
GW Anreppen – SV Atteln 3:3 (1:2): „Es sind bittere Punktverluste“, urteilte Attelns Fußballobmann Jörg Kahmen, der seinen aus privaten Gründen verhinderten Trainer Frank Ewert an der Seitenlinie vertrat. „Wir haben in der ersten Halbzeit super gespielt und müssen mindestens 3:0 führen“, berichtete Kahmen. Es stand allerdings nur 2:1 für den SVA, für den Marius Köhler (2.) und Hendrik Mühlenbein (35.) trafen. Nach einer Standardsituation konnte Yannik Peitz für die Hausherren verkürzen (39.). „Damit waren wir wieder im Spiel und das tat uns richtig gut“, sagte Anreppens Trainer Sebastian Potempa. Nach der Pause hatte Anreppen dann sogar die Möglichkeit sofort auszugleichen. Der spielende Co-Trainer Christoph Duda setzte jedoch einen fragwürdigen Strafstoß über das Tor, nachdem Andre Jähn von Alexander Pietsch regelwidrig im Strafraum gelegt worden sein sollte (53..) „Für mich hat er nur den Ball gespielt“, sah Kahmen eine Fehlentscheidung. Potempa sprach hingegen von einem Elfer, den man geben kann, aber nicht unbedingt muss. Eine Viertelstunde später sorgte Anreppens Henner Simon dann doch noch für das 2:2 (68.), ehe Atteln durch den Treffer von Nils Becker wieder in Front ging (80.). Joker Damian Duda, der erst vier Minuten zuvor eingewechselt wurde, bescherte den Grün-Weißen mit dem 3:3 (87.) doch noch einen Punktgewinn und brachte Atteln um den ersten Dreier in dieser Serie. Potempa: „Damian ist für Atteln ein Gespenst geworden. Letztes Jahr hat er das späte 1:1 gemacht und jetzt das 3:3.“
GWA: Meermeyer, Breder, Richter (83. D. Duda), Peitz, Jähn, Bunte, Piechota (88. Piasecki), L. Simon (68. Kersting), C. Duda, H. Simon, Bertelsmeier.
SVA: Mantasl, Pietsch (57. Wöhning), Kemper, S. Lauhoff, Hiseni, Lüken, Köhler, Diermann (75. Mader), Mühlenbein, T. Becker, N. Becker.
VfB Salzkotten – SV Dringenberg 0:2 (0:1): „Vielleicht sind einige noch im A-Liga-Modus“, redete Salzkottens Trainer Christian Nolte Klartext, „Es war ein völlig verdienter Sieg für Dringenberg. Wir haben im Kollektiv versagt und es gibt nichts schönzureden.“
In Durchgang eins hatte sein Team durch Frederic Rossie (Latte), Tim Schmidt sowie Maxim Bese durchaus gute Möglichkeiten, ehe die Gäste mit der ersten größeren Chance in Front gingen (33.). „Uns muss allen bewusst sein, dass die Gegner nicht lange fackeln. Wir dürfen uns keine großen Fehler erlauben“, monierte Nolte. Nach der Pause hätte Bese schnell egalisieren können, verzog jedoch. Stattdessen deutete sich im Anschluss das 0:2 mehr und mehr an. Und es fiel dann auch in Minute 58. Nolte: „Ich weiß nicht, ob es noch eine Weile braucht, weil wir viele Neuzugänge haben. So ist zumindest der Tenor in der Mannschaft. Uns fehlt jedenfalls noch die Konstanz.“
VFB: Spielmann, A. Peters, Lorenz (37. Schalk), Rossie, A. Wegener, T. Peters, Duda, Rempel (69. T. Wegener), Schmidt, Bese, Kocaman (36. Nolte jr.).
SCV Neuenbeken – TuS Erkeln 4:2 (0:1): „Wir haben wieder ein gutes Spiel gemacht, aber uns durch krasse individuelle Fehler wieder ins Hintertreffen gemacht“, sagte Neuenbekens Coach Thomas Braun. Zunächst spielte seine Defensive unnötig auf Abseits (0:1/12.) und dann rannten sich zwei Spieler gegenseitig über den Haufen (0:2/50.). Die eigenen Chancen wurden derweil vergeben. „Es war fast zum Verzweifeln“, meinte Braun. Dann aber begannen die magischen zwanzig Minuten auf der Bekekampfbahn. Daniel Lütkefedder erzielte nach Pass von Patric Smith per Abstauber den Anschlusstreffer (58.) und anschließend führten zwei Kopfballtreffer zur endgültigen Wende. Michael Janik netzte nach Flanke von Andre Smith (68.) und Niclas Pöppe nach einem Eckball von Jens Schröder ein (75.). Das 4:2 durch Mark Leinung per Strafstoß – Michael Janik war gefoult worden – bedeutete die Entscheidung (78.). Braun: „Wir haben uns das Glück zurückerarbeitet. Das war heute das Wichtigste.“
SCV: Stappert, Di. Nesic, Dawson (58. Bah), Schröder (90. Scherer), Leinung, Janik, Pöppe, Dalecki, P. Smith (58. A. Smith), Lütkefedder.
SV Heide Paderborn – BW Weser 1:0 (0:0): „Ich denke, dass der Sieg unter dem Strich nicht unverdient ist“, sagte Heides Coach Helmut Hartmann nach dem knappen Heimerfolg. In der ersten halben Stunde habe sein Team trotz Überlegenheit kein Tor erzielen können. Anschließend kam Weser besser ins Spiel „und hatte sich den Spielstand und den Punkt erkämpft.“ Als eigentlich keiner mehr mit einem Tor rechnete, traf Heides Semir Sijecic nach einer Flanke von Alexander Doms per Kopf zum umjubelten Siegtreffer (85.). „Mund abputzen und weitermachen“, verbuchte Hartmann den zweiten Heimdreier eher unter die Kategorie Arbeitssieg, wodurch sich die Rothekicker in der Tabelle sogar um einen Platz auch Rang drei verbesserten.
SVH: Müller, Bergschneider, Böttcher (83. Höcker), Shojaai, Curic, Tomea-Mallorquin, Doms, Seidler (62. D’Angelo), De Mello, Nowakowski (60. Domingues), Sijecic.