
An der Tabellenspitze der Kreisklasse 4 zieht der SV Poppenreuth weiter relativ einsam seine Kreise, für den SV gab es mit 6:1 über Großgründlach Sieg Nummer elf. Schärfster Verfolger bleibt der ASC Boxdorf. Die Truppe um den ehemaligen Zweitligaspieler Alexander Eberlein verteidigte Platz zwei mit einem 2:1 (1:1)- Sieg beim Tabellendritten SpVgg Mögeldorf 2000. Vierter ist nun der ASN Pfeil/Phönix, der die 88er-Reserve bezwingen konnte. Die torreichste Partie lieferten sich Laufamholz und Stadeln II (4:6), immerhin ein 0:0 ergatterte sich Altenfurt bei Johannis 83.
Nach dem Verfolgerduell im Nürnberger Osten waren sich die beiden Trainer einig: Ein Unentschieden wäre auch kein ungerechtes Ergebnis gewesen. Da sich die Sportvereinigung aber in der 82. Minute den entscheidenden Fehler erlaubte, konnte Boxdorf den Ansturm des Verfolgers abwehren. „Die Mannschaft ist noch jung, da passieren solche individuellen Fehler“, haderte SpVgg-Trainer Manfred Krimm mit dem Zustandekommen der Niederlage. Bei beiden Gegentoren und in einer weiteren Schlüsselszene der Partie, die sich über weite Strecken zwischen den Strafräumen abspielte, gaben seine Schützlinge kein gutes Bild ab.
Nach zehn Minuten befand sich die gesamte Abwehr der Hausherren offenbar noch in der Kabine, Mike Zitzmann erzielte die Führung für die zunächst tonangebenden Gäste aus dem Nürnberger Norden (10.). Nach 72 Minuten brachte ein eigener Mitspieler Mögeldorfs Schlussmann Sebastian Strauch mit einem katastrophalen Rückpass in die Bredouille, die Rote Karte wegen einer Notbremse an Fabian Schwägerl war die Folge. Und in der 82. Minute bescherte ein vermeidbarer Fehlpass im Aufbauspiel den Boxdorfern einen Konter, den Schwägerl eiskalt abschloss. Völlig machtlos war in dieser Situation übrigens Stefan Neubauer, der sich nach dem Platzverweis für Strauch als Feldspieler ins Tor stellen musste. „Die Erfahrung fehlt, aber die Jungs lernen stetig dazu, und sie sind sehr engagiert bei der Sache“, sagte der frühere Altenberger Krimm, der im Sommer die Nachfolge von Marian Hrasche (zum SV Schwaig II) angetreten hatte und gleich einen personellen Umbruch meistern musste.
Dass seine Mannschaft dennoch lange am Punktgewinn schnupperte, lag nicht nur am Engagement, sondern auch am postwendenden Ausgleich. Kurz nach der Boxdorfer Führung versuchte es Felix Gawlik aus der Distanz, ein Gästeakteur war wohl mit der Hand am Ball, und der ab und an mit gewöhnungsbedürftigen Entscheidungen aufwartende Unparteiische Eugen Birkel zeigte auf den Punkt – Dejan Petrovic verwandelte sicher. Fortan wogte die Partie hin und her, entscheidende Vorteile konnte sich keine Seite verschaffen. „Wer das zweite Tor macht, gewinnt“, diesen Eindruck hatte ASV-Trainer Alexander Eberlein – und er sollte recht behalten. „Es war eigentlich klar, dass es bei dem engen Platz und den windigen Bedingungen eher auf den Kampf ankommt, das Spielerische ist etwas auf der Strecke geblieben“, bilanzierte der zentrale Mittelfeldspieler, der einst bei 1860 München Erfahrungen in der zweiten Liga gesammelt und Wacker Burghausen in der dritten Liga als Kapitän angeführt hatte. In der abgelaufenen Saison spielte der zweikampf- und kopfballstarke sowie ballsichere 27-Jährige noch in der Landesliga für den TSV Buch.
Der ASC Boxdorf ist nach seinem Abstieg aus der Kreisliga die erste Station als (Spieler-)Trainer für Eberlein. „Es macht Spaß, die Jungs nehmen das Training gut an, und die Resultate geben uns bislang recht“, so Eberlein, der die Boxdorfer gerne wieder zurück in die Kreisliga führen würde. „Poppenreuth zieht sein Ding offenbar durch, aber wir wollen schon unter die ersten Drei kommen.“ Mathias Hochreuther
TB Johannis 88 II - ASN Pfeil/Phönix Nürnberg 1:3
In einer Partie, in der beide Mannschaften mit dem starken Wind und den schwierigen Lichtverhältnissen zu kämpfen hatten, waren es die Gäste, die die ersten Torannäherungen hatten. Aber auch die Heimelf versteckte sich nicht und so entwickelte sich in den ersten 45 Minuten eine muntere Partie. In der 18. Minute verschätzte sich Assen-Keeper Lowig, bei einem zwar gut getretenen, aber sicherlich nicht unhaltbaren Freistoß von Funke, so dass der Ball zur Johanniser Führung im Netz landete. Aber nur vier Zeigerumdrehungen später brachte Daniel Frasch einen Eckball scharf nach Innen und Frank musste nur noch den Kopf hinhalten. So stand es 1:1. Auch in der Folge hatten beide Mannschaften Chancen, doch es waren die Assen, die den nächsten Treffer erzielen sollten. Kubecek nutze einen Fehler der Johanniser Defensive und hob den Ball über Keeper Volkert ins Tor. Bis zur Pause sollte in der spannenden Partie nichts mehr passieren.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung hitziger und von beiden Seiten immer härter geführt und so hatte der Schiedsrichter alle Hände voll zu tun. Nach knapp einer Stunde gerieten Loebenberger und Keeper Volkert aneinander und der Johanniser ging theatralisch zu Boden. Ob hier wirklich ein Kontakt vorlag ist sehr fraglich. Spielerisch konnten beide Mannschaften kaum noch Akzente setzen, denn man beschäftigte sich mehr mit dem Schiedsrichter und dem Gegenspieler. In der 70. Minute räumte Felix Ell seinen Gegenspieler hart an der Außenlinie ab und kam mit der gelben Karte davon. Eine harte Aktion, bei der sich TBJ-Spieler Stehle verletzte und ausgewechselt werden musste.
Die große Ausgleichchance für den Turnerbund vergab Loichinger, der einen Schuss an den Pfosten setzte. In der 74. Minute machten die Gäste dann den Deckel auf die Partie. Loebenberger vollendete einen schönen Angriff, nach Zuspiel von Kubecek zum 3:1 für den ASN. Kubecek selbst hatte noch eine weitere Chance, doch sein Volleyschuss ging neben den Kasten. Die Reserve der 88er kam noch zu einigen Standardsituationen und Weitschüssen, doch am Endergebnis sollte sich nichts mehr ändern. Am Ende durften sich die Jungs aus Ziegelstein über weitere drei Punkte freuen, die den Glauben an einen Relegationsplatz weiterhin am Leben erhalten. Alexander Lowig, ASN Pfeil/Phönix Nürnberg
Schiedsrichter: Gerhard Ramsteck - Zuschauer: 70 FC Bayern Kickers Nürnberg II - TV Glaishammer 5:2
Nach hektischem Beginn mit vielen Fehlpässen erarbeiteten sich die Hausherren leichte Vorteile, die zunächst zum Führungstreffer führten. Nach der Halbzeitpause war Bayern Kickers klar überlegen, der zwischenzeitliche Anschlusstreffer konnte sofort gekontert werden.
Schiedsrichter: Heiko Wellhöfer (Flachslanden) - Zuschauer: 30 SV Fürth Poppenreuth - SF Großgründlach 6:1
Per Kopfballtreffer brachte Steuber die Fürther Vorstädter bereits nach sechs Minuten auf Kurs. Poppenreuth gab klar den Ton an und erhöhte schon nach einer Viertelstunde auf 2:0, als Spielführer Mittelstädt das Leder über die Linie ins Tor grätschte. Nur drei Minuten später erhöhte Poppenreuths Goalgetter Klaussner auf 3:0. Während die bemühten Gäste in der Offensive weiter glücklos agierten, erhöhte Torjäger Klausner mit einem Doppelpack nach der Pause rasch auf 5:0 (51., 58.) für Poppenreuth. In der 77. staubte Gäberlein zum Großgründlacher Ehrentreffer ab, ehe Rahner (83.) das halbe Dutzend für den SVP voll machte. Der Ball prallte vom Innenpfosten ins Netz.
Schiedsrichter: Michael Hummel (Merkendorf) - Zuschauer: 106 SV Laufamholz - FSV Stadeln II 4:6
Begünstigt durch zwei mitunter vogelwild agierende Mannschaften sahen die Zuschauer ein unterhaltsames Spektakel mit zehn Treffern. Nach nicht einmal zwei Minuten traf Reischl zur Stadelner Führung. Den 1:1-Ausgleich markierte sieben Minuten später SVL-Spielertrainer Hulm. Stadeln erspielte sich in der Folge ein optisches Übergewicht und zog vorübergehend mit 4:1 auf und davon. Neben Maußner traf auch Reischl vor der Pause doppelt. Mit der deutlichen Führung im Rücken wuchs beim FSV die Fehlerquote aber urplötzlich exorbitant an. Noch vor der Pause verkürzte die Heimelf auf 2:4, unmittelbar nach Wiederbeginn war der Anschlusstreffer fällig. Als Hulm per Foulelfmeter das 4:4 besorgte (69.), drohte die Partie zu kippen. Zwei von Wanja verwandelte Elfmeter (75., 83.) brachten den Gästen aber doch noch die drei Punkte.
Schiedsrichter: Roth Reinhold (ASVW) - Zuschauer: 50 VfL Nürnberg - DJK Falke Nürnberg 0:3
Der VfL muss auf seinen Befreiungsschlag warten. Die Gäste zeigten sich höchst effizient und konnten ihre wenigen Chancen nutzen. In der 48. Minute musste Gästestürmer Kredel, ein gelernter und ehemals höherklassig aktiver Keeper, den verletzten Torhüter Steger ersetzen. Danach dominierten die Gastgeber, vergaben jedoch beste Möglichkeiten.
Schiedsrichter: Leonhard Püntzner - Zuschauer: 60 TSV Johannis 83 - TSV Altenfurt 0:0
Im ersten Spielabschnitt entwickelte sich ein munteres Spiel auf Augenhöhe. Die Gäste kamen mit mehr Schwung aus der Pause, während die Hausherren über Konter gefährlich wurden. Die leistungsgerechte Punkteteilung am Ende hilft jedoch beiden Teams wenig.
Schiedsrichter: Rainer Golombek - Zuschauer: 40