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Team Rückblick

Die aufstiegserprobten Verfolger

Bayernliga-Rückblick - Die Plätze 4-6: SpVgg Unterhaching II - 1. FC Eintracht Bamberg - Würzburger FV

von Dirk Meier · 04.02.2011, 17:34 Uhr · 0 Leser
Die Top-Torjäger Sebastian Mützel (Haching II), Nicolas Görtler (Ex-Bamberg) und Tobias Riedner (Würzburg). Montage: Wagner
Die Top-Torjäger Sebastian Mützel (Haching II), Nicolas Görtler (Ex-Bamberg) und Tobias Riedner (Würzburg). Montage: Wagner

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2008 war die Eintracht aus Bamberg dran. Weil kein anderer aufsteigen wollte, nutzte im gleichen Jahr die SpVgg Unterhaching II ebenfalls die Gunst der Stunde. Der Würzburger FV hat's im Sommer eine Etage tiefer auch geschafft und gehört nun Bayerns Eliteliga an. Alle drei haben das Geschehen in der Hinserie maßgeblich mitbestimmt. Den ganz großen Wurf und damit den Schritt aufs finanzielle Glatteis will aber nur einer wagen.

Heißer Anwärter auf den Sprung in die Regionalliga Süd ist die Hachinger Drittliga-Reserve, zumal ihr dies bereits 2009 gelungen ist. Trainer Harry Deutinger hat zusammen mit seinem Co-Trainer Florian Stenzel gute Arbeit geleistet. Vor allem im eigenen Stadion an der Grünauer Allee sind die Kicker aus dem Münchner Vorort eine Macht, haben erst ein Spiel verloren. Auswärts können die Hachinger aber noch zulegen. In der Vorrunde konnte die Deutinger-Elf fast immer dominieren, hatte zumeist mehr Spielanteile. Problemzone ist der Angriff. Chancen waren genügend vorhanden, aber an der Auswertung fehlte es noch. Da ist noch Luft nach oben. Die Hachinger wollen unbedingt aufsteigen und liefern sich im Fernduell mit dem FC Ingolstadt 04 II derzeit einen packenden Kampf. Drei Punkte ist die SpVgg Unterhaching II als Vierter hinter den Schanzern zurück, hat aber ein Spiel weniger und zwar beim abstiegsbedrohten SV Schalding-Heining. Beide Klubs, Haching II und Ingolstadt II, spielen aber nicht mehr gegeneinander. Jeder hatte sein Heimspiel gewonnen. Nun kommt es auf das eigene Abschneiden an. Stefan Huber hat die Hachinger zur Winterpause in Richtung Heimstetten verlassen.

Der Regionalliga-Absteiger 1. FC Eintracht Bamberg ist Fünfter. Die Oberfranken wollten sich nach der Insolvenz konsolidieren, was dem alten und neuen Trainer Christoph Starke bestens gelungen ist. Zeitweise standen die Domstädter sogar ganz oben. Die Eintracht ist die beste Auswärts-Mannschaft und hat noch alle Trümpfe in der Hand. Der Aufstieg zurück in Liga vier birgt aber wie die Erfahrung gezeigt hat zu viele Risiken. Bamberg wird keine Lizenz beantragen, will sich aber für die neue vierte Liga ab 2013 qualifizieren. Mit dem erst 20 Jahre alten Nicolas Görtler stellen die Bamberger den Torschützenkönig, der schon 17 Mal getroffen hat. Görtler hat die Eintracht aber im Winter verlassen. Er wird künftig fürs Regionalliga-Team des 1. FC Nürnberg auf Torejagd gehen. Diesen zweifellos herben Verlust versucht die Starke-Elf mit Peter Heyer zu kompensieren. Die Nummer eins der Torjägerliste verlässt die Eintracht, dafür kommt die Nummer zwei nach nur einem halben Jahr aus Erlangen-Bruck zurück an die alte Wirkungsstätte. Zudem verstärken sich die Oberfranken mit Tobias Dahlke vom DVV Coburg. Johannes Wolfschmidt (zum 1. FC Strullendorf) und Christopher Dull (zu Don Bosco) stehen nicht mehr zur Verfügung.

Bester Aufsteiger ist auf Platz sechs der Würzburger FV. Die Mannen von Trainer Michael Hochrein haben die direkte Rückkehr in Bayerns Topliga geschafft und sich auch gleich wieder etabliert. Der WFV bewies seine Heimstärke und konnte auch auswärts für die eine oder andere Überraschung sorgen. 13 Punkte beträgt der Vorsprung zum Relegationsplatz. Da können Hochreins Mannen beruhigt nach vorne blicken. Der Kader besticht durch seine Ausgeglichenheit. Trotz einiger verletzungsbedingten Ausfälle konnten die Würzburger das kompensieren. Mit Tobias Riedner (12 Tore) und Pascal Rausch (9) ist das Toreschießen auf mehrere Schultern verteilt. Insgesamt konnten sich schon zehn verschiedene Schützen in die Torjägerliste eintragen. Der WFV wird auch in der Restrückrunde zu beachten sein. Der Würzburger FV kann noch das Zünglein an der Waage spielen, denn bis auf Spitzenreiter FC Ismaning treten die Unterfranken noch gegen alle Spitzenteams an. Ein Titel ist nach der Meisterschaft in der Landesliga Nord vom vergangenen Sommer für die Würzburger aber immer noch in Reichweite: Bester Bayernliga-Aufsteiger bleiben. Wenn die Fans auch weiterhin so zahlreich hinter ihrem Team stehen (im Schnitt 540 Zuschauer), dann braucht dem WFV nicht bange zu sein.