2026-02-20T12:29:42.904Z

Der Spieltag

Arbeitssieg für stark dezimierte Neinstedter

3:0-Sieg bei der SG Heimburg/ Hüttenrode/ BFV III

von Germania Neinstedt · 28.02.2015, 20:57 Uhr · 0 Leser
Szene aus dem 6:0 im Hinspiel, auch das Rückspiel in Heimburg gewann Germania Neinstedt.
Szene aus dem 6:0 im Hinspiel, auch das Rückspiel in Heimburg gewann Germania Neinstedt.

Verlinkte Inhalte

Germania Neinstedt konnte seine Siegesserie bei der SG Heimburg/ Hüttenrode/ Blankenburger FV III weiter ausbauen, feierte den fünften Sieg in Folge und bleibt dadurch auf Tuchfühlung zu den Top 5 der Harzliga 2. Erneut konnte die Hintermannschaft dabei die Null halten.

Die Umstände hätten widriger nicht sein können für Mario Rollhaus, standen ihm und Mannschaftsleiter Uwe Fiebig doch nur gerade so 11 fitte Spieler zur Verfügung. Der noch verletzte Markus Möhring saß lediglich für den Notfall auf der Bank. Aus verschiedensten Gründen, meist Krankheit oder Verletzung, reduzierte sich der Kader innerhalb der Trainingswoche bis auf das Minimum. Und dennoch schwor Rollhaus seine Mannen vor der Partie auf einen Sieg ein, auch mit dem klaren 6:0 aus dem Hinspiel im Hinterkopf.


Doch die Germanen fanden nur schwer in die Partie, Abstimmungsprobleme in der Defensive und vor allem der äußerst schwer zu bespielende Platz sorgten dafür, dass es die Gastgeber waren, denen die ersten Gelegenheiten vorbehalten waren. Doch konnten sie die aus Abspielfehlern resultierenden Chancen nicht ummünzen. Für die Zuschauer entwickelte sich ein unansehnliches Spiel, in das die Gäste jedoch durch Kampf immer besser hineinfanden und auch die wenigen spielerischen Elemente auf ihrer Seite hatten. Es waren aber wie in der Vorwoche die Standardsituationen, die die beruhigende 2:0-Pausenführung besorgen sollten. Einen Eckball von Drechsel brachte Benjamin Götz am langen Pfosten erneut vor das Heimburger Gehäuse, wo Gabriel Schwarzloos goldrichtig stand und per Kopf verwandeln konnte (30.). Für den Neinstedter Kapitän war dies bereits der achte Treffer in den letzten fünf Spielen. Der zuletzt etwas glücklose Tobias Fahldieck traf dann zum 2:0, nachdem eine Freistoßkombination über Schwarzloos und Drechsel bei ihm landete und er per Aufsetzer unhaltbar einköpfte (41.).


Die Partie blieb auch im zweiten Durchgang fahrig. Viele Fouls, viele Nickligkeiten und nach wie vor der unebene Platz erstickten den Großteil des Spielflusses. Sinnbildlich dafür war es auch ein Eigentor der Gastgeber, das das Spiel endgültig entschied: Nach Pass von Fahldieck auf den gestarteten Jan Ewald war der Heimburger Verteidiger Lesemann vor diesem am Ball und hob die Kugel unglücklich über seinen Keeper hinweg ins Tor (62.). Die Gastgeber kamen im zweiten Durchgang vereinzelt zu Kopfballchancen nach langen Freistößen, Christian Nagel war jedoch zu jeder Zeit auf der Hut. Die Germanen verpassten es ihrerseits, beste Kontergelegenheiten und Überzahlsituationen zu nutzen und wählten zu oft die schlechtere und kompliziertere Variante. So pfiff Schiedsrichter Hans-Joachim Walter, der die kämpferische Partie zu jeder Zeit im Griff behielt und mit drei gelben Karten souverän steuerte, pünktlich ab.


Mario Rollhaus war hinterher erleichtert und stolz: „Wir wussten vorher, dass es heute angesichts unserer Personalsituation und des Platzes nur über den Kampf gehen kann. Ein Lob an meine Jungs, die diesen alle angenommen haben und heute Fußball gearbeitet haben“, fasste der Coach zusammen und hob gesondert Maik Vorwerk und Jan Ewald hervor, die sich krank und angeschlagen zur Verfügung stellten und beide eine starke Partie ablieferten.

Germania Neinstedt: Nagel - Vorwerk, Götting, Lindau, Wobser - Jan Ewald, Grützemann, Götz, Drechsel - Schwarzloos - Fahldieck