Spielpause für die einen, Pokalrunde Nummer 3 für die anderen: Vor heimischer Kulisse traten die FVE Damen am vergangenen Wochenende gegen den alt bekannten und in die Verbandsliga frisch aufgestiegenen PSK an. Musste man jüngst noch das Ligaduell mit einer schmerzhaften Niederlage und der damit verspielten Meisterschaft verarbeiten, standen die Zeichen nun auf Wiedergutmachung. Ziel war es, in die nächste Pokalrunde einzuziehen.
Die Qualitäten der Gäste sind mehr als bekannt, trotzdem wollte man bei eher bescheidenem Wetter schnellstmöglich in Führung gehen. Eins kann vorweggenommen werden: Wer die ersten 45 Minuten sah, ging kaum davon aus, dass die FVE Damen sich ab Minute 46 mehr und mehr in das Spiel zurückkämpften und die Partie anders ausging, als man es erwartete. In den ersten 45 Minuten befanden wir uns mehr in der heimischen Kabine als auf dem Platz, wodurch der PSK bereits in Minute 10 nach einem gekonnten Alleingang durch Stürmerin Lana Maurath in Führung ging. Keineswegs ein Weckruf für die Heimmanschaft, die sich sowohl im Spielaufbau als auch vor dem gegnerischen Tor schwer tat. Keeperin Kim Speer glänzte mit mehr als einer äußerst notwendigen Parade, die eine Erhöhung der Führung vermied. In Minute 45 dann der unerwartete, aber auch befreiende Ausgleich: Nach einem Standard landet der Ball bei Linda, die nicht lange fackelt und den Ball durch einen Distanzschuss über die Torfrau im Tor des PSK unterbringt. Trotz des Ausgleichs erweckte die Heimmannschaft eher den Eindruck, als würde man haushoch zurückliegen. Die Halbzeit kam demnach mehr als gelegen, in welcher die Ansprache von Coach Domi als Weckruf von Notwendigkeit war. Entsprechend starteten die FVE Damen kompakter und mit deutlich mehr Engagement in Halbzeit zwei, die Führung konnte jedoch trotz einiger Chancen nicht erzielt werden. In Minute 60 dann der Rückschlag: Nach einem Eckball steht Hettich auf Seiten des PSK vor dem Tor der FVE Damen, die den Ball nicht entscheidend klären können und drückt den Ball über die Linie. Erneut einem Rückstand nachlaufen galt die Devise, doch wer sich einmal zurückkämpft, stellt nicht in Frage, dies ein zweites Mal zu tun. Kurz vor Abpfiff dann das Comeback. Nach einer guten Passkombination zwischen Laura und Linda kann Laura den Ball auf Tanja verlagern, die das Auge für Stürmerin Nicole hat, welche den Ball trotz Verfolgung der PSK Damen gnadenlos im Netz des PSK versenkt. Der Ausgleich hieß gleichzeitig ab in die Verlängerung mit anschließendem Elfmeterschießen. Souverän verwandeln die FVE Damen alle Elfmeter, während der PSK einmal patzt. Viertelfinale heißt es somit und der Wahnsinn geht weiter.
- Linda Fortenbacher -
