2026-06-12T06:52:44.557Z

Vereinsnachrichten

Deutliches Lebenszeichen der DJK

Seidl und Hamberger treffen bei Vilzing´s Heimsieg über Deggendorf

von rd · 13.03.2011, 10:27 Uhr · 0 Leser
Michael Hamberger erzielte den entscheidenen Treffer
Michael Hamberger erzielte den entscheidenen Treffer

Verlinkte Inhalte

Die Landesligakicker der DJK Vilzing haben ihre Ausgangslage im Abstiegskampf wieder deutlich verbessert. Am 27. Spieltag der laufenden Saison holten die Schwarzgelben im Heimspiel gegen die SpVgg Deggendorf einen eminent wichtigen Dreier und verbesserten sich dadurch auf den Relegationsplatz.
Die Koller-Elf, die ohne ihren kurzfristig erkrankten Torjäger Nico Beigang antreten musste, verdiente sich den Sieg über den Niederbayernnachbarn redlich, weil sie mit all den im Abstiegskampf erforderlichen Tugenden wie Zweikampfstärke, Laufbereitschaft und einem unbedingten Willen zu Werke ging. Ähnlich agierte die DJK auch schon vor Wochenfrist in Forchheim, diesmal steigerten sich Seidl & Co. aber auch im spielerischen Bereich, Beleg dafür waren die beiden spielentscheidenden Treffer, die jeweils schön herausgespielt waren. Die zahlreichen Zuschauer im Manfred-Zollner-Stadion sahen vom Anpfiff weg eine Partie, in der die Hausherren den Ton angaben. Von den technisch beschlagenen Gästen aus Niederbayern war zunächst vor allem im Offensivspiel wenig zu sehen. Die Koller-Schützlinge mühten sich redlich, in der Anfangsphase verhinderte aber noch die fehlende Präzision im Abschluss einen Treffer für die Schwarzgelben, die diesmal ganz in weiß aufgelaufen waren. Nach gut zehn Minuten ging erstmals ein Raunen durch die Zuschauertribüne, als Michael Hoffmann auf den gestarteten Yavuz Ak durchstecken wollte, Deggendorf´s Schiller aber im letzten Moment zur Ecke klären konnte. Kurz darauf wurde der agile Michael Hamberger über die rechte Seite schön freigespielt, seine Hereingabe landete bei Sebastian Niebauer. Vilzing´s Dauerrenner fand seinen Meister aber in Gäste-Keeper Maximilian Weber, der gegen Niebauers Versuch glänzend parierte, Niebauer setzte per Kopf nach, das Leder senkte sich aufs Tornetz. Der Ex-Kötztinger war kurz darauf auch auf der anderen Seite im Brennpunkt, eine der wenigen gefährlichen deggendorfer Aktionen im ersten Durchgang bereinigte er, indem er vor dem einschussbereiten Gallmeier zur Ecke klärte. Die Führung für die abstiegsgefährdete DJK Mitte der ersten Hälfte war nicht nur die Konsequenz aus dem bisherigen Spielverlauf, sie war zu diesem Zeitpunkt auch mehr als verdient, weil die Koller-Elf schlichtweg wesentlich mehr ins Spiel investiert hatte als die Grünweißen aus der Donaustadt. Routinier Michael Hoffmann flankte nach innen, Thomas Seidl traf mit einem tollen Kopfball ins lange Eck und belohnte sich damit frühzeitig für seine gute Vorstellung (24.). Die DJK blieb weiter am Drücker, sie musste bis zum Pausenpfiff nur noch eine Schrecksekunde überstehen. Marco Kurz versuchte es mit einem fulminanten Freistoß aus knapp 25 Metern, DJK-Keeper Andras Kristoffy musste sich mächtig strecken, um das Leder zur Ecke abwehren zu können. Die Anfangsphase der zweiten Hälfte hatte es dann mächtig in sich, es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da hätte DJK-Kapitän Yavuz Ak seine Farben schon vorentscheidend in Front bringen können, oder vielleicht sogar müssen. Michael Hoffmann hatte eine Freistoßflanke per Kopf in die Gefahrenzone befördert, das Leder landete bei Ak, der aus sechs Metern einen am Boden liegenden Deggendorfer Abwehrspieler anschoss. Die vergebene Chance sollte sich prompt rächen, denn im Gegenzug war nach einem weiten Ball Markus Gallmeier frei durch und traf mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck zum schmeichelhaften Ausgleich. Aber die Hausherren bewiesen Moral, sie ließen sich nicht entmutigen und hatten rasch ein passende Antwort parat. Yavuz Ak hatte mit einem tollen Pass aus dem Mittelfeld heraus das komplette Spiel geöffnet, der unermüdliche Michael Hamberger war wieder einmal durchgestartet und steuerte aus halbrechter Position auf das Gästegehäuse zu. Der Lamer in Diensten der DJK ließ seinem Gegenüber und ebenfalls Lamer Maximilian Weber keine Chance und traf zum letztlich spielentscheidenden 2:1 (54.). Die Gäste wurden nun aktiver,sie beteiligten sich mehr am Geschehen, verbuchten bis in die Schlussphase hinein allerdings nur eine echte Großchance. Die aber hatte es in sich, der aufgerückte Spielertrainer Bumberger kam nach einer Unachtsamkeit überraschend in bester Position ans Leder, er drosch allerdings über den Ball, das Spielgerät kullerte ins Toraus. Zu diesem Zeitpunkt waren die Niederbayern bereits in Unterzahl, Florian Wittmann hatte wegen wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte gesehen (76.), daneben hatte Deggendorfs zweiter Spielertrainer an Seitenlinie Martin Wimber bereits alles auf eine Karte gesetzt, und mit Dezelak, Denk und Müller weitere Offensivkräfte gebracht. Das sollte den Hausherren in den Schlussminuten Tür und Tor für beste Konterchancen öffnen, die Schwarzgelben gingen aber zu fahrlässig auch mit besten Möglichkeiten um, die sich quasi im Minutentakt boten, und verpassten es damit, vorzeitig den Sack zu zu machen. Allein der eingewechselte Petr Kastak vergab zwei Todchancen leichtfertig, ein Treffer von Zoltan Ambrus fand wegen vermeintlicher Abseitsstellung keine Anerkennung (85.). Daneben steuerten noch einige Male zwei, oder manchmal sogar drei bis vier Akteure der Hausherren auf das Gästegehäuse zu, ohne den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. So war in der Nachspielzeit gar noch einmal Zittern angesagt, als die Gäste einen Freistoß zugesprochen bekamen. Deggendorf´s Marco Kurz fand aber in Andras Kristoffy seinen Meister, der den Versuch aus knapp 20 Metern sicher parierte. Für die Huthgartenkicker war es letztlich ein ganz wichtiger und ebenso verdienter Heimerfolg, Hamberger und Kollegen haben ein deutliches Lebenszeichen im Abstiegskampf von sich gegeben.


Trainerstimmen:
Franz Koller (Vilzing):
Kompliment an meine Mannschaft zum heutigen Spiel. Ich denke, wir hatten uns sehr gut auf Deggendorf als Gegner eingestellt, das hat man vor allem im ersten Durchgang deutlich gesehen. Wir haben hier wirklich gut gespielt, den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen und verdient geführt. Im zweiten Durchgang hat Deggendorf quasi mit der ersten Aktion den Ausgleich gemacht, vorausgegangen war wieder ein langer Ball in die Spitze, exakt eine Situation, wie wir sie vorher angesprochen hatten. Wir haben uns aber schnell gefangen, uns gegen eine drohende Niederlage gestemmt und hatten letztlich Erfolg. Die Schlussphase war natürlich sehr bitter, wie wir mit den zahlreichen Großchancen umgegangen sind. Hier hätten wir einfach den Sack zumachen müssen, das ist unser großes Manko. Wir geben uns noch lange nicht auf, unsere Chancen sind jetzt natürlich wieder deutlich besser geworden. Ich bin nach wie vor felsenfest davon überzeugt, dass wir am Saisonende auf einem Nichtabstiegsplatz stehen werden.

Martin Wimber (Deggendorf): Zunächst herzlichen Glückwunsch an die DJK Vilzing zum heutigen Sieg. Unsere Mannschaft hat heute vor allem im ersten Durchgang nicht den Eindruck vermittelt, dass sie weiß, worum es geht. Obwohl wir während der Woche viel darüber gesprochen haben, hatten wir scheinbar nicht registriert, dass wir mitten im Abstiegskampf angekommen sind. Denn Franz Koller mit seiner Mannschaft ist uns jetzt mächtig auf den Pelz gerückt. Im zweiten Durchgang kann ich meinen Spielern nichts mehr vorwerfen, sie haben alles versucht. Dass es am Ende mit einem Mann Unterzahl und unserer bedingungslosen Offensive auch böse für uns hätte enden können, mussten wir in Kauf nehmen. Ob ein Sieg verdient gewesen wäre, oder nicht, spielt keine Rolle, letztlich zählt im Abstiegskampf nur, wer die drei Punkte auf dem Konto hat, und das war heute Vilzing. Wir sind jetzt wieder mitten drin im Kampf um den Klassenerhalt.