2025-12-03T05:51:34.672Z

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Künftig als Spielertrainer aktiv: Torhüter Christoph Zwahr (links) und Innenverteidiger Konstantin Bilinski von der TSG Solnhofen. F: Uwe Mühling
Künftig als Spielertrainer aktiv: Torhüter Christoph Zwahr (links) und Innenverteidiger Konstantin Bilinski von der TSG Solnhofen. F: Uwe Mühling

Die TSG Solnhofen setzt auf ein Spielertrainer-Duo

Konstantin Bilinski und Christoph Zwahr übernehmen beim Bezirksliga-Absteiger

Die TSG Solnhofen hat die Trainerfrage mit einer vereinsinternen Lösung beantwortet: Konstantin Bilinski und Christoph Zwahr fungieren ab sofort als gleichberechtigtes Spielertrainer-Duo bei dem künftigen Kreisligisten und übernehmen die Nachfolge des bisherigen Coaches Dominik Herrmann.

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga spielt die TSG Solnhofen künftig in der Kreisliga und will dort unter der Regie des Gespannes Bilinski/Zwahr wieder Fuß fassen. Beide fühlen sich „pudelwohl“ in Solnhofen und wollten das Team „nicht im Stich lassen, weil wir auch zusammen abgestiegen sind“, wie sie gegenüber unserer Zeitung erklärten.

Für Torhüter Zwahr kommt hinzu, dass er mit fast 31 Jahren langsam in ein Alter kommt, in dem man sich fußballerisch auch ein wenig neu orientieren möchte und zwar in Richtung Traineramt. Bilinski ist mit 27 Jahren noch etwas jünger, doch der Innenverteidiger hat ebenso wie Zwahr reichlich Fußballerfahrung gesammelt.

Beide sind seit 2013 in Solnhofen aktiv. Bilinski begann einst beim TSV 1860 Weißenburg und spielte dann bei der SG Quelle Fürth in der Jugend-Bayernliga. Anschließend folgte der Wechsel zum damaligen Herren-Bayernligisten SV Seligenporten. Weitere Stationen waren die Landesligisten Großhadern und Markt Schwaben. Bei letztgenannter Station bremste eine Meniskus-Quetschung seine Laufbahn und Bilinski musste längere Zeit pausieren.

Christoph Zwahr stammt aus Ostdeutschland und stand einst für den FSV Budissa Bautzen in der Oberliga – damals die vierthöchste Liga – zwischen den Pfosten. Vor seinem beruflich bedingten Umzug ins Altmühltal war der Keeper für Gelb-Weiß Görlitz in der Sachsenliga aktiv. Das Trainerduo versteht sich auch privat sehr gut und will um die verbliebenen neun Spieler des Bezirksliga-Kaders herum eine neue Mannschaft aufbauen. Verlassen haben den Verein die Eberle-Brüder. Beide waren in den vergangenen Jahren die Identifikationsfiguren schlechthin und hinterlassen natürlich große Lücken. Tobias Eberle wird Spielertrainer bei der DJK Dollnstein, Torjäger Fabian Eberle hat sich dem Bayernligisten VfB Eichstätt angeschlossen.

Weitere Abgänge sind Daniel Meyer (TSV 1860 Weißenburg) und David Denk (Ziel unbekannt). Hinzu kommt die Tatsache, dass Benedikt Leesch aufgrund einer schweren Knieverletzung und seiner beruflichen Tätigkeit in Stuttgart vorerst nicht zur Verfügung steht. Zusammen mit Spartenleiter Herbert Benzinger können die neuen Trainer allerdings auch mehrere Neuzugänge vermelden: Allen voran kommt der AK-Süd-Top-Torjäger Florian Bunz (30 Treffer) vom FC Nagelberg. Auch Nico Käfer von der SG Auernheim/ Möhren schließt sich der TSG an. Und zuletzt haben auch Engin Ismail-Retzep (TSG Ellingen) sowie Johannes Neumann (U19 des TSV 1860 Weißenburg) zugesagt. Darüber hinaus befinde man sich noch „in weiteren sehr guten Gesprächen“, so Bilinski.

Der von manchen befürchtete große Zerfall der einstigen Bezirksliga-Erfolgstruppe konnte insgesamt gesehen verhindert werden, worüber Abteilungsleiter Benzinger sehr froh ist. Er und seine Mitstreiter sind dagegen bei der zweiten Mannschaft „noch am Kämpfen“, wie er gegenüber unserer Zeitung sagte. Das Personal wird nicht zuletzt dadurch knapp, dass drei bis vier Spieler in die Erste hochgezogen werden. Insofern versucht Benzinger derzeit eine Reservespielgemeinschaft mit den Nachbarvereinen Mörnsheim oder Langenaltheim auf die Beine zu stellen.

Aufrufe: 024.6.2016, 07:00 Uhr
Uwe Mühling (WT)Autor