
Karadeniz-Coach Savas Kaya erwartet für Sonntag ein „hitziges Duell, in dem uns Alsenztal mit Power und Leidenschaft alles abverlangen wird.“ Sein Gegenüber Alex Raab hofft auf „Revanche für die unglückliche Vorrundenniederlage.“ Vor allem hofft der Trainer der Gastgeber auf ein „richtig geiles Match mit einzigartigem Flair vor mindestens 500 Zuschauern, das keiner in seiner Fußball-Laufbahn vergessen wird“. Wir beleuchten die Situation vor dem Verfolgerduell.
Die Ausgangslage: Beide Teams liegen punktgleich auf den Plätzen zwei und drei, sieben Punkte hinter Spitzenreiter Eintracht Kreuznach. Das Torverhältnis zählt am Ende nicht. -> Unentschieden
Das Restprogramm: Karadeniz hat wegen der Belegungen im Salinental nur noch vier Auswärtsspiele, die letzten beiden Partien gegen Abstiegskandidaten. Alsenztal kickt jeweils zweimal daheim und auswärts, nach Karadeniz gegen Teams aus dem Mittelfeld. -> Punkt Alsenztal
Die Form: Karadeniz gewann fünf der vorigen sechs Liga-Spiele, verlor nur gegen die Eintracht. Die SG Alsenztal verlor ebenfalls nur eine Partie, leistete sich in diesem Zeitraum aber zusätzlich noch ein Unentschieden. -> Halber Punkt Karadeniz
Direkte Vergleiche: Die SG Alsenztal liegt den Kickern aus dem Salinental. In fünf Jahren gewannen die Bad Kreuznacher fünf von neun Vergleichen, bei einem Unentschieden. Der letzte Alsenztaler Erfolg datiert aus April 2012, damals noch als FV Hochstätten. -> Punkt Karadeniz
Die Disziplin: Karadeniz verbuchte bereits acht Platzverweise und 72 Gelbe Karten. Dazu kommt der Spielabbruch gegen Weierbach. Die SG Alsenztal liegt in der Fairplaywertung auf Position vier. -> Punkt Alsenztal
Der Kader: Alsenztal hat eine bärenstarke erste Elf, bei mehreren Ausfällen wird‘s kritisch. Karadeniz hat in den Jahren zuvor immer wieder Leistungsträger verloren, ist aber aktuell in der Breite besser aufgestellt als in früheren Spielzeiten. -> Unentschieden
Die Offensive: Bei den Gastgebern teilen sich Yves Scheuermann (19 Treffer) und Oliver Benz (18) fast die Hälfte der insgesamt 79 Tore (etwa 3 Tore pro Spiel). Bei Karadeniz verteilen sich die 69 Einschläge (Schnitt 2,67 pro Spiel) auf mehrere Schultern. Beide Teams treffen nach der Eintracht am häufigsten. -> Unentschieden
Die Defensive: Grundsätzlich sind beide Defensivreihen recht sattelfest, Alsenztals Keeper Waldemar Baum muss weniger als einmal im Spiel hinter sich greifen. Sein Gegenüber Sinan Aydin etwas häufiger (1,2). -> Halber Punkt Alsenztal
Die Trainer: Alsenztals Alexander Raab, ehemaliger defensiver Mittelfeldspieler, geht gerne an der Linie in die Offensive. Er ist ein Trainer-Fuchs, fachlich kompetent und überaus engagiert beim Coaching. Das passt aktuell zur SG Alsenztal. Der zehn Jahre jüngere Karadeniz-Coach Savas Kaya hat noch nicht so lange Erfahrung auf dem Trainerstuhl, war aber selbst ebenfalls ein guter und vor allem kreativer Fußballer. Er hat seine Mannschaft mit wenigen Ausnahmen auf Kurs gebracht und wird sich auch am Sonntag etwas einfallen lassen. -> Halber Punkt Alsenztal
Personelle Situation: Hinter dem Einsatz von Mehmet Senel steht bei Karadeniz ein Fragezeichen, ansonsten kann Coach Kaya auf alle Spieler der vergangenen Wochen zurückgreifen. Bei Alsenztal fällt mit Oliver Benz ein ganz wichtiger Offensivmann – möglicherweise bis Rundenende – aus. Zu seinem Muskelfaserriss kam jetzt auch noch Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber. -> Punkt Karadeniz