Dicker Brocken zum Start
von red · 08.08.2016, 07:00 Uhr · 0 Leser
Traditionell werden Absteiger in der darauffolgenden Saison zu den Titelkandidaten gezählt. Beim SV Stennweiler sprechen mehrere Faktoren dafür, dass dies keine falsche Einschätzung bleiben wird. Das sehen auch die Trainer in der Liga so.
Nach dem unglücklichen Abstieg aus der Bezirksliga Neunkirchen ist es dem SV Stennweiler weitgehend gelungen, seinen Kader zusammenzuhalten. Lediglich Torhüter Andre Friedrich und Spielertrainer Christian Dorobek haben den Verein verlassen. Mit Stefan Scherer, der in der Rückrunde bereits als Spieler in Stennweiler im Einsatz war, kommt der Nachfolger von Dorobek aus den eigenen Reihen. Seit dem Trainingsbeginn am 1. Juli bittet der neue Coach seine Mannschaft zu vier bis fünf Einheiten in der Woche auf den Platz. Mit der Trainingsbeteiligung und dem Engagement ist der Trainer sehr zufrieden: „Seit Beginn der Vorbereitung zieht die Truppe gut mit. Im Durchschnitt habe ich 24 bis 25 Mann zur Verfügung. Durch Urlaub oder Schichtarbeit fällt der eine oder andere natürlich auch einmal aus. In der vierten Woche hat man allerdings gemerkt, dass die Mannschaft einen Durchhänger hatte. Aber der war auch schnell wieder überstanden.“ Mit Christian Dorobek fehlt nunmehr auch der erfolgreichste Torschütze aus der Vorsaison. Jedoch sieht Scherer mit Neuzugang Hans-Joachim Löber (SC Alsweiler), Jochen Wedekind und Florian König die Offensive gut aufgestellt, um den Abgang kompensieren zu können. „Wir haben in der Vorbereitung ein Korsett gefunden, welches passen könnte. In den Vorbereitungsspielen hat unsere Offensive schon gute Ansätze gezeigt. Aber man muss jetzt erstmal abwarten, wie es sich entwickelt, wenn die Punktspiele losgehen. Christian Dorobek hatte vor dem Tor natürlich eine enorme Effizienz. Das war seine große Stärke. Da müssen wir zukünftig sehen, wie wir das in den Griff bekommen,“ berichtete Scherer im Gespräch. Wegen des Dorffestes in Stennweiler wurde der Punktspielauftakt gegen den ebenfalls hochgehandelten VfB Heusweiler auf Mittwoch, 10. August, 19 Uhr verlegt. Ein Auftakt, der dem neuen Trainer nicht ungelegen kommt: „Der VfB Heusweiler ist natürlich ein richtiger Brocken zum Rundenauftakt. Das Spiel wird ein klarer Fingerzeig, wo wir stehen. Aber wenn ich ein Ziel habe, das ich erreichen will, ist es egal, wann ich gegen wen spielen muss! Es wird auf jeden Fall eine schwierige Partie für beide, denn die Testspiele sind doch oftmals ohne Aussagekraft. Wir werden gewappnet sein. Wichtig ist es, dass wir in der Defensive stabil stehen, denn im vergangenen Jahr haben wir einfach zu viele Gegentore kassiert. Wir haben viele Spieler im Kader, um ein schnelles Umschaltspiel zu praktizieren. Wenn wir das hinbekommen, wird es für jeden Gegner schwer, uns zu schlagen.“