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Ligavorschau

"Das wird ein Ritt auf der Rasierklinge"

Frauen-Hessenliga: Pfungstädterinnen verlieren ausgerechnet vor der Rückkehr viele Kräfte

von Redaktion · 18.08.2017, 16:21 Uhr · 0 Leser
F: Gerhard
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Am Samstag starten die Fußballerinnen der Hessenliga in die neue Saison. Mit dabei sind mit dem TSV Pfungstadt und der SG Ueberau zwei Teams aus den Fußballkreisen Darmstadt und Dieburg. Beide haben als Ziel den Klassenerhalt, wobei es für die Pfungstädterinnen besonders schwer werden wird.

Nach zwei Jahren der Abwesenheit meldet sich das Pfungstädter Frauenteam (früher bei Germania organisiert) zurück in der Hessenliga. Für Trainer Amir Afshar, der zuletzt die Männer des Kreisoberligisten Tvgg Lorsch trainierte, wird die Saison zur besonderen Herausforderung. Schließlich haben den TSV nicht weniger als acht Stammspielerinnen aus beruflichen Gründen verlassen. „Das wirft uns ganz schön zurück“, sagt TSV-Abteilungsleiter Thomas Krömmelbein. Zwar kann man mit Ramona Fulroth auf eine erfahrene Spielerin im Sturm setzen. Auch die Abwehr ist mit Conny Jegler und Cathy Schmucker im Kern zusammen geblieben. Dennoch hat Krömmelbein ein mulmiges Gefühl: „Die Liga ist mit dem Abstieg von Jahn Calden und Eintracht Wetzlar aus der Regionalliga stärker geworden. Zudem ist unsere Personaldecke ausgedünnt. Das wird ein Ritt auf der Rasierklinge.“

Junge Torfrau Kirchner als Hoffnungsträgerin

Da liegen viele Hoffnungen auf der jungen Torfrau Kimberly Kirchner. Die 20-Jährige soll mit ihren Reflexen dazu beitragen, dass der TSV möglichst wenige Gegentore fängt. Der Altersdurchschnitt des Teams liegt bei etwa 22 Jahren. Das erste Spiel am Samstag (17 Uhr) bei TuS Großenenglis wird wohl Aufschlüsse darüber geben, wie konkurrenzfähig der TSV ist. „Wir wollen dort schon einen Punkt mitnehmen“, sagt Krömmelbein.

Für die langjährige Trainerin der SG Ueberau, Petra Wolf, stellt sich die Situation entspannter dar. Nach ihrer Auffassung wurde die Mannschaft mit den Neuzugängen Tamina Weichel (TSV Pfungstadt), Kim Romanowski (SKG Ober-Beerbach), Kristina Link (TSV Großheubach) und Nele Janssen (TV Nieder-Klingen) verstärkt. Dennoch wird die Saison nicht einfach. Das liegt auch daran, dass die Mannschaft den Durchstieg von der Gruppenliga bis in die Hessenliga geschafft hat. Das Niveau der Hessenliga schätzt Wolf ebenfalls hoch ein.

Ueberau sieht nur das Manko Chancenverwertung

„Da wird erheblich schneller gespielt und Fehler werden schneller bestraft“, sagt Wolf. Deshalb lautet das Ziel ebenfalls Klassenerhalt. Mit dem Mannschaftskader lasse sich das realisieren, ist Wolf überzeugt. Der Kader sei ausgeglichen, es gäbe keine ausgemachten Defizite. Wenn überhaupt, so gelte es, an der Chancenverwertung zu arbeiten und eine mentale Stärke aufzubauen, um im Spiel auch Rückschläge einstecken zu können. Mit einem Mix aus älteren und jüngeren Spielern soll das gelingen. „Ich bin froh, dass wir einige Leitspielerinnen haben, an denen sich die jungen Spielerinnen orientieren können“, betont Wolf.

Letztmals vor sieben Jahren spielte Ueberau in der Hessenliga. Start in die Saison ist am Samstag um 15.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den MFFC Wiesbaden. Das Ziel ist es, gleich einen Sieg einzufahren.