
Roy Beck, der zuletzt die zweite Mannschaft der BSG Wismut Gera trainierte, übernimmt damit das Amt von Marcel Peters, der künftig für Grün-Weiß Stadtroda spielen wird. Neben Peters wechselte auch Torjäger Rico Heuschkel nach Stadtroda.
Dieser Sommer steht für Blau-Weiß Niederpöllnitz im Zeichen des Umbruchs. Personell bewegt sich einiges. Eine zweite Mannschaft schickt der Club diesmal nicht ins Rennen. So bildet sich die Mannschaft aus den verbleibenden Spielern des ehemaligen Landesklasse-Kaders und den Kickern der ehemaligen Zweiten. Neu im Verein ist Trainer Roy Beck. In der Vorsaison war Beck noch als Coach der zweiten Mannschaft von Wismut Gera aktiv. Das Team stieg aus der der Kreisoberliga in die Kreisliga ab.
Kontakt zu Niederpöllnitz gab es übrigens in den vergangenen Jahren schon öfter, erzählt Beck im FuPa-Gespräch. Da sagte der Trainer allerdings stets ab, weil er bei der BSG Wismut Gera in der Verantwortung stand. „Diesmal war die Sachlage ein bisschen anders. Steffen Rüdiger hatte mich angerufen. Da hatte ich auch nochmal abgelehnt, weil ich zu dem Zeitpunkt noch Trainer bei Wismut 2 war und auch schon in die Planung für die neue Saison gegangen bin. Drei Tage späte wurde mir mitgeteilt, dass man für die die Mannschaft einen anderen Trainer suchen will und ich da nicht mehr gebraucht werde. Daraufhin habe ich Steffen zurückgerufen“, beschreibt Beck das Zustandekommen. Nach einem Gespräch mit den Verantwortlichen von Blau-Weiß Niederpöllnitz und dem Vorstand der BSG Wismut Gera war die Sache schließlich in trockenen Tüchern. „Dann stand fest, dass ich ab jetzt Trainer in Niederpöllnitz mache. An der Aufgabe hat mich gereizt, dass es die Kreisoberliga ist und der Verein auch Interesse an mir gezeigt hat. Auch die Aufgabe eine neue Mannschaft zusammenzustellen, aus Spielern mit Landesklasse-Erfahrung und jungen Spielern, die Kreisklasse gespielt haben und Talent haben, das man weiterentwickeln kann“, blickt der Trainer auf seine neue Aufgabe.
Dass er einige Leistungsträger der Vorsaison nun nicht mehr zur Verfügung hat, weiß Roy Beck freilich auch, Kopfzerbrechen bereitet ihm das aber augenscheinlich nicht. Ziel sei es eine Mannschaft in der Kreisoberliga zu formen, junge Spieler einzubeziehen und zu entwickeln. „Personell ist ein Gerüst da aus dem ehemaligen Landesklasse-Kader. Hinzu kommen Spieler aus der zweiten Mannschaft. Die gibt es so jetzt nicht mehr. Da kann man die jungen talentierten Spieler ranziehen, was ich für sehr wichtig halte. Es wird eine spannende Aufgabe.“ Unter dieser Maxime gibt der Coach der Blau-Weißen auch keine Tabellenplatzierung als Zielstellung aus. Ganz weit oben steht nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, um die Mannschaft ohne den großen Druck entwickeln zu können. „Wir wollen in der Kreisoberliga gut mitspielen und schnellstmöglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Wir wollen in ruhigen Fahrwassern sein und uns auf die Aufgabe konzentrieren, die jungen Spieler zu entwickeln, ohne Abstiegssorgen. Ziel ist es, guten und attraktiven Fußball zu spielen, so dass es den Jungs auch Spaß macht“, beschreibt Roy Beck die Agenda.
Einfluss auf die Kaderplanung der bevorstehenden Spielzeit hatte Beck selbst übrigens nicht. Das lag am Zeitpunkt des Zustandekommens. „Das war alles nach dem 30.06. Da war es fast unmöglich noch Spieler herzuholen. Das habe ich mir definitiv für den Winter auf die Agenda geschrieben“, verrät der Trainer, der das Verstärken des Kaders nicht aus den Augen verlieren wird.