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Interview

"Die Stimmung leidet nicht"

FuPa Baden Sommercheck +++ SV Daisbach

von red. · 16.07.2023, 09:00 Uhr · 0 Leser
Der SV Daisbach (weiß) ist froh, immer noch eine Mannschaft stellen zu können.
Der SV Daisbach (weiß) ist froh, immer noch eine Mannschaft stellen zu können. – Foto: Berthold Gebhard

Nicolas Maurer und Michael Zachmann, die Trainer des Sinsheimer A-Ligisten SV Daisbach, machen den FuPa Baden Sommercheck.

1) Wie fällt euer Fazit zur vergangenen Saison aus?

Nach dem Abstieg hatten wir einen kompletten Neuanfang, somit haben wir auch keine Platzierung oder ähnliches als Ziel ausgegeben. Sportlich hätte es schon besser laufen können, allerdings hatten wir auch Spieltag für Spieltag Angeschlagene und Verletzte, die wir nicht ersetzen konnten. Oftmals spielten wir auch gut mit, konnten uns aber nicht belohnen. Trotzdem muss man der Mannschaft zugutehalten, dass die gute Stimmung, wie auch schon in den letzten Jahren, nicht unter der sportlichen Talfahrt litt.

2) Gibt es Veränderungen im Team? Transfers, Änderungen im Trainer- und Betreuerteam?

Mit Mirko Kempny, Benjamin Brandt (beide Laufbahnende) und Sebastian Max (SG Lobbach) verlieren wir wichtige drei Stützen der letzten Runde. Im Gegenzug konnten wir uns mit sieben Neuzugängen etwas breiter aufstellen. Auch im Betreuerteam stellen wir uns komplett neu auf.

3) Was sind eure Ziele für 2023/24?

Auf jeden Fall sportlich besser abschneiden als letzte Saison. Wenn wir einigermaßen komplett sind, sollte das auch ohne Probleme gelingen. Sind wir wie letztes Jahr vom Pech verfolgt, wird es wieder eine harte Runde werden.

4) Wer wird eurer Meinung nach Meister und warum?

Grombach wird mit Dominik Schneider nochmal etwas stärker als letzte Runde sein. Die werden mit Sinsheim den Meister unter sich ausspielen. Eventuell kann Neidenstein noch mitmischen. Wenn wir uns festlegen müssten, würden wir auf den SV Sinsheim tippen.

5) Diesen Sommer verzichten überdurchschnittlich viele Klubs auf den Aufstieg. Worin könnten eurer Meinung nach die Gründe dafür liegen?

Wir denken der Unterschied zwischen Kreisliga und Landesliga ist einfach zu groß. Wenn man wie Steinsfurt vor drei Jahren als Dorfverein aufsteigt und gegen Mannschaften spielt, die teilweise fast Profibedingungen haben und mit ehemaligen Spielern aus den oberen Ligen gespickt sind, ist klar, dass man da nicht viel Land sieht. Ob man das dann als Verein probiert oder eben nicht, ist den Vereinen zurecht selbst überlassen. Wenn man sich dann aber so verstärkt wie die SG Kirchardt, kann man schon verstehen, dass das bei den anderen Kreisligisten auf Unverständnis stößt.

6) Weniger Zuschauerzahlen, auch Sponsoren zu bekommen wird nicht einfacher. Einfach ins Blaue gefragt: Wie seht ihr die Zukunft des Amateurfußballs?

Dass es immer weniger wird und schwieriger für die Vereine Spieler und Betreuer zu finden, ist klar. Dadurch werden mit Sicherheit immer wieder Vereine abmelden oder Spielgemeinschaften gründen müssen. Dem entgegen zu steuern wird für kleine Vereine kaum möglich sein. Nichtsdestotrotz sind wir stolz, mit unseren paar Einwohnern und ohne Geld noch eine eigene Mannschaft stellen zu können.