
Elfeinhalb Jahre war er jetzt bei seiner DJK Sparta Noris verwurzelt, und es gibt wohl kaum ein Amt, das Christian Jonczy in dieser Zeit nicht innehatte: "Von den Kleinen bis zu den Großen hab ich fast alle trainiert, außerdem war ich Jugend- und Abteilungsleiter", so Jonczy, der trotz seiner erst 30 Jahre ein bekanntes Gesicht im Nürnberger Amateurfußball ist - und die DJK Sparta Noris lange Jahre quasi verkörperte. Jetzt zieht es ihn zur SpVgg Mögeldorf 2000, wo er die A-Jugend übernimmt.
Doch warum wechselt ein Ehrenamtler trotz solch enger Bindungen den Verein? "Es gab jetzt immer wieder Differenzen und Streitigkeiten mit dem Jugendleiter. Irgendwann reichte es mir, ich hab gekündigt. Darauf haben es wohl einige auch angelegt", so Jonczy. Dass sich zahlreiche Spieler und Eltern für den Verbleib des gelernten Keepers, der zuletzt die C-Jugend trainiert hatte, stark gemacht hatten, änderte nichts daran: Jonczys Zeit bei der DJK ist abgelaufen.
Ein Haufen Vereine hätten sich gemeldet, nachdem sein Entschluss bekannt wurde, so Jonczy, wollten sich sein Engagement, seine Fußballverrücktheit sichern. Seine Entscheidung fiel auf die SpVgg Mögeldorf, einen nicht nur strukturell gut aufgestellten Verein. "Das Projekt reizt mich", sagt Jonczy, der in dieser Saison zunächst ein Ziel verfolgt: Er will mit seiner neuen A-Jugend, die derzeit in der Kreisliga Nürnberg auf einem Abstiegsplatz steht, den Klassenerhalt schaffen. Schwer wird es ihm wohl nicht fallen, hier irgendwann auch neue Wurzeln zu schlagen.