
Nach sechs Niederlagen in Folge durften sich die Fußballer des MTSV Olympia am vergangenen Verbandsliga-Spieltag nach dem 5:2 gegen den SV Wahlstedt über die ersten Saisonzähler freuen. Trotzdem ist die Situation nach dem Neun-Punkte-Abzug wegen fehlender Schiedsrichter und einem missratenem Saisonstart vor dem nun folgenden siebten Spieltag alles andere als rosig am Forstweg. Ein Gespräch vor dem Kreisderby beim TuS Nortorf (Sonntag, 16.30 Uhr) mit St. Pauli-Fan und MTSV-Teammanager Ralf ,,Hacko" Hartmann.
Im vergangenen Jahr noch Trainer bei den ,,59ern", bestritt er trotz seiner bereits 51 Jahre die vergangenen beiden Ligapartien über die gesamten 90 Minuten und erzielte dabei sogar jeweils ein Tor. Der Key Account Manager bei einer Brauerei ist seit 2011 in das ,,Projekt Olympia Neumünster" involviert.
Hätten Sie vor der Saison gedacht, dass Sie inzwischen zum Stammspieler in der Verbandsliga zählen?
Das darf man so nicht sehen. Ich zähle nach wie vor nicht zum spielenden Kader. Ich musste allerdings aufgrund diverser kurzfristiger Umstände in zwei Partien aushelfen.
Wie schätzen Sie die Situation bei Olympia mit minus sechs Punkten nach sechs Spieltagen ein?
Wir haben kaum Boden zu den vor uns stehenden Mannschaften gutgemacht, zumindest ist gleichzeitig der Abstand zu den Mannschaften mit Blickkontakt in der Tabelle aber auch nicht größer geworden.
Die Verletzungen von Oliver Jurkic und Patrick Mester aus dem Wahlstedt-Spiel verschärfen die personelle Situation bei Olympia weiter. Ohne eine ,,Zweite" oder Altligamannschaft ist kaum personelle Reserve vorhanden. Wie soll es weitergehen?
Die beiden Verletzungen wiegen natürlich sehr schwer. Insbesondere der Schien- und Wadenbeinbruch von Mester hat unsere Mannschaft ganz schön schockiert. Mit der aktuellen Urlaubsrückkehr von Rigers Jace und Fabio Walther, der Genesung von Felix Hartmann sowie dem baldigen Start von Paul Maliszewski ins Lauftraining werden auch in den nächsten Wochen mindestens elf Akteure auf unserem Spielberichtsbogen stehen.
Befürchteten Sie vor dem ersten Pflichtspiel bereits, dass die Situation so kritisch werden könnte?Nein, das war in der Form nicht vorhersehbar. Die Situation hängt aber auch damit zusammen, dass uns alleine zwei Spieler am 30. Juni mitteilten, ihre Zusagen für die aktuelle Spielzeit bei Olympia nicht einzuhalten.
Ist der Verbandsliga-Klassenerhalt für Olympia realistisch?
Wenn wir es schaffen, unsere Defensivarbeit zu verbessern und der eine oder andere Spieler seine Einstellung korrigiert, ist grundsätzlich alles erreichbar.
Gibt es eine ,,rote Linie", wann Olympia die Mannschaft zurückzieht?
Wenn uns in der Winterpause Spieler verlassen würden und adäquater Ersatz nicht zur Verfügung stünde, wäre dieser Schritt sicherlich unausweichlich.