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Der Plan geht (noch) nicht auf

Bei der SG Schornsheim laufen Ball und Gegner derzeit nicht wie eigentlich gewünscht

von Nico Brunetti · 19.08.2016, 19:30 Uhr · 0 Leser
Einer der sichersten in einer derzeit noch ziemlich verunsicherten Schornsheimer Mannschaft: Keeper Pascal Reichert (rechts gegen den Schottler Patrick Hochhaus)  bekommt von Trainer Kurt Heil ein Sonderlob.	Foto: pa/Carsten Selak
Einer der sichersten in einer derzeit noch ziemlich verunsicherten Schornsheimer Mannschaft: Keeper Pascal Reichert (rechts gegen den Schottler Patrick Hochhaus) bekommt von Trainer Kurt Heil ein Sonderlob. Foto: pa/Carsten Selak

Schornsheim. Es ist wie so oft in Schornsheim: Schlechter Saisonstart, schwierige Personalsituation. Dieser Ist-Zustand beim Fußball-Bezirksligisten macht auch Neutrainer Kurt Heil nicht gerade glücklich. Doch er versucht, die Situation so anzunehmen wie sie ist und berücksichtigt das in den kommenden Partien. Von seiner Idee, Ball und Gegner laufen zu lassen, nimmt er zunächst ein wenig Abstand. Nun muss erst einmal etwas Zählbares her. „Wir brauchen Punkte“, sagt Heil klipp und klar. Und damit soll am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen den TSV Gundheim begonnen werden – mit einer veränderten Ausrichtung. „Wir werden aus einer gesicherten Abwehr spielen und auf Konter setzen.“

Das derzeitige Personal gebe es momentan einfach nicht her, seine anspruchsvolle Philosophie gewinnbringend umzusetzen. Gerade im Sturm muss Heil zurzeit nach einer Lösung suchen. Die Ausfälle von Florian Sprenger und Jan Leigart schmerzen da und verringern die „Durchschlagskraft“ im Team der SG Schornsheim/Undenheim. Zumindest bei Neuzugang Leigart (Zerrung) besteht Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr. Schon am Wochenende könnte es für einen Kurzeinsatz reichen. Doch das ist längst nicht in Stein gemeißelt und es könnte auch noch eine weitere Woche vergehen, bis Heil wieder auf Leigart setzen kann. Sicherer ist dagegen eine Qualitätserhöhung im Zentrum des Spielfeldes. Da steht Heil sein spielender Co-Trainer Kevin Gauer wieder zur Verfügung. Wenngleich im Gegenzug Arthur Wolf und Michael Menger (Bandscheibenvorfall) wohl ausfallen, ist Heil durchaus optimistisch.

„Wir haben uns das anders vorgestellt, aber es ist nichts passiert“, erklärt er. Ihn stimmt einfach das Engagement der Mannschaft zufrieden. „Ich sehe ja, wie die Mannschaft trainiert. Und sie will ja auch, ganz klar. Von dieser Seite gibt es nichts zu bemängeln.“ Zudem steigerte sich die SG auch in der Liga. Nach dem 0:5-Debakel beim VfL Fontana Finthen gab es eine Reaktion im Derby gegen den FSV Nieder-Olm. Auch, wenn am Ende ein 1:2 auf der Ergebnistafel stand, berichtet Heil: „Wir haben gut dagegengehalten und hätten nicht verlieren müssen.“ Hervor hob der Coach Torwart Pascal Reichert, die Innenverteidiger Bernd Fiedler und Eduard Wolf und auch beide Sechser Bilal Iqbal und Arber Sadiku machten einen gefälligen Eindruck bei ihm. Für die Zukunft und das Spiel am Sonntag in Gundheim wünscht er sich nun unbedingt zwei Dinge. „Wir müssen es lernen, uns körperlich besser durchzusetzen“ und „wir müssen unsere Chancen besser nutzen.“

Christoph Hartmüller, der Trainer des TSV Gau-Odernheim, möchte dagegen nicht mehr so unnötige Fehler wie in Gimbsheim sehen. „Wir haben zwei Tore im Aufbauspiel bekommen“, klagt er. Unter anderem deshalb fuhr der TSV mit einer 2:4-Niederlage bei einem „guten Gegner“ und ohne Punkte nach Hause. Damit der Lerneffekt aus der Pleite so hoch wie möglich ist, hat Hartmüller die Begegnung mit seinem Team genauestens analysiert. „Ich bin ein Trainer, der nach Niederlagen mehr mit den Spielern spricht. Wir müssen die Lehren daraus ziehen, dann ist die Niederlage sinnvoll.“ So legte er den „Finger in die Wunde“ und gab jedem Spieler eine „Einzelkritik.“

Jetzt am Sonntag, zuhause gegen Aufsteiger TuS Neuhausen, möchte der TSV wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. „Wir möchten uns erholt zeigen und den Dreier einfahren“, sagt Hartmüller, der beim Gegner eine „gute Qualität in der Offensive“ ausgemacht hat. Froh ist der Trainer, wieder auf Christopher Greiner bauen zu können. Der Jungspund ist nach seinem starken Auftritt beim Heimspiel gegen Türkgücü Mainz (5:0) auch sofort eine Alternative für die Startelf. Fraglich sind dagegen Sascha Nehrbass, der schon in Gimbsheim verletzungsbedingt passen musste und auch Björn Grimm plagt sich mit muskulären Problemen herum.

So wie die einen in die Erfolgsspur zurückkehren möchten, wollen die anderen in der Erfolgsspur bleiben. Der FSV Saulheim legte mit dem 5:1-Sieg beim TSV Zornheim und dem 2:1-Sieg gegen den SV Italclub Mainz einen bockstarken Saisonstart hin und plant daran anzuknüpfen. Der VfL Fontana Finthen wird am Sonntag um 15 Uhr etwas dagegen haben.