersdorfs Michael Jonczy den Ball zum zu diesem Zeitpunkt hochverdienten 0:1. Nach einem Abwehrfehler knallte Jonczy den Ball staubtrocken ins Seligenporter-Tor (39.). In Halbzeit zwei kam der SV Seligenporten deutlich besser aus der Kabine. Plötzlich hatte die Wettberg-Elf eine Fülle von Torchancen und kam durch Bernd Rosinger zum 1:1. Danach drückte der SVS auf den Siegtreffer, der allerdings nicht mehr gelingen wollte. Gemessen am Spielverlauf geht die Punkteteilung vollauf in Ordnung. Der Aufsteiger bestimmte Halbzeit eins, Seligenporten war im zweiten Durchgang besser.
Der TSV Gersthofen, der am Samstag gegen 1860 Rosenheim einen Punkt einheimste, kam am heutigen Dienstag zum ersten Bayernligasieg der Vereinsgeschichte. Mit 1:0 besiegt die Walch-Elf die SpVgg Unterhaching II. In einer recht ereignisarmen ersten Spielhälfte konnten sich beide Teams zunächst nicht recht in Szene setzen, die Heimelf aus Unterhaching bis dahin vielleicht mit den etwas besseren Aktionen. Doch dann kam die 63. Minute - eine historische für die Gersthofener: Daniel Zweckbronner flankt, Sebastian Kinzel köpft ein zur 1:0-Führung für den Aufsteiger aus Schwaben. Die Schlussphase war geprägt von einigen Hachinger Gelegenheiten zum Ausgleichstreffer, aber auch der TSV versteckte sich nicht und kam selbst noch zu der einen oder anderen Torchance. Treffer fielen allerdings keine mehr und die Gersthofener nahmen drei Bayernliga-Punkte nach Hause mit - zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte des TSV.