2026-01-19T08:28:16.618Z

Ligavorschau
Gut gelaufen ist der Ball bislang beim TSV Buch. Ob das auch im Spitzenspiel gegen den ebenfalls unbesiegten TSV Neudrossenfeld so bleibt? F: Sebastian Kastner
Gut gelaufen ist der Ball bislang beim TSV Buch. Ob das auch im Spitzenspiel gegen den ebenfalls unbesiegten TSV Neudrossenfeld so bleibt? F: Sebastian Kastner

Das Spitzenspiel steigt im Knoblauchsland

Buch vs. Neudrossenfeld +++ Pegnitz und Stadeln kicken am Samstag +++ Quelle und Buckenhofen unter Druck +++ Vach in Oberkotzau Favorit

Wieder einmal messen sich alle Vertreter des Fußballbezirkes Mittelfranken mit Teams aus Oberfranken. Highlight der achten Runde ist sicherlich am Sonntag das Spitzenspiel zwischen den noch ungeschlagenen Mannschaften TSV Buch und TSV Neudrossenfeld. Zuerst am Samstag gegen Kirchenlaibach-Speichersdorf vorlegen und dann von einem Punktverlust von Buch profitieren möchte natürlich der FSV Stadeln. Bereits am Freitag heißt es hingegen Showdown für Dergahspor, das im Kellerduell in Strullendorf ebenso dringend punkten muss wie Quelle Fürth am Sonntag.

1. FC Strullendorf - Dergahspor Nürnberg (Fr., 18:30 Uhr)

Fast schon als Alles-oder-Nichts-Spiel hatten wir das vergangene Dergah-Heimspiel gegen Saas Bayreuth angekündigt. Der Konkurrent lag drei Zähler vor der Karali-Elf im hinteren Mittelfeld, zu dem die Nürnberger unbedingt Anschluss halten wollen. Und nach dem Spiel? Ist alles beim Alten! 0:0 endete die Partie und Dergah ist zwar weiterhin nicht abgeschlagen, aber als Tabellenvorletzter natürlich auf einem Abstiegsplatz. Und nun steht schon das nächste Alles-oder-Nichts-Spiel gegen einen oberfränkischen Gegner auf dem Programm. Die Strullendorfer haben nämlich wie Dergah vier Punkte auf dem Konto - und auch das Torverhältnis ist mit -10 identisch. Und auch die letzten Partien verliefen ähnlich: Jüngst stand für beide ein Unentschieden zu Buche, wenn auch für die Strullendorfer mit dem 2:2 gegen Neudrossenfeld wohl gegen einen stärkeren Gegner punkteten als es die Saaser für Dergahspor waren. Immerhin hatten die Nürnberger ihr Auswärtsspiel im Landkreis Kulmbach in der vergangenen Woche noch glatt mit 0:5 verloren. Strullendorf unterlag zeitgleich Friesen 2:5. Es ist also klar: Beide Teams benötigen einen Dreier, um einem bescheidenen Saisonstart nicht eine verkorkste Gesamtserie folgen zu lassen.


Der Zusammenhalt ist bei Dergahspor trotz des mäßigen Saisonstarts offenbar noch gegeben. Am Freitagabend zählen im Kellerduell in Strullendorf aber allein die Punkte. F: Dieter Rebel

ASV Veitsbronn-Siegelsdorf - FC Vorwärts Röslau (Fr., 18:30 Uhr)

Von einem bescheidenen Saisonstart kann man beim ASV Veitsbronn-Siegelsdorf nicht unbedingt sprechen. Zwar hat der Aufsteiger mit acht eingefahrenen Zählern nur einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone. Doch wer hätte gedacht, dass die als Außenseiter gehandelte Truppe von Dietmar Kusnyarik besser dastehen würde als Quelle Fürth, Buckenhofen und Dergahspor? Und das, obwohl der ASV am Mittwoch noch ein Nachholspiel gegen den ASV Pegnitz auszutragen hat! Seit vier Partien sind die Fußballer aus dem Landkreis Fürth nun schon ungeschlagen, zuletzt gewannen sie ihr Heimspiel gegen Oberkotzau gar mit 5:1. Immerhin zwölf erzielte Tore stehen aus sechs Spielen nun bereits zu Buche. Sollte Veitsbronn-Siegelsdorf seine Quote von zwei Treffern pro Spiel auch gegen Röslau einhalten, könnte es gegen den FC Vorwärts mit weiteren Punkten klappen. Allerdings: Einfach wird das gegen die auf dem sechsten Tabellenplatz rangierenden Fichtelgebirgler sicher nicht. Immerhin hat Röslau in seinen bisherigen sieben Partien erst sieben Gegentreffer kassiert.

ASV Pegnitz - SV Friesen (Sa., 16 Uhr)

Nach der leichten Pokalhürde vor zwei Tagen beim Sportring Bayreuth bekommt es der ASV Pegnitz zur Kirchweih mit einem spielstarken Gegner zu tun. Der amtierende Vizemeister SV Friesen steht momentan auf Platz vier mit 13 Punkten und ist auswärts noch ungeschlagen. Gegen den FC Trogen (2:2), ASV Vach (2:0) und beim 5:2-Sieg in Strullendorf sammelte die Mannschaft von Trainer Christoph Böger (46) sieben Punkte in der Fremde und wird versuchen den 1:0-Erfolg aus der letzten Saison in Pegnitz zu wiederholen. Vor der Saison musste man den Abgang von Toptorjäger Aleksander Hurec (25 Tore) verkraften, den es in die Regionalliga zum FC Eintracht Bamberg zog. Weiterhin verlor der SV Friesen mit Maurice Koch (1. FC Redwitz) einen weiteren Stammspieler. Trotzdem hat die Mannschaft aus dem Landkreis Kronach noch sehr viel Qualität aufzuweisen und will auch diese Saison wieder vorne mitspielen, so die Zielsetzung der Verantwortlichen. Mit Frank Fugmann, Tobias Dalke, Patrick Sudol und Rene Schubart verfügen die Grün-Weißen über noch etliche Spieler mit höherklassiger Erfahrung. Gerade die Ergebnisse des SVF gegen Trogen und in Vach zeigen wie schwer es für den ASV Pegnitz werden wird. Gegen diese beiden Mannschaften verlor der ASV Pegnitz jeweils mit 0:3 und zeigte vor allem große Schwächen in der Abwehr. Diesen allzu freizügigen Raum nutzen die gegnerischen Spieler immer wieder und so hat der ASV Pegnitz in der laufenden Saison im Punktspielbetrieb noch nicht zu Null gespielt und in sechs Spielen bereits 13 Gegentreffer kassiert. Auch am Donnerstag beim 12:1-Sieg im Pokalspiel in Bayreuth stand wieder nicht die Null. Gerade im Abwehrverhalten gilt es die Hebel anzusetzen, um etwas Zählbares mitzunehmen. Trainer Hugel kann bis auf die verletzten Schraml und Rolzing und Urlauber Erkan auf den kompletten Kader zurückgreifen. wn

FSV Stadeln - TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf (Sa., 16 Uhr)

Mit dem 2:3 in Pettstadt haben die Stadelner die Tabellenführung wieder an den TSV Buch abgeben müssen. Mit 18 Punkten aus sieben Spielen freilich ist man in Fürth mehr als zufrieden - zumal viele der jüngsten Erfolge trotz großer Personalsorgen eingefahren wurden. Im Kirchweihspiel am Samstag empfängt der FSV nun mit Kirchenlaibach einen unbekannten und gleichsam unangenehmen Gegner. Schließlich galt der Aufsteiger aus dem Landkreis Bayreuth - ähnlich wie die andere Elf, die sich aus zwei kleineren Orten zusammensetzt, der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf - als einer der Außenseiter der Liga. Doch ähnlich wie der ASV haben sich auch die Kirchenlaibach-Speichersdorfer bislang sehr gut in der neuen Liga zurecht gefunden und schon elf Punkte ergattert. Jüngst zeigten sie der SG Quelle Fürth beim 4:1-Erfolg die Grenzen auf. In Stadeln hofft man laut Vereinshomepage, dass die Urlaubszeit zu Ende geht und Jan Mazanec und Filiippo Carelli wieder zur Verfügung stehen. Markus Theil muss wegen der roten Karte vom letzten Spieltag pausieren und schmerzlich vermisst wird natürlich auch noch der länger verletzte Franz Ell.

TSV Buch - TSV Neudrossenfeld (So., 15 Uhr)

Das Spitzenspiel der achten Runde - und schon wieder sind die Bucher Jungs dabei. Und: Mittlerweile überrascht dies wohl niemanden mehr! Nach dem 3:1-Erfolg im vergangenen Spitzenspiel beim SV Friesen zeigt sich, dass der überragende Saisonstart der Rahner-Truppe wohl kein Zufall gewesen ist. Selbst ein 0:1-Rückstand im Frankenwald konnte die Bucher nicht beeindrucken. Noch immer ist der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf, bei dem Buch 0:0 spielte, das einzige Landesliga-Team, welches nach einem Match gegen den TSV nicht als Verlierer vom Platz gehen musste. Kaum vorstellbar, dass die Bucher diese Form, in welcher sie zum Kreis der Titelkandidaten gezählt werden dürfen, irgendwann einfach verlieren könnten. Doch Halt: Mit dem TSV Neudrossenfeld steht ein nächster echter Prüfstein vor der Tür. Unter der Woche unterlagen Grün-Weißen zwar im Totopokal der SpVgg Jahn Forchheim - und damit dem gleichen Gegner, der in der Runde zuvor den Buchern ihre bisher einzige Pflichtspielniederlage der Saison beibrachte -, doch in der Liga ist der TSV Neudrossenfeld ebenso wie sein Gegner noch ungeschlagen. Vier Siege und drei Unentschieden stehen bislang zu Buche. Ein wahres Spitzenspiel also im Knoblauchsland!

SpVgg Oberkotzau - ASV Vach (So., 15 Uhr)

Nach vier Partien ohne Dreier ist beim ASV Vach am vergangenen Wochenende der Knoten geplatzt. Zwei Treffer von Erhan Ceri und ein Tor des sehr starken Benjamin Pommer brachten den 3:0-Heimsieg gegen den ASV Pegnitz, wobei die Mannhofer gegenüber den Spielen zuvor eine deutliche Leistungssteigerung zeigten. Gegen die SpVgg Oberkotzau, die erst einen einzigen Punkt ergatterte und zuletzt gegen Veitsbronn-Siegelsdorf deutlich mit 1:5 unterlegen war, ist die Mannschaft von Trainer Reinhold Fischer klar favorisiert und könnte sich mit dem zweiten Dreier hintereinander in der Tabelle ein gutes Stück nach vorne arbeiten.

BSC Saas Bayreuth - SV Buckenhofen (So., 15 Uhr)

Im vierten Versuch wollen die Landesliga-Fußballer des SV Buckenhofen am Sonntag beim BSC Saas-Bayreuth die ersten Auswärtspunkte der Saison einfahren. SVB-Trainer Rainer Gerlitz ist zuversichtlich.

Sechs Punkte aus sieben Partien hat der SV Buckenhofen bisher geholt, fünf weniger als in der vorherigen Spielzeit. Momentan rangiert das Team auf einem Abstiegsplatz. „Kein Grund zur Panik. Mir ist nicht Angst und Bange“, sagt SVB-Coach Rainer Gerlitz, „wir haben uns nach der Klatsche zum Auftakt gegen Buch stabilisiert und spielen ordentlich Fußball. Nur fehlen uns die Tore.“ Beim 3:0 gegen seinen Ex-Verein Quelle Fürth hätte seine junge Truppe die nötige Coolness vor dem Tor gezeigt, zuletzt gegen Stadeln (0:1) und Burgkunstadt (1:3) fehlte sie wieder.

Am Sonntag trifft der SVB mit dem BSC Saas-Bayreuth auf einen Fast-Tabellennachbarn, der nur einen Zähler mehr auf dem Konto hat. „Sicher werden wir jetzt nicht planlos anstürmen. Die 1:4-Niederlage in der letzten Saison haben wir nicht vergessen“, erklärt Gerlitz, der auch im achten Saisonspiel personell noch nicht aus dem Vollen schöpfen kann. Außenverteidiger Dominic Zecho und Youngster Tobias Eisgrub fallen ebenso aus wie Mittelfeldmann Markus Valeri, der noch an einer Knieprellung laboriert. „Immerhin haben wir wieder rund 20 Mann im Training“, sagt Gerlitz, der für Zecho wieder Kay Zollhöfer aufbieten wird. Im Sturm ruhen die Hoffnungen erneut auf René Schrettenbrunner. „Er kommt nach seinem Urlaub immer besser in Form, hat gegen Burgkunstadt schon getroffen“, berichtet sein Trainer, der findet, dass auch Andreas Martin nur ein Erfolgserlebnis bräuchte, damit der Knoten platzt. KEVIN GUDD

SG Quelle Fürth - 1. FC Trogen (So., 15 Uhr)

Unglücklich verlor die SG Quelle jüngt mit 1:4 beim Kirchenlaibach-Speichersdorf. Zwar war die junge Fürther Mannschaft phasenweise sogar spielbestimmend gewesen und hatte nach dem 1:2-Anschlusstor durch Florian Gleißner noch einmal Hoffnung geschöpft, doch letztendlich wurde man unter Wert geschlagen und musste auch die dritte Heimreise nacheinander ohne zählbaren Erfolg antreten. Doch dem nicht genug: Auch vor der Heimbilanz der Fürther erstarren die Gegner nicht gerade in Ehrfurcht. Ein Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage - insgesamt zuhause wie auswärts eine negative Torbilanz. Den Saisonstart haben sich die Quelle-Kicker sicherlich anders vorgestellt. Ein Sieg gegen den zwar favorisierten, aber keineswegs unschlagbaren Bayernliga-Absteiger würde also mehr als nur gut tun.

Ohne mittelfränkische Beteiligung spielen:

1. FC Burgkunstadt - SV Pettstadt (Sa., 16 Uhr)

Aufrufe: 023.8.2013, 14:33 Uhr
A. Schmitt / wn (NN Peg.)/NN Fo.Autor