
Hettersroth . Mit neuem Trainer Gerd Deckenbach und auf einem starken fünften Tabellenplatz startet die SG Hettersroth/Burgbracht Anfang März in die Restrunde der Fußball-Kreisoberliga Büdingen.
Spielausschusschef Bernd Göth ist trotz der guten ersten Saisonhälfte weit davon entfernt, große Töne zu spucken. „Für uns geht es darum, so schnell wie möglich den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen“, sagt der erfahrene Funktionär. Nach Abzug von zwei Punkten wegen Unterschreitung des Schiedsrichtersolls stehen immer noch 25 Zähler zu Buche, was aktuell auf den möglichen Abstiegsrelegationsrang einen Vorsprung von neun Punkten beschert. Und das Startprogramm für die Spielgemeinschaft hat es in sich, denn die ersten Gegner im März heißen Viktoria Nidda und SV Seemental. Dass es gleich zum Tabellenführer geht, bereitet Bernd Göth allerdings keine Kopfschmerzen. „Wir haben dort nichts zu verlieren und im ersten Spiel ist immer etwas drin.“ Schließlich ist die SG neben Alemannia Gedern das einzige Team, dass der Viktoria in der ersten Saisonhälfte beim Heim-Unentschieden Punkte abgeknöpft hat. „Wir waren mit dem Verlauf der Hinrunde generell sehr zufrieden“, unterstreicht Bernd Göth. Der vor Rundenbeginn als Nachfolger von Markus Sinner verpflichtete Spielertrainer Sascha Finkernagel habe das Team im Defensivverhalten stabilisiert. Als erfahrener Abwehrrecke hat Finkernagel freilich selbst einiges dazu beigetragen, dass sich die Zahl der Gegentore merklich verringert hat. Dass seine Trainer-Ära bei der SG mit einem halben Jahr doch sehr kurz ausfiel, kam zum einen überraschend und hatte ausschließlich berufliche Gründe. Als Spieler bleibt der selbstständige Fliesenleger dem Tabellenfünften erhalten. Zumindest auf dem Papier. Göth äußert sich zurückhaltend. „Wir müssen schauen, wieviel Zeit Sascha noch für uns haben wird. Er war ja selbst Trainer und weiß, dass man als Kreisoberligaspieler auch regelmäßig trainieren muss. Mal schauen, wie er das hinbekommt.“
Mit dem neuen Trainer Gerd Deckenbach wurde zunächst eine Vereinbarung bis zum Rundenende geschlossen. „Wir kennen und schätzen uns schon seit Jahren und im Winter ist es ohnehin schwierig einen passenden Spielertrainer zu finden“, begründet Göth, weshalb die Wahl auf den erfahrenen Übungsleiter fiel. Der Ex-Coach des B-Ligisten SG Hartmannshain/Herchenhain/Burkhards ist aber gewiss nicht nur ein Interimstrainer. „Wenn es gut läuft und beide Seiten wollen, spricht nichts dagegen, auch über das Saisonende hinaus zusammenzuarbeiten“, sieht der SG-Sportchef die wichtige Personalie im Verein recht entspannt.
Beim Spielerkader setzten die beiden kleine Vereine aus dem Raum Birstein auf Kontinuität. Dass der junge Defensivspieler Kevin Herget Richtung Fulda verzogen ist und künftig für den Schlüchterner A-Ligisten SG Rommerz spielen wird, bedauern die sportliche Verantwortlichen zwar, doch auch in der Rückrunde kann der neue Trainer auf einen gut besetzten Kader zurückgreifen. Speziell in der Offensive ist mit den Wismer-Brüdern, Hauke Schneider oder dem intern besten Torschützen Matthias Dankiewitsch sehr gute Kreisoberliga-Qualität vorhanden. Der vom TV Kefenrod gekommene Hauke Schneider hatte aber immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und fiel daher häufig aus. Wegen eines beruflichen Auslandsaufenthalts wird der junge Milan Puric in der Rückrunde zwar fehlen, dafür steht Rene Hauptvogel wieder zur Verfügung. Göth hofft, dass sich seine SG Hettersroth/Burgbracht auch in den kommenden Jahren in der Kreisoberliga Büdingen etablieren kann. „Das ist eine sehr attraktive Liga für uns“, sagt der Macher des Vereins, der seine Wurzeln im Fußballkreis Gelnhausen hat. Derbys gegen Vereine wie SV Seemental, SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen oder Alemannia Gedern haben ihren Reiz, in diesen Partien steigen die ohnehin schon ordentlichen Zuschauerzahlen der Spielgemeinschaft noch ein bisschen mehr.
Zahlen und FaktenVerein: SG Hettersroth/Burgbracht
Ist-Stand: 5. Platz in der Kreisoberliga mit 25 Punkten und 33:30 Toren.
Saisonziel: So früh wie möglich Klassenerhalt sicherstellen.
Bester Torschütze: Matthias Dankiewitsch mit 15 Treffern.
Erstes Spiel: 8. März bei Viktoria Nidda.
Zugänge: keine.
Abgänge: Kevin Herget (SG Rommerz).