
Dieses Ergebnis, das dem Jahn zum Aufstieg gereicht hätte, hatte allerdings nur fünf Minuten Bestand: Nach Lavrics Ausgleich war alles wieder offen. Als nach den Wechsel Charalombous den KSC in Führung brachte (56.), schien der Aufstiegstraum geplatzt. Doch wie immer in dieser Saison kam der SSV zurück: Nach Alibaz-Ecke machte Andre Laurito per Kopf den Ausgleich - damit waren die Regensburger wieder im Vorteil - und dabei blieb es bis zur hochdramtischen Schlussphase, in der Tim Erfen und Jimmy Müller vom Platz flogen und wiederum Müller kurz zuvor die Riesen-Chance aufs erlösende 3:2 vergeben hatte.
Doch das Wichtigste: Der KSC traf nicht mehr ins Tor, und so brach mit dem Abpfiff der grenzenlose Jubel in Rot-Weiß aus. Nach acht Jahren Pause ist der Jahn zurück in Liga zwei. Als die Spieler nach dem ausgiebigen Feiern mit den Fans in die Katakomben kamen, war "unglaublich" das meiststrapazierte Wort. Der Rest war eine Mischung aus Jubelgesängen und Freudentränen.
Trainer Markus Weinzierl lobte den "Riesen-Charakter" seiner Truppe und blockte die Fragen nach seinem möglichen Wechsel nach Augsburg ab: "Es geht jetzt nicht um mich." Der strahlende Sportchef Franz Gerber stellte derweil quietschvergnügt die Frage "Was dann mia eigntlich in da Zwoatn Liha?!" und der euphorische Keeper Michi Hofmann jubelte: "Der Jahn lebt - und wie!"