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Ligavorschau

Bei der SSG Ulm 99 geht es stetig nach oben

Wiedersehen mit dem Ex-Trainer - Türkspor Neu-Ulm kommt

von SWP / Detlef Groninger · 14.10.2017, 10:49 Uhr · 0 Leser
Müller freut sich auf seinen Ex-Trainer.  Volkmar Könneke
Müller freut sich auf seinen Ex-Trainer. Volkmar Könneke
Ein Wiedersehen, das Freude macht. Am Sonntag trifft Bezirksligist SSG Ulm 99 auf Türkspor Neu-Ulm. Die Türken werden von Oliver Seitz trainiert, der einst Coach bei der SSG war.

Beim Bezirksligisten SSG Ulm 99 geht es seit fünf Jahren stetig aufwärts. Einer der Architekten des Höhenflugs war Trainer Oliver Seitz. Morgen (15 Uhr) kehrt er mit seiner neuen Mannschaft Türkspor Neu-Ulm an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Man freut sich immer, wenn es gegen den alten Trainer geht“, sagt SSG-Linksaußen Simon Müller, der zu Seitz ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. „Wir sehen uns öfters und hatten in dieser Woche auch per WhatsApp Kontakt. Wir freuen uns auf das Spiel“, sagt der 23-jährige Müller.

Ein erstes Kräftemessen zwischen beiden fand bereits gestern Abend in der Bundesliga statt. Müller sympathisiert mit dem VfB Stuttgart, der gebürtige Kölner Seitz bekennt sich zum Schlusslicht aus der Domstadt.

Der ehemalige Drittligaspieler Seitz hatte seine Trainerlaufbahn 2014 bei der SSG Ulm 99 im Stadtteil Gögglingen, wo auch seine Eltern wohnen, begonnen. Nach Meistertrainer Hans Enderle, der den Klub 2014 in die Bezirksliga geführt hatte, trug Seitz sein Scherflein zur positiven Entwicklung der Mannschaft bei. „Oli hat professionelle Strukturen reingebracht, die wir so nicht gekannt haben. Wobei wir von allen Trainern in unterschiedlicher Weise profitiert haben“, sagt Müller. Unter Enderle gelang der Aufstieg, mit Seitz wurde der Ulmer Stadtpokal geholt. Das gelang auch Martin Blankenhorn, der den Klub auch noch ins Bezirkspokalhalbfinale geführt hatte.

Mittlerweile formt Bernd Pfisterer die Mannschaft zu einem ernsthaften Titelkandidaten. „Er ist besonders darauf eingegangen, dass wir, wenn wir die nötige Einstellung auf den Platz bringen, jeden Gegner schlagen können“, sagt Betriebswirt Müller, der bei einer Unternehmensberatung in Stuttgart tätig ist. Dort sucht er einen Verein, bei dem er mittrainieren darf.

Die SSG-Trainer im Aktivenbereich haben alle von der sehr guten Arbeit in der Juniorenabteilung der SSG profitiert. Nur drei Kicker von den 18 Spielern der ersten Garnitur haben ihre fußballerischen Wurzeln nicht in Gögglingen. So auch Müller, für den ein Vereinswechsel trotz seiner Tätigkeit in der Landeshauptstadt nicht in Frage kommt. „Hier bricht nichts auseinander, selbst wenn wir mal absteigen sollten. Nach unseren Spielen sitzen wir im Vereinsheim zusammen und diskutieren auch mit dem Platzwart und dem Hausmeister. Diese Gemeinschaft zeichnet uns aus.“