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Ligavorschau

Der schwere Kampf um alles oder nichts

Gau-Odernheim hat im Aufstiegskrimi noch alle Trümpfe in der Hand / Schornsheim will mindestens Platz 13 verteidigen

von Nico Brunetti · 21.05.2015, 23:00 Uhr · 0 Leser
Gibt er seiner Mannschaft im letzten Saisonspiel den richtigen Fingerzeig? Sascha Groß und seine Gau-Odernheimer haben in Sachen Aufstieg noch alles in der eigenen Hand.	Archivfoto: pa/Axel Schmitz
Gibt er seiner Mannschaft im letzten Saisonspiel den richtigen Fingerzeig? Sascha Groß und seine Gau-Odernheimer haben in Sachen Aufstieg noch alles in der eigenen Hand. Archivfoto: pa/Axel Schmitz

GAU-ODERNHEIM. Meister? Relegation? Oder gar nichts? Diese Fragen stellen sich für den TSV Gau-Odernheim (61) in der Fußball-Bezirksliga. Und auch für seine Konkurrenten TuS Marienborn (63) und TSG Bretzenheim (61). Am letzten Spieltag gehen alle drei Titelkandidaten favorisiert in die eigene Begegnung, wie Gau-Odernheim-Trainer Sascha Groß festhält: Bretzenheim gegen Guntersblum, Marienborn in Nieder-Olm und die Petersberg-Elf in Gundheim.

Letztlich ist es das, was der TSV sich erträumt hat: Bis zum Ende der Saison um den Aufstieg kämpfen, bis zum Ende die Möglichkeit besitzen, einen der ersten beiden Plätze klar machen. ,,Im Nachhinein", so Groß, ,,war es zumindest nicht falsch, sich in der Winterpause das Ziel zu stecken, Platz zwei anzugreifen." Vor dem alles entscheidenden Spiel beim TSV Gundheim, der den Klassenverbleib noch nicht endgültig sicher hat, ist die Motivation groß. Und in Gau-Odernheim sind alle auch ,,selbstbewusst genug, das nach Hause zu bringen." Gegen eine Mannschaft, die eher mit ,,langen Bällen" agiert und in den Zweikämpfen ,,giftig" ist, wird es eine Schlüsselrolle spielen, ob die Groß-Elf von Anfang an ,,konzentriert ist", den Kampf annimmt und trotzdem sein ,,eigenes" Ballbesitzspiel durchzieht. Besondere Maßnahmen ergreift der Trainer nicht: ,,Wir machen keine Zaubertricks. Wir sind gut gefahren, wie wir es bisher gemacht haben." Die Drucksituation ist am Sonntag aber definitiv eine andere - da können die Trainer erzählen, was sie wollen. Im Grunde genommen, haben nämlich alle drei Teams etwas zu verlieren. Denn den Aufstieg haben sie quasi alle in der eigenen Hand und insbesondere für Marienborn und Gau-Odernheim wäre ein Absturz auf Rang drei bitter, jetzt nach dem die oberen Plätze solange dem Führungsduo gehörten. Groß gibt zu: ,,Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass wir nicht nervös sind."

Aus Fehlern lernen

Definitiv unangenehmer die Aufgabe, um die der TSV Schornsheim noch kämpfen muss: den Nichtabstieg. Durch die 2:4-Niederlage gegen den SV Horchheim ist der TSV auch zwingend im Derby beim FSV Saulheim gefordert. Wenigstens konnte Trainer Marvin Dollmann aus der Heimpleite lernen: ,,Wir werden das taktisch ein bisschen anders angehen. Wir müssen das cleverer machen und dürfen uns nicht von den Zuschauern leiten lassen: Wir müssen cool bleiben und unsere eigene Taktik durchziehen." Möglich ist für den TSV noch Platz 14 bis 12. Die Platzierung hängt aber nicht nur vom eigenen Spiel ab, sondern auch von den Begegnungen Gundheim - Gau-Odernheim und Bretzenheim - Guntersblum. Dollmann will wenigstens den eigenen Platz 13 verteidigen, der höchstwahrscheinlich zum Klassenerhalt reicht: ,,Ich will ganz zum Abschluss drei Punkte, das weitere werden wir sehen. Ich will nicht auf andere verlassen, es hat schon alles im Fußball gegeben." Und so schließt er auch einen Sieg von Guntersblum in Bretzenheim nicht aus. Bei diesem Spiel wird wohl auch jemand vom TSV zugegen sein, wohl auch in Gundheim. Auch aufgrund dessen, dass Schornsheim im laufenden Spiel in Saulheim passend reagieren kann. Weh tut der Ausfall von Torjäger Florian Sprenger, der mit seiner ,,Ruhe in hektischen Situationen den Unterschied machen kann." Seine Rolle neben Dennis Hartnagel übernimmt entweder Tobias Binder oder Fisnik Latifi.

Rückkehrer nach Saulheim

Einen Freundschaftsdienst vom Nachbarn aus Saulheim gibt es nicht: ,,Für uns ist das ein reizvoller Abschluss. Wir werden nichts herschenken", garantiert FSV-Coach Manuel Helmlinger. Mehr oder weniger haben in Saulheim schon die Planungen auf die neue Bezirksliga-Saison begonnen. Mit Innenverteidiger Dennis Dziewior, der nach seinem einjährigen Engagement bei Verbandsligist Spvgg. Ingelheim zurückkehrt, hat der FSV auch einen dicken Fisch an Land gezogen. Helmlinger: ,,Dennis ist eine Riesenverstärkung. Er ist ein junger, talentierter Spieler, der sehr heimatverbunden ist. Dieser Wechsel hat sich durch den Trainerwechsel in Ingelheim ergeben." Der zweite feststehende Neue ist ebenfalls ein Rückkehrer: Außenbahnspieler Fabian Speth (FSV Nieder-Olm) schnürt in der neuen Saison ebenfalls die Schuhe für Saulheim. Der Coach bescheinigt ,,ihm das Potenzial zum Stammspieler."