2024-07-22T11:49:03.802Z

Spielbericht

Doppelschlag zieht KSG den Zahn

Der Negativlauf der KSG Holdenstedt/Beyernaumburg setzt sich fort: Mit dem 1:5 (0:3) gegen Olympia Berga setzte es bereits die vierte Pleite in Folge. In einem vorgezogenem Spiel am Donnerstagabend konnten die Gastgeber das Fehlen einiger Leistungsträger schlechter kompensieren als Berga.

Die Partie - eigentlich ein Nachholspiel des 13. Spieltag, der aber erst am 11./12. Juni nachgeholt werden sollte - war wegen des Burschentanzes in Beyernaumburg auf den Donnerstagabend vorverlegt worden. Der Termin hatte natürlich für beide Mannschaften die Folge, dass nicht alle Spieler zur Verfügung standen. Berga etwa musste auf einen Torhüter verzichten, Feldspieler J. Hoffmann zeigte sich bei den wenigen Prüfungen allerdings auf dem Posten.

Bei den Hausherren fehlten im Vergleich zum 1:5 gegen Bornstedt Kapitän Bennemann (verletzt), Torjäger Hollo (Studium), Libero Lampl und Carl (angeschlagen auf der Bank). Da auch andere Stammspieler wie K. Koch (verletzt), Brandenburg, Heller (beide beim Bund) fehlten oder im Fall von C. Müller wegen Arbeit verspätet kamen, musste Trainer Eichentopf zum Teil improvisieren. So agierte Stürmer Wildner als Verteidiger, im rechten Mittelfeld spielte T. Nicolai - der die ganze Partie kaum ins Spiel fand - als Libero spielte C. Hendrich, V. Wernicke kehrte ins linke Mittelfeld zurück.

Die Gäste suchte ihr Heil sofort in der Offensive. Angetrieben von Torjäger Spenner und den schnellen Außenstürmern J. Kleinert und Rusmanis wurde die umgestellte KSG-Abwehr unter Druck gesetzt. Der Lohn: Die frühe Führung durch Spenner, der unbehelligt durchs Mittelfeld bis zum Strafraum marschieren konnte und mit einem satten Linksschuss ins lange Eck traf. Kurz darauf verhinderte nur die Latte den zweiten Treffer Spenners.

Die KSG wurde danach etwas wacher und fand besser ins Spiel. Allerdings mussten die Hausherren früh doppelt wechseln, da M. Nicolai umgeknickt war und der krank ins Spiel gegangen Wildner Probleme mit der Luft hatte. Für sie kamen C. Müller und Heyroth.

Das Spiel der Gastgeber war jedoch zu fehlerbehaftet, sei es bei der Ballan- und mitnahme, bei den Pässen und Flanken oder den Zweikämpfen. Zudem mangelte es an Bewegung, so dass nur wenige Chancen kreiert wurden. Die beste hatte C. Hoffmann mit einem Kopfball an die Latte. Auf der Gegenseite scheiterte Spenner am Pfosten.

Ein Doppelpack kurz vor der Pause sorgte bereits für die Vorentscheidung. Als KSG-Schlussmann Buhl einen Querschläger seines Liberos C. Hendrich fing, entschied der Referee auf indirekten Freistoß am Fünfmeterraum. Der Schuss konnte zwar von der Mauer geblockt werden, der Abpraller landete jedoch bei J. Kleinert, der ins kurze Eck traf. Zwei Minuten später versetzte Rusmanis seine Gegenspieler Heyroth und C. Hendrich und traf zum 0:3. Erneut Pech hatte die KSG, als J. Hoffmann einen Schuss von Schremmer an die Latte lenkte.

Auch nach der Pause machte es die KSG mit individuellen Fehlern Berga immer wieder einfach, zu Chancen zu kommen. Obwohl auch bei Olympia die Kräfte nachließen und fußballerisch nicht viel zusammenlief, gerieten die Gäste nie in Gefahr. Konnte der KSG-Schlussmann bei Versuchen von Spenner (47.) und Bär (50.) noch weitere Gegentor verhindern, war er gegen die frei auf ihn zulaufenden Rusmanis (52.) und Rudolf (62.) chancenlos.

Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken ließ es Berga merklich ruhiger angehen, verteidigte auch weniger konzentriert. Die KSG, die immerhin weiter bemüht war, Tore zu erzielen, erspielte sich auch noch einige Chancen, etwa durch den aufgerückten Libero C. Hendrich oder C. Müller, brauchte aber einen berechtigten Elfmeter, um durch C. Müller zum Ehrentor zu kommen. An der deutlichen und verdienten Niederlage änderte dies freilich nichts mehr.

Für beide Teams stehen nun zwei spielfreie Wochenenden an, ehe es am 18. Juni für die KSG nach Wolferstedt geht, während Berga Stolberg empfängt.

Aufrufe: 05.6.2022, 08:47 Uhr
Severin BuhlAutor