2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Nach dem Pokalerfolg gegen Melle wollen die Haselünner (rechts Jens Kötting) in der Liga auch ihr Heimspiel gewinnen. Foto: Leißing
Nach dem Pokalerfolg gegen Melle wollen die Haselünner (rechts Jens Kötting) in der Liga auch ihr Heimspiel gewinnen. Foto: Leißing

BW Papenburg mit Respekt vor Schapen

Emsbüren in Favoritenrolle - Lohne gegen SVM II - Altenlingen bei Union

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BW Papenburg will am 10. Spieltag seine Tabellenführung gegen Aufsteiger Schapen behaupten. Union Lohne empfängt den SV Meppen II, während Altenlingen in Spiel eins nach der ersten Niederlage zu Union Meppen fährt. Emsbüren, Laxten und Haselünne spielen daheim. Lingen und Dörpen müssen auswärts ran.

BW Papenburg - FC Schapen (Sonntag, 15 Uhr)

BW Papenburg ist in der Fußball-Bezirksliga derzeit das Maß aller Dinge. Nach fünf Siegen in Serie und insgesamt acht ungeschlagenen Partien in Folge steht die Mannschaft von Thomas Priet verdient an der Tabellenspitze. Am Sonntag treffen die Papenburger auf den Tabellendreizehnten FC Schapen (15 Uhr).

Trotz der auf dem Papier deutlichen Ausgangslage hat Priet vor dem Gegner großen Respekt: „Schapen schlägt sich bisher unter Wert. Das ist eine spielstarke Mannschaft, die viele Spiele unglücklich verlor.“ Unter der Woche gewann Papenburg zwar 3:1 beim Türkischen Verein Nordhorn, mit der Leistung war Priet jedoch überhaupt nicht einverstanden. „Ich hoffe, das war der Schuss vor den Bug. Wir müssen von der ersten Minute hochkonzentriert an die Sache gehen, mit der Einstellung aus dem Nordhorn-Spiel wird es nicht reichen.“

Voll des Lobes für die Papenburger ist Priets Pendant auf der Gegenseite, Hendrik Bemboom. Der Schapener Trainer, der die Papenburger zuletzt zweimal beobachtete, sieht sein Team als klaren Außenseiter: „Für mich ist Blau-Weiß derzeit der absolute Titelfavorit. Die Mannschaft wirkt sehr homogen und ist hervorragend gemixt mit schnellen, spielerisch starken Offensivakteuren und kampfstarken Verteidigern. Wir fahren dort aber natürlich nicht hin, um zu verlieren“, fügt Bemboom mit einem kleinen Lächeln an. „Unsere Mittel sind begrenzt. Primäres Ziel wird natürlich erstmal sein, die Null möglichst lange zu halten und, wenn sich die Chance bietet, gezielte Nadelstiche nach vorne zu setzen. Wir haben ja nichts zu verlieren, auch wenn wir derzeit einen kleinen negativen Lauf haben und eigentlich dringend Punkte benötigen.“
Schmerzhaft wiegt die derzeitige personelle Situation beim FC. Neben dem Langzeitverletzten Timo Placke fallen nun auch Henrik Beerboom und Kapitän Christoph Brüggemann, der an einer Mandelentzündung laboriert, definitiv aus. Zudem steht hinter dem Einsatz von Kevin Thiel und Torsten Thale, der erst letzte Woche seinen ersten Kurzeinsatz für den FC bestritt, ein großes Fragezeichen.

Emsbüren - Wielen (Sonntag, 15 Uhr)

Tabellenzweiter gegen Vorletzter - die Ausgangslage vor der Partie zwischen Concordia Emsbüren und GW Wielen ist klar (Sonntag, 15 Uhr): Die Concorden gehen als Favorit in die Partie.

Mit allmählich beeindruckender Konstanz agieren die Emsbürener in dieser Saison und lassen sich auch nicht von Rückschlägen aus der Bahn werfen. Der 0:3-Niederlage gegen BW Papenburg folgten zuletzt zwei Zu-Null-Siege gegen den FC Schapen und Olympia Laxten. Klar, dass Trainer Gerd Heuermann zufrieden ist, wenn auch er mit der Leistung gegen Laxten nicht ganz einverstanden war. „Da hat uns ein durchschnittliches Spiel gereicht. Das wird nicht immer so laufen“, warnt er davor, die Wielener auf die leichte Schulter zu nehmen. Auch wenn Wielen erst einen Saisonsieg einfuhr, gilt der Liga-Dino auch für Heuermann als unangenehmer Gegner: „Wielen steht sehr kompakt und verlegt sich größtenteils aufs Kontern. Mit Artur Agblo steht vorne allerdings jemand drin, der immer für ein Tor gut ist. Mal sehen, wie wir die Festung knacken“, schmunzelt er. „Natürlich wollen wir gewinnen, wir wissen aber auch, was im Fußball alles möglich ist.“
Personell stehen dem Concorden-Coach derzeit nicht viele Alternativen zur Verfügung. Simon Thiering weilt in New York und auch Peter Sabel ist voraussichtlich nicht dabei. Hinzu kommen verletzungsbedingte Ausfälle von Alexander Verst, Henning Humbert, Alexander Lindner, Mario Humbert und Lars Feldkamp, der erkrankt ist. Zwar ist das Gros der Stammspieler noch einsatzbereit, die zweite Reihe bereitet Heuermann aber Sorgen.

Haselünne - Weiße Elf Nordhorn (Sonntag, 15 Uhr)

Groß war der Jubel am Donnerstag, als der Haselünner SV im Bezirkspokal den SC Melle mit 3:2 niederrang und ins Halbfinale einzog. Am Sonntag folgt jedoch bereits wieder der Ligaalltag, wo der HSV um 15 Uhr auf VfL WE Nordhorn trifft.

„Wir wollen gewinnen, das ist gar keine Frage“, betont Haselünnes Sportlicher Leiter Thomas Rensing. „Wir müssen aber natürlich aufpassen, dass wir auf dem Boden bleiben und nicht abheben. Es wäre schön wenn wir den Schub aus dem Pokal mitnehmen können und mit viel Schwung und Rückenwind in die Partie gehen können.“ Somit könnten die Haselünner den Anschluss an die Tabellenspitze weiter herstellen.
Vor dem Gegner aus der Grafschaft hat Rensing dennoch eine Menge Respekt. „Die sind für uns schwer einzuschätzen. In der Regel sind sie aber ein schwieriger Gegner, die in der Tabelle noch nicht da stehen, wo sie sich sehen.“ Derzeit liegt das vom oberligaerfahrenen Spielertrainer Herion Novaku trainierte Team lediglich auf den zehnten Tabellenplatz und unterlag zuletzt Union Lohne und dem SV Bad Bentheim verdient. „Mit Florian Havenga und Florian Kribber steckt in der Offensive eine Menge Qualität“, weiß Rensing.
Die personelle Situation beim HSV gestaltet sich relativ entspannt. Hinter Abudi El-Khalil, der sich gegen Melle leicht verletzte, steht noch ein Fragezeichen. Ansonsten fehlt lediglich Offensivmann Frederick Famiyeh.

Union Lohne - SV Meppen II (Sonntag, 14.30 Uhr)

„Drei Punkte sind das Ziel“, macht Union Lohne-Trainer Hardy Stricker vor der Partie gegen die Reserve des SV Meppen unmissverständlich klar, wie die Erwartungshaltung aussieht (Sonntag, 14.30 Uhr). Dabei wollen die Lohner vor allem an die starke Leistung in der Vorwoche bei VfL WE Nordhorn anknüpfen. Beim 3:0-Sieg präsentierten sich Strickers Mannen in hervorragender Verfassung.

Aber auch die Meppener Zweitvertretung machte zuletzt positiv auf sich aufmerksam. Durch zwei wichtige Siege in Folge ohne Gegentor gegen Borussia Neuenhaus und Union Meppen machte das Team von Damir Bujan einen Sprung auf Platz 11 in der Tabelle und konnte die Abstiegszone erst einmal verlassen. Die Aufgabe in Lohne dürfte jedoch ungleich schwieriger werden, zumal die Regionalliga-Mannschaft des SVM zeitgleich im Einsatz ist. „Verstärkung“ ist also nicht zu erwarten.
Über derartige Gedankengänge macht sich Stricker allerdings überhaupt keinen Kopf: „Ob es jetzt ein Vor- oder Nachteil ist, will ich nicht beurteilen. Die haben trotzdem Jungs, die gut Fußball spielen können“, respektiert er den Gegner. „Wir müssen einfach nur das abrufen, was wir können, dann sind wir auf einem guten Weg. Wenn wir am Sonntag gewinnen, sind wir auch in der Tabelle in einer guten Ausgangsposition.“
In personeller Hinsicht muss Stricker auf Marco Wefers, Patrick Humbert und Torwart Markus Schulten verzichten.


Union Meppen - Altenlingen (Sonntag, 15 Uhr)

Vor einem anspruchsvollen Wochenende steht am Sonntag um 15 Uhr Union Meppen beim Spiel gegen den ASV Altenlingen. Beim Blick auf die Tabelle scheint die Konstellation klar zu sein: Union steht auf dem 15., der ASV auf dem 3. Tabellenrang. Zwar stolperten die Altenlingener zuletzt beim 1:1 gegen Borussia Neuenhaus und kassierten bei BW Dörpen die erste Saisonniederlage, dennoch ist auch für Unions Trainer Wilfried Köther die Ausgangslage deutlich: „Wir sind der klare Außenseiter.“
Gerade vor heimischem Publikum schwächeln die Esterfelder diese Saison enorm. Noch kein Punkt steht zu Buche, beim 1:3 am Donnerstag gegen Vorwärts Nordhorn gelang immerhin das erste Heimtor. Sorgen bereiten Köther auch die vielen Ausfälle in seiner Mannschaft. Während Fynn Leising zu einem Auslandsjahr nach Neuseeland aufgebrochen ist stehen verletzungs- und urlaubsbedingt auch hinter vielen weiteren Spielern wie Christian Stolte, Peter van der Zwaag, Jan-Ole Schmidt oder Tobias Konietzko noch dicke Fragezeichen. „Wir müssen zusehen, das irgendwie kompensieren zu können“, hadert Köther mit der personellen Situation. Zwar kehrte am Donnerstag nach längerer Pause Abwehrchef Igor Konusch für 20 Minuten zurück in die Mannschaft, dies war allerdings eher aus der Not geboren: „Wir hatten keinen Abwehrspieler zur Verfügung. Es war deutlich zu sehen, dass Igor noch nicht wieder richtig fit ist“, so der Meppener Coach.

Neuenhaus - TuS Lingen (Sonntag, 14 Uhr)

Der TuS Lingen hat die richtige Antwort gegeben. Nach den Niederlagen gegen Altenlingen und Dörpen folgten die klaren Erfolge gegen Bad Bentheim und im Pokal beim 6:0 gegen Dinklage. Logisch, dass der TuS auch am Sonntag beim Tabellenschlusslicht Borussia Neuenhaus als klarer Favorit ins Rennen geht (14 Uhr). „Wir nehmen die Favoritenrolle an. Der Punkt von Neuenhaus gegen Altenlingen sollte jedoch Warnung genug sein“, mahnt der sportliche Leiter Thomas Menken davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Neuenhaus wird mit bedingungslosem Einsatz verteidigen und sich hinten rein stellen. Unsere Offensive sollte normalerweise jedoch stark genug sein, um den Riegel zu knacken“, ist Menken optimistisch. „Es gilt nur irgendwie die drei Punkte mitzunehmen und dann den Blick wieder nach vorne zu richten.“ Karsten Ennen zog sich unterdessen im Pokal eine Bänderdehnung zu und wird am Sonntag ausfallen.

Bad Bentheim - Dörpen (Sonntag, 14 Uhr)

Positiv gestimmt reist BW Dörpen am Sonntag zum SV Bad Bentheim (14 Uhr). Nach dem 3:0-Erfolg unter der Woche gegen den ASV Altenlingen haben die Dörpener den Anschluss ans obere Mittelfeld wiederhergestellt. „Wir erinnern uns gerne ans letzte Jahr zurück, als wir in Bad Bentheim gewannen“, sieht Dörpens Sportlicher Leiter Johnny Bojer in Bad Bentheim ein gutes Pflaster für seine Mannschaft. „Wir wären diesmal allerdings auch mit einem Punkt zufrieden“, betont Bojer den Respekt vor dem starken Gegner.

Ebenfalls Grund zur Freude bietet das sich lichtende Lazarett. Mit Rainer Sinnigen und Torhüter Gerd Konen sind nur noch zwei Spieler nicht einsatzfähig. „Vor ein paar Wochen hat sich die Mannschaft noch selbst aufgestellt. Jetzt haben wir endlich einen auch in der Breite starken Kader zur Verfügung“, so Bojer. Ein Extralob verdiente sich Alexander Freericks, der Konen im Tor vertritt. „Er macht seine Sache hervorragend.“

Laxten - Vorwärts Nordhorn (Sonntag, 15 Uhr)

Ein ganz anderes Auftreten als am Donnerstag gegen Concordia Emsbüren will Olympia Laxtens Trainer Guido Berndsen am Sonntag gegen Vorwärts Nordhorn sehen (15 Uhr). „Gerade in der ersten Halbzeit waren wir viel zu ängstlich“, bemängelte Berndsen fehlende Aggressivität bei der 0:2-Niederlage seiner Mannschaft. Zwar war im zweiten Durchgang eine Leistungssteigerung erkennbar, dennoch sprach Berndsen von einer verdienten Niederlage. „Maximal ein Punkt wäre drin gewesen.“ Vor den Nordhornern hat der Laxtener Übungsleiter Respekt: Gerade in der Offensive verfügen sie über große spielerische Qualität.“

Derweil lichtet sich langsam das Laxtener Lazarett. Chris Völker, Mirko Köster und Daniel Peters sind wieder im Mannschaftstraining. Ob ein Einsatz jedoch bereits realistisch ist, steht noch in den Sternen.







Aufrufe: 04.10.2013, 17:32 Uhr
Hendrik NiebuhrAutor