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Spielbericht

Der gebrauchte Tag

Eintracht verliert erst Fabien Spreitzer, dann Bahri Bayir, später den Überblick und am Ende das Spiel +++ Eigentor läutet 1:3 in Fußgönheim ein

von Mario Luge · 11.05.2019, 17:56 Uhr · 0 Leser
Kritische Blicke: SGE-Keeper Mark Becker und der eingewechselte Michael Gilles waren in Fußgönheim nicht begeistert, F: Schlitz
Kritische Blicke: SGE-Keeper Mark Becker und der eingewechselte Michael Gilles waren in Fußgönheim nicht begeistert, F: Schlitz
FUSSGÖNHEIM. Die SG Eintracht tut sich aktuell schwer in ihren Pfalz-Wochen. Drei Tage nach dem mühsamen 2:2 bei Schlusslicht SC Hauenstein mussten sich die Bad Kreuznacher beim krisengebeutelten ASV Fußgönheim mit 1:3 (0:2) geschlagen geben. Und das am Ende noch nicht einmal unverdient. In der Fußball-Verbandsliga Südwest rangiert die Mannschaft von Trainer Patrick Krick zwei Spieltage vor Rundenende auf dem neunten Platz.

Der Coach war nach Abpfiff freilich nicht zufrieden, sei es schließlich „das schlechteste Saisonspiel“ gewesen. Der 35-Jährige räumte aber auch ein: „Das kann passieren. Einige sind heute in ein Leistungsloch gefallen, und Fußgönheim hat es dann auch clever gemacht.“

Von Anfang an war es nicht der Tag der Kreuznacher gewesen. Noch vor Spielbeginn war die Nachricht vom Verband bei der SGE eingegangen, dass Fabien Spreitzer, der in Hauenstein mit Gelb-rot vom Platz geflogen war, aufgrund des Schiedsrichterberichts und einer damit verbundenen nachträglichen glatt-roten Karte für ein Spiel gesperrt wurde. Für ihn rückte kurzfristig Nils Flühr ins Team.

Als nächstes musste Bahri Bayir vorzeitig das Fußballspielen einstellen. Er war in der 35. Minute unglücklich auf den Arm gefallen, musste anschließend in Bad Kreuznach sogar zur Untersuchung ins Krankenhaus.

Sportlich setzte sich der gebrauchte Tag mit Cenk Ceylans Eigentor fort. In der 40. Minute segelte ein Einwurf in den Kreuznacher Strafraum, und der in dieser Runde so starke Innenverteidiger verlängerte per Kopf ins eigene Netz. „Mehr Eigentor geht nicht“, konstatierte Patrick Krick, der noch mehr gefrustet war ob des zweiten Gegentreffers: „Eigentlich ein zweites Eigentor.“ In einen viel zu kurzen Rückpass von Ceylan sprintete Benjamin Bischoff und erhöhte noch vor der Pause auf 2:0.

Und die Eintracht-Offensive? Die war nicht Fisch, nicht Fleisch in Sachen Toreschießen. Ein paar Halbchancen und eine gute Möglichkeit von Niklas Schneider, an diesem Tag genügte das bei weitem nicht für einen eigenen Treffer. Krick: „Wir kamen nie richtig in die Partie.“

Das Bild bestätigte sich in der zweiten Halbzeit: Für die Vorentscheidung sorgte Torjäger Julien Jubin mit dem 3:0 eine Viertelstunde vor dem Ende. Mit seinem fünften verwandelten Elfmetertor in dieser Saison sorgte SGE-Kapitän Sebastian Baumann dann nur noch für Ergebniskosmetik. Zuvor hatte sich Levi Mukamba endlich mal mit viel Herz durchgesetzt, konnte nur durch Foulspiel gestoppt werden. Anschließend hatte Schneider sogar noch den zweiten Gästetreffer auf dem Fuß, aber es blieb beim 1:3. „Ich bin natürlich sehr enttäuscht von unserer Vorstellung. Es kam einiges gegen uns zusammen, und da kannst du so ein Spiel eben auch verlieren“, so der Eintracht-Trainer. Gebrauchter Tag, schlechte Leistung: Ergibt eben eine Niederlage.

ASV Fußgönheim – SG Eintracht Kreuznach 3:1 (2:0)

  • Eintracht Kreuznach: Becker ­– Beltz, Rapp (66. Gilles), Ceylan, Flühr – Mukamba, Baumann, Ba. Bayir (35. Kosek), Be. Bayir (54. Öztürk) – Stavridis – Schneider.
  • Tore: 1:0 (40./ET) Ceylan, 2:0 (43.) Bischoff, 3:0 (72.) Jubin, 3:1 (77./FE) Baumann.
  • Schiedsrichter: Christopher Funk.
  • Zuschauer: 100.