
Über weite Strecken der vergangenen Saison befand sich Tur Abdin in allerhöchster Abstiegsnot. Um den Gang in die Kreisliga B zu vermeiden, wurden in der Winterpause mehrere neue Spieler verpflichtet, darunter auch Torhüter Rene Kottenstette. Er schlug voll ein und erwies sich umgehend als der erhoffte, sichere Rückhalt zwischen den Pfosten. In vierzehn Partien hütete er den Kasten und wurde dabei fünf mal in die FuPa Elf der Woche gewählt. Entscheidend war eine Partie, bei der er allerdings nicht in die Spieltagsauswahl gewählt wurde - am 25. März erzielte Kottenstette im Auswärtsspiel bei Assyrer Gütersloh in der 90. Spielminute den Ausgleich zum 1:1. Hätte man diesen Punkt nicht geholt, wäre man rückblickend wohl abgestiegen.
Der 22-jährige Abwehrspieler Cedric Flöttmann und der 34-jährige Routinier Robert Oral (der auch schon Landesliga-Erfahrung aufweist) feierten mit dem Gütersloher TV die Meisterschaft und somit den Sprung in die Bezirksliga. Defensivspieler Flöttmann trug sich in der vergangenen Saison in 24 Partien drei mal in die Torschützenliste ein und wurde stolze elf mal in die Elf der Woche gewählt. Sein Mannschaftskamerad Rober Oral zeigte sich sogar noch um einiges torgefährlicher. Neuen Treffer erzielte er bei 13 Einsätzen und durfte sich somit über fünf Nominierungen freuen.
Verteidiger Tobias Groß fand erst in der Winterpause den Weg zu Blau-Weiß Gütersloh, zuvor spielte er bei der Reserve des FC Gütersloh in der Kreisliga B. Eine Klasse höher wusste er jedoch sofort zu überzeugen. Das Ergebnis sind vier Nominierungen in 13 Spielen.
Das Mittelfeld setzt sich aus Spielern zweier Vereine zusammen. Vom SC Waldeslust Liemke ist dies zum einen Nils Brüggemeier, der als Torschütze und Vorbereiter gleichermaßen glänzte. Dreizehn eigene Treffer waren es, wofür ihn die FuPa-User acht mal honorierten. Der zweite - nunmehr ehemalige - Liemker ist Luca Hörster. Der 24-jährige Mittelfeld-Akteur traf in 18 Einsätzen 19 mal und lieferte zudem auch noch neun Assists. Sechs Nominierungen war dies wert. Hörster kehrte im Sommer nach Bielefeld zum TuS Ost zurück, wo er sich 2014 verabschiedet hatte.
Das andere Mittelfeld-Duo in der FuPa Elf des Jahres besteht aus Jannik Walthardt und David Papapetros aus der Reserve des TSV Victoria Clarholz. Walthardt ist eine Maschine. In 29 Partien kam er zum Einsatz, stand dabei jedes einzelne Mal in der Startelf und wurde nur zwei mal ausgewechselt. Der 24-Jährige Walthardt wurde elf mal in die Elf der Woche gewählt. Papapetros kam auf zehn Nominierungen. In 19 Spielen trug er sich neun mal in die Torschützenliste ein.
Die drei erfolgreichsten Stürmer der vergangenen Saison in der Kreisliga A Gütersloh belegen auch die drei Plätze im Sturm der Elf des Jahres. Murat Genc sorgte stets für Torgefahr, erzielte 24 Treffer selbst und bereitete 17 weitere vor. Den zwölf Nominierungen aus der Vorsaison kann er noch ein paar folgen lassen, auch künftig stürmt er für Türkgücü.
Alen Lizalovic schlug in seiner ersten Saison beim Gütersloher TV ein wie eine Bombe. Nach 25 Einsätzen hatte er unglaubliche 32 Treffer auf dem Konto. In der neuen Saison geht mit den Güterslohern in der Bezirksliga auf Torejagd und bekam dafür einen passenden Partner in der Offensive an die Seite gestellt. Der Gütersloher TV verpflichtete den Torschützenkönig der letzten Kreisliga A-Saison, von Aramäer Gütersloh stößt Alexander Kromm zum Aufsteiger. In 30 Partien kam das 22-jährige Offensiv-Talent auf unfassbare 38 Treffer. Kromm sammelte einst schon beim FC Kaunitz Bezirks- und Landesliga-Erfahrung und wird in Kombination mit Alen Lizalovi wohl so manche Abwehrreihe schwindelig spielen.