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Ligabericht

D'Aloia versetzt "Dräulzer" in Schockstarre

Weißtal holt Remis in Unterzahl - Ottfingen baut Führung aus - "Hicken" wohl abgestiegen

von Stefan Stark · 07.04.2019, 21:54 Uhr · 0 Leser
Torlos blieb das Derby am "Wüstefeld": Während der SV Germania Salchendorf (blaue Trikots) nun wohl auch die letzten Meisterschaftschancen verspielt haben dürfte, holte der TuS Deuz einen ganz wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Fotos (3): mk (2), sta
Torlos blieb das Derby am "Wüstefeld": Während der SV Germania Salchendorf (blaue Trikots) nun wohl auch die letzten Meisterschaftschancen verspielt haben dürfte, holte der TuS Deuz einen ganz wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Fotos (3): mk (2), sta

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SuS Niederschelden-Gosenbach - VfR Rüblinghausen 2:1
Die „Mannschaft der Stunde“ hat wieder zugeschlagen: Der SuS Niederschelden drehte gegen den VfR Rüblinghausen einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Heimsieg, gewann in diesem Kalenderjahr das sechste von sieben Spielen und hat den Klassenerhalt in der Bezirksliga so gut wie festgezurrt, während der Aufsteiger aus dem Kreis Olpe die dritte Niederlage in Serie quittieren musste.

In Rüblinghausen läuten nun wieder die Alarmglocken: „Wir müssen jetzt unbedingt die Kurve kriegen. Ansonsten wird es sehr sehr schwierig“, erklärte Coach Avdi Qaka nach Spielende, dessen Truppe so gut ins Match gefunden hatte und durch Maik Arens früh traf (7.) und es danach durch eine intensive Abwehrarbeit schaffte, die mit viel Ballbesitz und Spielanteilen ausgestatteten Schelder vom eigenen Tor wegzuhalten. Mehr als eine Chance von Florian Macziej hatte der „Spiel und Sport“ in den ersten 45 Minuten nicht, was sich nach dem Pausenwasser aber ändern sollte.

„Wir sind mehr in die Tiefe gegangen, waren so öfter hinter der Kette und es wurde mehrmals bei den Hereingaben gefährlich. Unterm Strich ist der Sieg verdient, wir haben mehr investiert. Für meine Jungs freut es mich, sie fahren den Lohn ihrer Trainingsarbeit ein“, applaudierte Wieczorek. Matthias Bachhofer (61.) und Lucas Mockenhaupt mit einem sehenswerten Schlenzer (82.) wendeten das Blatt und münzten die nun hohe Überlegenheit auch in Zählbares um, während Qaka haderte: „Wir hätten in drei Situationen auf 2:0 stellen können, haben es aber nicht gut ausgespielt. Nach dem 1:1 gingen die Köpfe nach unten. Zudem hatten wir Pech, dass Lukas Bindeck schon nach 17 Minuten runter musste und der eingewechselte Christian Griffel ebenfalls verletzungsbedingt nach der Pause passen musste. Wir hatten hinten heraus keine offensiven Optionen mehr.“

Schiedsrichter: Michael Rentrop - Zuschauer: 110
Tore: 0:1 Maik Arens (7.), 1:1 Matthias Bachhofer (61.), 2:1 Lucas Mockenhaupt (82.)




TuS Plettenberg - SG Hickengrund 6:2
Nach der 2:6-Pleite beim TuS Plettenberg ist die SG Hickengrund kaum noch zu retten und steht nicht nur mit eineinhalb Beinen in der Kreisliga, sondern eher mit neun von zehn Zehen. „Uns allen war klar, dass es heute eigentlich die letzte Chance ist. Wir haben es dieses Jahr wohl auch einfach nicht verdient, drin zu bleiben, wenngleich rechnerisch natürlich noch eine Chance besteht“, war HSG-Coach Yannik Brück betrübt.

In der Anfangsphase sah es keineswegs nach einem derartigen Torfestival aus, bis Plettenbergs Torjäger Vincent Schlotmann zweimal zuschlug (26. und 36.), beim 2:0 aber wohl deutlich im Abseits stand. „Nach dem Wechsel sind wir dann All-In gegangen“, sagte Brück und meinte damit, dass die „Hicken“ nun alles oder nichts spielen wollten. Doch Steve Lang (52.) traf beizeiten nach dem Wechsel und senkte die Köpfe der Gäste, die erst nach dem 4:0 von Schlotmann (66.) aufwachten. Sie kamen durch Marvin Theis (75.) und Philipp Rath (86.) sogar noch einmal heran, wurden aber durch „Viererpacker“ Schlotmann (88.) und Niklas Linke (90.) ausgekontert und müssen ausgerechnet zum 100-jährigen Vereinsbestehen wohl absteigen.

Schiedsrichter: Fabian Kost (SV Attendorn) - Zuschauer: 60
Tore: 1:0 Vincent Schlotmann (26.), 2:0 Vincent Schlotmann (35.), 3:0 Steve Lang (52. Foulelfmeter), 4:0 Vincent Schlotmann (66.), 4:1 Marvin Theis (75.), 4:2 Philipp Rath (86.), 5:2 Vincent Schlotmann (88.), 6:2 Niklas Linke (90.)




SV Fortuna Freudenberg - FC Altenhof 0:2
Der FC Altenhof hat nachgelegt: Dem 1:0-Heimsieg über den Kiersper SC folgte heute der 2:0-Auswärtstriumph bei Fortuna Freudenberg, wodurch der Landesliga-Absteiger seinen Vorsprung nach ganz unten auf drei Zähler ausbaute. Klar, dass Gäste-Trainer Oliver Mack hochzufrieden war: „Wir waren über 90 Minuten überlegen. Wenn es am Ende 4:0 für uns ausgeht, wird sich auch niemand beschweren. Und das gegen Freudenberg, das zuletzt dreimal gewonnen hatten. Uns hat die Umstellung, Christian Faust in die Innenverteidigung zu ziehen, viel Sicherheit verliehen. Ich würde heute allen Spielern eine 2+ geben, Redjep Habibi und Henrik Stahl sogar eine eins!“

Dass die Begegnung aber auf einem eher unterdurchschnittlichen Niveau stand, verschwieg Mack genau so wenig wie sein Pendant Dominic Solms, der resümierte: „Das war ein grausames Spiel. Wir waren nicht aggressiv genug, waren immer zu weit weg. Das ist aber kein Beinbruch für uns.“ Die „Wendschen“ bestimmten den ersten Durchgang und mussten nur einmal die Luft anhalten, als Keeper Imad Omar gegen Dustin Holzhauer parierte, während Altenhof mehr Chancen besaß, die deutlichste durch Bastian Schildt, der allerdings an Fortuna-Hüter Jonas Büdenbender scheiterte.

In Abschnitt zwei nahmen die Hausherren anfangs dann auch mehr teil und hatten durch Jonas Andrick und Manuel Söhler zwei Gelegenheiten, bevor Tobias Stevens (60.) den FCA nach vorne brachte. Habibi verpasste kurz drauf das 0:2, welches Stahl dann aber sieben Minuten vor Ende nachlegte. „Die schönste Erkenntnis ist heute, das wir auch verdient gewonnen haben“, jubilierte Mack.

Schiedsrichter: Elias Jessen - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Tobias Stevens (60.), 0:2 Henrik Stahl (83.)



SV Germania Salchendorf - TuS Deuz 0:0
In einem kampfbetonten, zum Ende hin sich extrem hochschaukelnden, aber selten fußballerisch gutklassigen Johannland-Derby trennten sich Germania Salchendorf und der TuS Deuz leistungsgerecht torlos.

„Das war ein Abnutzungskampf, den Deuz mehr angenommen hat als wir. Sie haben uns in Zweikämpfe verwickelt und haben es mit ihrem letzten Aufgebot auch gut gemacht“, zollte Marco Grisse, der Torwarttrainer der Germanen, den Gästen ein Lob, die sich weit zurückzogen und Salchendorfs schnellen Offensivspielern wenig Raum ließen. Bitter war zudem für die Hausherren, dass Taktgeber Thomas Klöckner kurz nach der Pause verletzt vom Feld musste und die letzten Minuten nur noch zu zehnt absolviert werden konnten, da Elias Houta, zuvor erst eingewechselt, ebenfalls verletzt runter musste, das Wechselkontingent aber bereits erschöpft war. Bis auf einige gefährliche Standards sowie den Aluminium-Treffer von Alexander Völkel im ersten Durchgang konnten sich die Germanen selten in Szene setzen, während die Gäste offensiv erst zum Ende der Partie wach wurden und durch Dennis Neuser (75./Pfosten) und Julian Tomasi (80./Kopfball knapp vorbei) dicke Chancen hatten. „Da hätten wir in Führung gehen und gewinnen können. Kämpferisch war das richtig stark von uns, der Punkt ist verdient“, meinte Rüdiger Honig, der Sportliche Leiter des TuS Deuz.

Hitzig wurde es vor den 250 Zuschauern am Ende: Salchendorfs Dominik Meiswinkel hatte bei einer Grätsche Gäste-Trainer Alexander Müller getroffen, eine Rudelbildung war die Folge: „Das war sehr undurchsichtig, wobei der Salchendorfer Spieler nichts dafür konnte. Er hat Alex aber voll mitgenommen, da sind unserem Coach die Gäule durchgegangen und der Schiedsrichter hat ihn des Feldes verwiesen“, erklärte Honig unaufgeregt. Die Deuzer erhielten sich mit dem Remis bei vier Punkten Rückstand die Chance auf den Klassenerhalt, während für die Germania der Zug nach oben nun endgültig abgefahren ist.

Schiedsrichter: Thorsten Götz (Kaan-Marienb) - Zuschauer: 250
Tore: -




Kiersper SC - SC Listernohl-Windhsn-Lichtringhsn 3:7
Aus dem Kellerduell mit dem direkten Tabellennachbarn Kiersper SC ging der SC Listernohl-Windhausen-Lichtringhausen mit einem 7:3-Erfolg hervor und brachte so zwischen sich und den neuen Drittletzten SV Setzen immerhin drei Punkte. Und das auch hochverdient!

Bereits zur Halbzeit hatten Dennis Busenius (2. und 39.) und Michel Aspelmeyer (45.) einen 3:0-Vorsprung herausgespielt, der noch hätter viel deutlicher ausfallen müssen, Aspelmeyer traf unter anderem noch das Lattenkreuz. „Eigentlich darf man da nicht meckern. Aber es war mehr drin. Wir haben Kierspe früh angelaufen, haben sie beschäftigt, waren gallig und konnten schnell umschalten“, war Dawid Jaworski zufrieden, der die Gefährlichkeit bei Standards durch die Hausherren („Da haben sie fast jeden Kopfball gewonnen“) herausstellte, die nach dem Seitentausch durch die „Buden“ von Damiano Intravaia (50.) und Philip Plachte (52.) urplötzlich wieder dran waren. „Da hatte ich Angst, dass wir wie in der Vergangenheit zusammenbrechen“, gab der LWL-Bankchef zu, doch Pascal Neumann (55.) beseitigte mit seinem Freistoß aus 35 Metern alle Ängste. Sebastian Arens (65./67.) sowie Aspelmeyer (76.) schraubten bei einem weiteren Gegentreffer von Intravaia (68.) das Ergebnis in die Höhe.

Schiedsrichter: David Wagener - Zuschauer: 72
Tore: 0:1 Dennis Busenius (2.), 0:2 Dennis Busenius (39.), 0:3 Michel Aspelmeyer (45.), 1:3 Damiano Intravaia (50.), 2:3 Philip Plachta (52.), 2:4 Pascal Neumann (55.), 2:5 Sebastian Arens (65.), 2:6 Sebastian Arens (67.), 3:6 Damiano Intravaia (68.), 3:7 Michel Aspelmeyer (76.)




SV Setzen - SV 1931 Ottfingen 0:2
Pflichtaufgabe erfüllt: Der SV Ottfingen gewann mit 2:0 bei Kellerkind SV Setzen – das durch die Niederlage auf den ersten Abstiegsplatz abgerutscht ist – und führt die Bezirksliga nun wieder mit zwei Punkten an (wobei Drolshagen weiterhin das Nachholspiel gegen LWL in der Hinterhand hat). Nicolas Bröcher (35.) und Julian Scheppe (90.+4) trafen für die Elf vom „Siepen“, die aber insbesondere im zweiten Durchgang Probleme hatte.

„Wir waren in der zweiten Halbzeit dem Ausgleich näher als Ottfingen dem 2:0. Da haben wir phasenweise gut gespielt. Cihan Yaman hatte zweimal das 1:1 auf dem Fuß, auch Tim Broszinski und Konstantin Haas hatten gute Möglichkeiten. Uns hat das Quäntchen Glück gefehlt, insgesamt war das eine deutliche Steigerung zur Vorwoche. Ordnung, Wille und Aggressivität haben gestimmt, bis zum 0:1 haben wir auch nicht viel zugelassen“, lobte SVS-Trainer Maik Wolf.

Sein Gegenüber Benjamin Simon war erleichtert: „Wir haben endlich noch einmal auswärts gewonnen! Wir hatten in der ersten Halbzeit vor dem 1:0 zwei riesengroße Chancen durch Fabian Kolb, Sebastian Erner und Enrico Balijaj sind nach dem Wechsel am starken Tin Böcher gescheitert. Hinten raus wurde es dann hektisch, weil wir halt das 2:0 nicht gemacht haben. Ich würde es mir entspannter wünschen, wichtig ist einfach nur der Sieg!“

Schiedsrichter: Lennart Hohmann - Zuschauer: 160
Tore: 0:1 Nicolas Bröcher (35.), 0:2 Julian Scheppe (90.+4)




FC Eiserfeld - SV 04 Attendorn 0:0
„Die Zuschauer haben zwei ebenbürtige Mannschaften gesehen, die taktisch sehr diszipliniert agiert haben. Ich hab uns ein wenig besser gesehen, aber das Unentschieden geht in Ordnung“, lautete das Fazit von Eiserfelds Trainer Andreas Maier nach dem 0:0 gegen den SV Attendorn, dessen Coach Bayram Celik analysierte: „Das Ergebnis ist gerecht, mit ein bisschen Glück können wir die Partie am Ende auch gewinnen.“

Einen Attendorner Auswärtserfolg verhinderte FCE-Keeper Jannik Löhr mit zwei starken Paraden gegen Picato Munot Lelo und David Heide kurz vor Ende und in der Nachspielzeit. Zudem wurde dem Landesliga-Absteiger ein Tor von Marvin Engelbertz nach sechs Minuten wegen Abseits aberkannt, was laut Celik strittig war. Auf Seiten der Siegerländer scheiterte Ruben Balthasar zweimal an Alexandros Goulas und Lukas Weber verzog knapp. „Wir wollten sicher stehen und ich dachte, dass Attendorn dann irgendwann aufmachen würde. Aber sie sind ebenfalls selten aufgerückt und haben uns auch nicht angelaufen“, skizzierte Maier das ausgeglichene Duell im „Helsbachtal“.

Schiedsrichter: Dominic Tillmann (SC Zurstraße) - Zuschauer: 100
Tore: -



TSV Weißtal - SC Drolshagen 2:2
Das Spitzenspiel des Tabellendritten TSV Weißtal gegen den Rangzweiten SC Drolshagen endete nach 96 hochintensiven, manchmal auch äußerst ruppigen Minuten mit einem 2:2-Unentschieden, was den beiden Bezirksliga-Topteams tabellarisch nicht so richtig weiterhilft.

Als moralischer Sieger ließen sich hernach aber trotzdem die Fusionskicker aus Rudersdorf und Gernsdorf feiern, die immerhin über eine Stunde mit einem Mann weniger auskommen mussten und mit Daniel Singhateh ihren Kapitän früh verloren. Hätten die „Dräulzer“ ihre 2:1-Führung über die Runden gebracht, hätten wohl alle Anwesenden unter den 207 Zuschauern am „Henneberg“ bei der Gelb-Roten Karte von der spielentscheidenden Situation gesprochen. Vier Fouls, darunter eine Grätsche an der Mittellinie und dann schlussendlich die Attacke gegen SCD-Keeper Tom Gummersbach, waren zuviel der „Herrlichkeit“, nach 35 Minuten war richtigerweise Schluss für Daniel Singhateh.

„Das ist ärgerlich. Er rutscht weg und geht dann in den Torwart. Aber trotzdem ist es ein klares Foul“, konstatierte auch Weißtals Spielertrainer Konstantin Volz, der selbst nach 20 Minuten an einer ganz unglücklichen Szene beteiligt, aber schuldlos war: Sebastian Wasem kam nach einem Zweikampf mit Volz auf dem Kunstrasen auf und verdrehte sich sein Knie. Das sah böse aus, der spielende „Co“ der „Dräulzer“ musste ausgewechselt werden.

Bis dahin hielt das Verfolgerduell durchaus das, was es versprach: Beide Mannschaften ließen die Kugel gut laufen, wobei aber nur eine echte Torchance heraussprang, als SCD-Angreifer Mike Schwarz einen Kopfball freistehend aus sechs Metern nicht setzen konnte. „Weißtal ist provokativ ganz extrem hart eingestiegen“, befand Holger Burgmann, der Trainer der Gäste, nicht zu Unrecht. „Drolshagen hat aber auch nicht zurückgesteckt“, entgegnete derweil Volz, dessen Truppe fünf Minuten vor der Halbzeit durch Luca D‘Aloia erstmals richtig gefährlich wurde. Insgesamt übten sich die Kontrahenten nach dem „Wasem-Aus“ dann aber immer wieder in unzähligen Zweikämpfen gepaart mit vielen Nickligkeiten. Einige Spielunterbrechungen waren die Folge und Referee Oguzhan Gülacan hatte gewiss schon deutlich einfache Partien zu leiten als diese. Er pfiff insgesamt sehr gut, lag aber einmal – beim 2:1-Führungstreffer der Sauerländer – richtig daneben.

Hatte die Burgmann-Elf im ersten Durchgang mehr Ballbesitz verzeichnet, so änderte sich dies direkt nach dem Wechsel überraschenderweise. Die zehn-Mann-starken Weißtaler hatten nach Wiederbeginn mehr vom Spiel und kamen durch Steffen Heimel, der sich toll über seine rechte Seite durchsetzte und Gummersbach auch noch tunnelte zum 1:0 (55.). Doch Drolshagen antworte prompt: Mike Schwarz tankte sich über außen durch und die Hereingabe semmelte Philipp van Gerven zum Ausgleich ins Netz. Das war 180 Sekunden nach der Führung der Heimelf, die nun von Minute zu Minute mehr in die eigene Spielhälfte gedrängt wurde, sich aber auf Keeper Marcel Schneider verlassen konnte, der bei der größten Möglichkeit Drolshagens durch Christian Rieder (60.) klasse parierte.

So ganz überraschend kam die Führung des Tabellenzweiten nach 77 Minuten also nicht, war aber trotzdem sehr bitter für die „Schneeweißen“, da Eike Pfeiffer eineinhalb Meter im Abseits stand, nicht zurückgepfiffen wurde und Sinan Kesen einsetzte, der zum 1:2 einschob.

Weißtal hatte zwar durchaus auch Räume für Konter, spielte aber fast immer zu unpräzise. Fast! Denn nach 84 Minuten steckte Heimel durch auf Jan-Michael Moses, in dessen Hereingabe grätschte Luca D‘Aloia und besorgte mit der Schuhspitze den Ausgleich (84.), der hernach zugab: „Es sah nicht mehr so aus, als würden wir noch zurückkommen. Aber ich habe dran geglaubt. Jetzt sind wir einfach nur glücklich.“ Sein Trainer resümierte: „Wenn man 60 Minuten in Unterzahl gegen eine so hochklassige Mannschaft spielt, dann ist man mit dem Ergebnis hochzufrieden. Das ist ein Riesenerfolg für die Mannschaft und für die Moral.“

Schiedsrichter: Oguzhan Gülacan (VfB Altena) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Steffen Heimel (55.), 1:1 Philipp Van Gerven (58.), 1:2 Sinan Kesen (77.), 2:2 Luca D`Aloia (84.)
Platzverweise: Gelb-Rot gegen Daniel Singhateh (34./TSV Weißtal)