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Ligavorschau

Aufstiegsrennen wird immer rasanter

GL FFM WEST: +++ UTSG auf Relegationsplatz und Merzhausen am Scheideweg +++ Leistet Neu-Anspach Schützenhilfe? +++

von Usinger Anzeiger · 16.04.2016, 12:10 Uhr · 0 Leser
Einmal feste drücken: Pascal Bretschneider (hinten, mit Safak Durak) hat am Mittwoch beim 2:1 gegen Sandzak Frankfurt mit seinem Strafstoß-Tor in der Nachspielzeit dafür gesorgt, dass die Usinger TSG den Relegationsplatz erobert hat.
Einmal feste drücken: Pascal Bretschneider (hinten, mit Safak Durak) hat am Mittwoch beim 2:1 gegen Sandzak Frankfurt mit seinem Strafstoß-Tor in der Nachspielzeit dafür gesorgt, dass die Usinger TSG den Relegationsplatz erobert hat.

HOCHTAUNUS (anr/ost). Nach zwei Niederlagen hintereinander muss der TuS Merzhausen (24 Spiele, 45 Punkte) in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West bei der abstiegsgefährdeten TSG Nieder-Erlenbach am Sonntag um 15 Uhr voll punkten, um am Relegationsplatz dranzubleiben.

Den belegt aktuell die Usinger TSG (25 Spiele, 48 Punkte), die sich beim Tabellenvorletzten SV Gronau keinen Ausrutscher leisten darf. Schützenhilfe kann der Rangneunte FC Neu-Anspach (24 Spiele, 38 Punkte) sowohl Usingen als auch Merzhausen leisten, wenn die Mannschaft von Trainer Raffaele Parisi bereits heute Nachmittag um 17 Uhr beim Tabellensechsten Spvgg Griesheim etwas Zählbares mitnimmt.

Spvgg Griesheim - FC Neu-Anspach (Samstag, 17 Uhr): Neu-Anspachs Chefcoach Raffaele Parisi ist froh, dass mit dem 2:0 gegen Gronau ein weiterer Pflichtsieg erfolgreich eingefahren wurde. In Griesheim sieht der Coach seine Elf als absoluten Außenseiter an, weil mit den verletzt ausgeschiedenen Max Lorenz und Egor Gette zwei Schlüsselspieler fehlen werden. Dennoch verspricht der Übungsleiter, dass alles in die Waagschale geworfen wird und der Erfolgsdruck des Gegners ausgenutzt werden soll: ,,Griesheim ist wirklich gut in Schuss, aber wir können befreit aufspielen." Angesichts erst einer Niederlage der Gastgeber im Jahr 2016 gelte es zu reagieren, statt zu agieren. Bei der Offensivstärke der Hausherren sollen entstehende Lücken genutzt und dem Gegner alles abverlangt werden.

TSG Nieder-Erlenbach - TuS Merzhausen (Sonntag, 15 Uhr): TuS-Coach Loutchan nimmt nach den jüngsten beiden Niederlagen eine differenzierte Betrachtungsweise vor. Einerseits könne wie beim 0:4 in Fauerbach mal ,,alles schief laufen" und andererseits habe seine Elf beim 0:2 gegen Türk Gücü Friedberg nach sehr guter Leistung Pech gehabt. Der am Saisonende ausscheidende Trainer richtet aber auch den Blick auf die Trainingsintensität der vergangenen Wochen und mutmaßt, dass es deswegen in entscheidenden Momenten nicht reicht: ,,Wir hatten am Montag nur neun Spieler im Training. Das kann ich mir bei der Konkurrenz nicht vorstellen." Ebenso nüchtern betrachtet der Übungsleiter die kommende Aufgabe in Nieder-Erlenbach. Er bescheinigt bei den Hausherren nicht nur Torjäger Andreas Eifert besondere individuelle Qualität. ,,Die wissen, wie man enge Spiele gewinnt und können an einem guten Tag jede Spitzenmannschaft schlagen", hebt Loutchan mahnend den Zeigefinger. Er warnt vor der dritten Niederlage in Folge, wenn sich die Leistung von Fauerbach wiederholen sollte. Nach den krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen von Torhüter Giuliano La Terra sowie Stefan Hickl, Robin Hartmann und Raffaele Banchetto stelle sich die Startelf zwar von selbst auf, aber man habe immer noch genug Potenzial, um zu gewinnen: ,,Wir müssen die Leistung aus dem Spiel gegen Türk Gücü wiederholen."

SV Gronau - Usinger TSG (Sonntag, 15 Uhr): Ein Hauch von Anfield Road weht im Rückblick auf zwei von drei Spielen der englischen Woche für die Gruppenliga-Fußballer der Usinger TSG um den Sportplatz an den Muckenäckern. Denn Tore in der Nachspielzeit sind in dieser Woche nicht nur bei der UTSG in Mode. ,,Unser Spiel am Mittwoch hatte schon eine besondere Qualität", sagt Caic in der Rückschau auf das 2:1 gegen Sanzdak Frankfurt. Für die Zuschauer am Mittwochabend galt die Erkenntnis: Jede Mannschaft ist immer nur so gut, wie der Gegner es zulässt. Andersrum gesagt, Sandzak Frankfurt verlangte der UTSG eine Menge ab. ,,Das hat mich begeistert, wie Sandzak in der ersten halben Stunde auftrat. Aber mindestens genauso begeistert hat mich, wie sich meine Jungs dann ins Spiel reingewühlt haben. Tempo und Intensität konnten wir jederzeit mitgehen", lässt Caic auch zwei Tage später noch an seiner Zufriedenheit über das Spiel der eigenen Mannschaft teilhaben. Das 2:1 per Foulelfmeter in der Nachspielzeit sieht Caic als Lohn für die fußballerische Leidenschaft. ,,Einer kommt noch durch", hatte er zudem während der 90 Minuten schon prognostiziert. Er sollte recht behalten. Dennoch schaut der UTSG-Coach auch wieder nach vorne. Dass sie den Tabellenvorletzten nicht auf die leichte Schulter nehmen, ist für Caic gesetzt. ,,Die Jungs haben verstanden, worum es geht. Ich bin sicher, dass sie die Aufgabe am Sonntag genauso konzentriert angehen werden", vertraut er seinem Team. Verzichten muss er auf den privat verhinderten Sören Hoffmann. Bei den am Mittwoch verletzt fehlenden Nils-Arne Wielpütz und Nicolai Dörnte gibt sich der Usinger Coach optimistisch. ,,Ich denk und hoffe, dass beide wieder einsatzfähig sind."