
Über das Blitztor von Kilian Mbappe, der kürzlich beim 7:1-Sieg von Paris St. Germain in Lille nach acht Sekunden traf, kann Reinhold Armbrust nur lachen. Der Spielertrainer des SV Ehingen/Ortlfingen hat beim 3:2-Heimsieg gegen die SpVgg Altisheim das Leder direkt vom Anspielpunkt aus im gegnerischen Torwinkel versenkt. Wie er das gemacht hat, verrät der 38-Jährige im Interview mit dem Augsburger Landboten.
Hallo Reinhold, Sie haben ja ein unglaubliches „Tor des Jahres“ erzielt. Erzählen Sie doch einmal, wie das vor sich gegangen ist.
Reinhold Armbrust: (lacht) Ich habe Glück gehabt. Normal bin ich gar nicht der Typ, der aus weiter Entfernung schießt. Aber wir hatten einen neuen Ball, der schon beim Aufwärmen gut geflogen ist. Unmittelbar vor dem Anstoß habe ich gesehen, dass der Torwart ziemlich weit vor dem Tor steht. Da habe ich zu meinem Mitspieler gesagt: „Den hau ich jetzt rein.“
Der hat wahrscheinlich gelacht, oder?
Armbrust: Kann schon sein. Nachdem der Schiedsrichter lange gebraucht hat, bis er angepfiffen hat, habe ich ganz unbeteiligt getan und den Ball dann reingenagelt. Damit hat auch der Altisheimer Trainer, der in Illdorf mein Trainer war, nicht gerechnet.
Sie selbst wohl auch nicht?
Armbrust: Als das Ding abgeflogen ist, habe ich schon gedacht, dass der reingehen könnte. Aber ehrlich gesagt, ich würde es wohl nicht mehr probieren.
Nach dem 3:2-Sieg ist der SV Ehingen weiter ungeschlagen, steht auf Platz zwei der Kreisklasse Nord 2. Was geht da noch?
Armbrust: Schwierig zu sagen. Wir hatten das Glück, dass wir am Anfang gegen die Hinteren gespielt haben. Da konnten wir Punkte vorlegen. Aber die Saison ist lang.
Nimmt man beim SVE/O das Wort Aufstieg in den Mund?
Armbrust: Nach außen natürlich nicht. Aber wenn ich zu einem Verein gehe, möchte ich schon den maximalen Erfolg haben. (lacht) So wie es jetzt ist, ist es auf jeden Fall eine schöne Momentaufnahme.
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