
Herr Davenport, wie geht es Ihrer Schulter. Bei den vielen Schulterklopfern müsste sie ziemlich schmerzen?
(schmunzelt) Also, meine Schulter ist so stabil, dass die das durchaus aushält. Aber im Ernst: Wir haben natürlich einen tollen Saisonstart erwischt, womit keiner gerechnet hat. Aber das Schulterklopfen war bisher noch nicht so ausgeprägt, weil alle davon relativ überrascht sind und erst mal eine Zeit brauchen, um das bisher Erreichte zu realisieren.
Sie sind als einziges Team noch ungeschlagen. Was macht Ihren Erfolg aus?
Ich glaube, wir haben durch den Aufstieg einiges an Euphorie mitgebracht. Und wir nehmen das ganze Projekt Aufstieg und Bezirksliga nicht auf die leichte Schulter – um bei dem Bild zu bleiben –, sondern gehen ernst an die Sache heran. Dafür trainieren wir enorm und gehen konzentriert und diszipliniert in die Spiele rein. Wir haben bei uns in der Mannschaft einen tollen Teamgeist. Das zusammen sind – so glaube ich – die Faktoren, die uns auszeichnen.
Wieviel Auftrieb hat Ihnen der 3:2-Sieg gegen den TuS Lingen gegeben?
Das war schon ein enormer Sieg, mit dem keiner gerechnet hat. Denn wir wussten um die Stärke des TuS. Nach sechs Minuten habe ich gedacht, oh Gott, bitte Trainer, hol‘ mich vom Platz. Ich will jetzt nach Hause. Aber wir haben trotzdem eine tolle Moral und tollen Teamgeist bewiesen. Und sind dann zurückgekommen. So ein Sieg vor 800 oder 900 Zuschauern ist natürlich enorm für uns und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl noch mal.
Nun hat es in der Vergangenheit schon häufiger Aufsteiger gegeben, die den direkten Durchmarsch geschafft haben. Für Ihre Mannschaft aber kein realistisches Ziel, oder?
Nein. Was im Moment bei uns realistisch ist, sind 35 bis 40 Punkte, die wir erreichen wollen. Je schneller natürlich desto besser. Aber wir sind uns durchaus bewusst, dass wir noch mal eine Durststrecke durchlaufen können. Und diese Durststrecke kann immer mal zehn sieglose Spiele hintereinander heißen. Wo wir keine Punkte holen. Von daher ist jeder Punkt, den wir jetzt in dieser guten Phase holen, für uns sehr, sehr wichtig. Was darüber hinaus zu erzielen ist, ist quasi das i-Tüpfelchen oder das Sahnehäubchen auf dem Kuchen.
Natürlich kann dieser große Einbruch noch kommen. Wagen Sie doch trotzdem mal eine Prognose, wo sie am Ende landen werden?
Heijeijei, da haben Sie mich jetzt aber erwischt. Eine Prognose? Platz 12.
