
Der TSV Alteglofsheim steht drei Spieltage vor Schluss bereits als Meister der A-Klasse fest und steigt nach vier Jahren wieder in die Kreisklasse auf. Im Oktober 2012 übernahm Jürgen Dirnfelder das Team, entwickelte es weiter und holte seinen Sohn Alexander, der beim VfB Bach sogar in der Landesliga gespielt hat, zurück zum TSV. Nach einem vierten und einem dritten Platz konnte jetzt der Aufstieg realisiert werden. Nun stellte sich Jürgen Dirnfelder unseren Fragen.
Herr Dirnfelder, haben Sie vor der Saison mit dem Aufstieg gerechnet?
Ganz klar ja. Ich kannte das Potenzial der Mannschaft. Endlich sind wir wieder zurück in der Kreisklasse. Eigentlich wollte ich schon vorige Saison aufsteigen, aber da spielten wir eine ganz schwache Vorrunde. Trotz zwölf Siegen und einem Remis in der Rückrunde hat es nur noch zu Rang drei gereicht.
Was erwarten Sie im kommenden Jahr von ihrer Mannschaft?
Der Kader bleibt komplett zusammen. Aus der eigenen Jugend kommen hoffnungsvolle Talente hinzu. Zudem sind wir an drei Neuzugängen dran. Unser Team hat auf alle Fälle das Potenzial, um in der Kreisklasse mitzuhalten. Die Liga dürfte kommende Spielrunde sehr ausgeglichen sein. Wenn es überhaupt einen Favoriten gibt, dann dürfte dies Illkofen sein. Wir wollen in der Kreisklasse bestehen, uns dort erst einmal etablieren. Der TSV hat eine junge, entwicklungsfähige und hungrige Mannschaft. Kommende Saison wird uns mit Daniel Zwicklbauer von August bis Oktober jedoch ein wichtiger Mann fehlen, der drei Monate in China verweilen wird. Mittelfristig, also in drei bis fünf Jahren, könnte ich uns durchaus in der Kreisliga vorstellen! Doch um nochmals aufzusteigen, bedarf es vieler Faktoren, die man nicht zu 100 Prozent beeinflussen kann. Man benötigt das nötige Quäntchen Glück und man muss von größeren Verletzungsproblemen verschont bleiben. Zudem braucht man eine Mannschaft mit viel Ehrgeiz und einem großen Willen.
Wie lange wollen Sie noch als Trainer bei Ihrem Heimatverein arbeiten?
Ich bin nun schon seit rund 15 Jahren Trainer. Zuerst im Kleinfeld-, dann im Jugendbereich, wo ich auch einige Erfolge feiern durfte. Im Oktober 2012 übernahm ich dann die erste Mannschaft des TSV. Ich überredete meinen Sohn Alexander zu uns zurückzukommen. Noch brennt das Feuer in mir! Ich will mit dem Team noch einiges erreichen, aber ich merke auch, dass der Akku immer länger braucht, um wieder vollständig aufgeladen zu sein. Ich möchte keine Prognose abgeben, wie lange ich noch Trainer sein werde. Ganz kann ich die Finger aber wohl nicht aus dem Spiel lassen. Ich könnte mir auch einen Posten als Teammanager oder sportlicher Leiter vorstellen. Der TSV ist für mich eine Herzensangelegenheit. Bis auf ein Jahr in Bach habe ich immer hier gespielt! Gut, dass wir nun schon durch sind. Ab sofort trainieren wir nur noch einmal. Jetzt heißt es die Akkus aufzuladen und in der Sommervorbereitung voll anzugreifen. In den restlichen drei Spielen wollen wir noch gewinnen, vor allem heißt es daheim ungeschlagen zu bleiben.
Ihr Sohn Alexander hat schon beim FC Nürnberg gespielt. Wie haben Sie ihn zu einem Wechsel zum TSV überredet?
Das stimmt. Mit 14 Jahren ist er ins Club-Internat gekommen. Dort war er zweieinhalb Jahre. Leider haben ihn immer wieder Verletzungen zurückgeworfen. Somit haben wir uns für einen Wechsel zum Jahn entschieden. Im Herrenbereich ging es dann nach Thalmassing und nach Bach in die Landesliga. Als ich Trainer wurde, habe ich ihn überredet, zum TSV zurückzukommen. Leider wird er aber nach wie vor immer wieder von Verletzungsproblemen geplagt. Mein Sohn Andre nahm sich im A-Jugend-Bereich eine dreijährige Auszeit. Nun ist er aber wieder voll bei der Sache, wurde zu einem Aktivposten im Team. In Alteglofsheim entsteht etwas! Die junge Mannschaft ist noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung. Es wird auch Drumherum alles getan, um die Jungs bei der Stange zu halten. So fahren wir beispielsweise zu Bundesligaspielen oder sitzen uns am Lagerfeuer gemütlich zusammen. Hervorragende Arbeit leisten die beiden Abteilungsleiter Christian Haimerl und Markus Schindler. Unter anderem gründeten sie einen Förderkreis und sorgen sie ums Sponsoring. Hervorzuheben ist zudem Werner Weinberger, die gute Seele des Vereins, der zugleich Betreuer und Torwarttrainer ist. Die Talsohle ist durchschritten! Wir können getrost in die Zukunft blicken!