2026-04-03T19:57:16.526Z

Allgemeines

Der Berliner AK zwischen Anspruch und Realität

Nach 13 Spielen hängt der Berliner AK mit nur 16 Punkten im Tabellenmittelfeld der Regionalliga Nordost. Auch ein Trainerwechsel hat bisher nicht den erhofften Effekt gebracht. Dabei sollte doch in diesem Jahr der große Angriff erfolgen.

von FuPa Berlin /mp · 29.10.2019, 08:41 Uhr · 0 Leser
Auch unter Dirk Kunert konnte bisher der gewünschte Erfolg noch nicht eingestellt werden.
Auch unter Dirk Kunert konnte bisher der gewünschte Erfolg noch nicht eingestellt werden. – Foto: Mehmet Dedeoglu Dedepress
2017/2018 landete der BAK auf Rang drei, ein Jahr später auf dem zweiten Platz, in diesem Jahr sollte nun die Krönung stattfinden. Platz eins und damit die Chance auf den Aufstieg in die 3.Liga waren das Ziel. Doch nach über einem Drittel der Saison herrscht in Berlin Moabit Ernüchterung statt Euphorie, denn nach dem Blitzstart mit drei Siegen aus drei Spielen konnte nur eine den letzten zehn Begegnungen gewonnen werden. Zu wenig für die Ansprüche beim Berliner AK.

Tor:
Pascal Kühn
Daniel Bittner
Uros Kabanica

Abwehr:
Florijon Belegu
Nico Beyer
Arthur Ekalle
Justin Gerlach
Oliver Hofmann
Marcus Mlynikowski
Leander Siemann

Mittelfeld:

Shawn Kauter
Enes Küc
Tim Oschmann
Niklas Brandt
Tolcay Cigerci
Ahmed Waseem Razeek
Alexander Siebeck
Rintaro Yajima
Cihan Kahraman
Alper Kara
Seyit Bicakci

Stürmer:

Pierre Merkel
Yusuf Coban
Abu Bakarr Kargbo
Tahsin Cakmak
Jacub Przybylko
Kay Michel

Der erste Eindruck:

War definitiv ein guter. Die Mannschaft, zu Saisonbeginn noch gecoacht von Ersan Parlatan, startete mit drei Siegen in die Saison. Errungen wurden diese gegen die Kellerkinder Bischofswerda und Halberstadt, sowie die Fehlstarter aus Fürstenwalde. Die Neuzugänge schienen die Qualität im Kader nochmal zu erhöhen. Es folgte die Pokalpause, welche den Rhythmus beim BAK ordentlich durcheinanderwirbelte. Die Gründe hierfür sind nicht bekannt. Erst folgte eine unerklärliche Niederlage gegen Lichtenberg 47, anschließend zwei vertretbare gegen die Spitzenteams der VSG Altglienicke, sowie die Zweitvertretung der Alten Dame. Mehmet Ali Han, Präsident bei den Moabitern, reagierte umgehend und setzte Ersan Parlatan vor die Tür. Während nach einem Nachfolger gefahndet wurde, konnte man gegen Erfurt zumindest einen Punkt ergattern. Als der ehemalige Hertha BSC-Jugendtrainer Dirk Kunert dann als Heilsbringer präsentiert werden konnte, schien der Weg nach oben geebnet zu sein. Doch der gewünschte Erfolg hat sich bisher nicht eingestellt. Nur ein Sieg, dazu noch drei Remis, die Bilanz des neuen Trainergespanns ist durchwachsen, der Tabellenplatz dürftig. Vor allem in der Defensive zeigen sich die Moabiter immer wieder Anfällig, in sechs Spielen kassierte das Team bereits zwei Gegentore, das Fehlen der Abwehrspieler Jan Koch (wechselte zu Cottbus), Oliver Hofmann und Nico Beyer (beide verletzt) wirkt schwer. Einziger Hoffnungsschimmer in diesen Tagen ist, dass der Rückstand auf die Tabellenspitze "nur" 13 Punkte beträgt. Angesichts der Ausgeglichenheit in der Liga scheint dies in diesem Jahr nicht uneinholbar zu sein - doch dafür muss eine Serie gestartet werden. Bis zur Winterpause stehen noch sechs Spiele an, davon ist lediglich Wacker Nordhausen zu den Spitzenteams zu zählen. Genügend Zeit und Gegner also, um noch vor dem Wintereinbruch wichtige Punkte einzufahren. Andernfalls dürften in der Pause mehrere Köpfe rollen.