
Paul Müller kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der Verteidiger verlässt den ESV Penzberg nach fast drei Jahren und schließt sich dem BCF Wolfratshausen an.
Wolfratshausen/Penzberg – Mit dem Testspiel gegen die SpVgg Haidhausen startete der BCF Wolfratshausen in seine zweite Saison in der Bezirksliga Süd. Ein ausgewogener und quantitativ hinreichend besetzter Kader wurde durch zwei Transfers komplettiert. Vor allem über einen Rückkehrer aus Bayernligazeiten freut sich Trainer Mitch Rödl ganz besonders.
In der Saison 2014/15 schaffte der BCF in zwei engen Relegationsspielen gegen den TuS Holzkirchen den Klassenerhalt in der Bayernliga Süd. Bis dahin hatten einige Kicker aber der Kräuterstraße schon Lebewohl gesagt. Ersatz war nicht in Sicht. Dann schloss sich den Farchetern ein Quartett vom TSV Eching an. Bereits zuvor lag die Zusage eines gewissen Paul Müller, eines Talents vom ESV Penzberg, vor. Obgleich er wegen seines Studiums das BCF-Leiberl nur drei Spielzeiten trug, riss der Kontakt zwischen Müller und Rödl nie ab. „Ich verstehe mich total gut mit ihm“, sagt der Coach.
Ab sofort sehen sich die beiden wieder öfter. Müller, mittlerweile 30 Jahre alt, ist bei einem der Sponsoren des BCF tätig. „Es hat sich angeboten, dass er spielt“, sagt Rödl, der seinen Spezl gerne schon in der Saison davor geholt hätte. Dem aber stand Müllers Wort entgegen, die vergangene Spielzeit bei den Penzberger Eisenbahnern in der Kreisklasse zu beenden. Über die Vorzüge des Linksfuß‘ gibt es Rödl zufolge keine zwei Meinungen: „Paul bringt Qualität mit, wir wissen, was wir bekommen.“
Bei seinem ersten Gastspiel in Wolfratshausen von 2014 bis 2017 beackerte Müller zumeist die linke Außenbahn. Der Coach präferiert indes die Anstellung als Innenverteidiger. „Defensiv haben wir mit ihm viele Optionen.“
Die Penzberger indes verlieren mit Müller eine wichtige Stütze in der Abwehr. In der vergangenen Saison, die wegen Corona zunächst unterbrochen und dann acht Spieltage vor dem Ende abgebrochen wurde, hatte der ESV hinter Bad Kohlgrub, Unterammergau und Perchting Platz vier belegt. (Oliver Rabuser)