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Allgemeines

Anregungen sammeln, dann entscheiden

Staffeltag des Fußballkreises Berg: Hallenpokal, Norweger-Modell, Schiedsrichter, Timeout und viele Themen mehr

von KSTA-KR/Andrea Knitter · 02.02.2017, 20:30 Uhr · 0 Leser
Am 5. März geht es nicht nur für den SV Frömmerbach  und den SC Vilkerath weiter. Foto: Hoene
Am 5. März geht es nicht nur für den SV Frömmerbach und den SC Vilkerath weiter. Foto: Hoene
Schnellenbach. Von Zeit zu Zeit den Staffeltag des Kreises Berg auf drei Veranstaltungen aufzuteilen, habe sich bewährt, erklärte Gerhard Dittich. Im kleinen Kreis sei die Bereitschaft zur Diskussion viel größer. Der Vorsitzende des Kreisspielausschusses sollte Recht behalten, als jetzt der zweite Teil des Winter-Staffeltags in Schnellenbach stattfand. Den Auftakt machte der Südkreis und der Abschluss findet nächste Woche in Bergisch Gladbach statt. Bergs Fußballchef Rolf Müller versprach, dass alle Anregungen gesammelt werden, um gegebenenfalls im Sommer darüber abzustimmen.

Hallenkreismeisterschaft

Bei den Hallenkreismeisterschaft in Nümbrecht gab es im Januar so viele Zuschauer wie nie, dafür aber mit 25 Teams so wenig Meldungen wie nie zuvor. Vor allem die höherklassig spielenden Mannschaften hätten fast alle gefehlt, so Dittich. Damit stehe erneut die Frage im Raum, ob die Hallenmeisterschaften noch einmal ausgetragen werden. Dazu will der Vorstand des Fußballkreises Kontakt mit den Vereinen aufnehmen. Mögliches Datum für die diesjährigen Hallenkreismeisterschaften ist Samstag, 30. Dezember. Von Seiten der Vereine kam die Aufforderung, das Datum so früh wie möglich festzulegen, damit die eigenen Turniere besser geplant werden könnten. Am Tag der Hallenkreismeisterschaften dürfen im Kreis keine anderen Turnier stattfinden.

Norweger -Modell

Der Kreis Berg ist Pilotprojekt für das Modell, das es in der Kreisliga D ermöglichen soll, dass Teams je nach Wahl mit neun, zehn oder elf Fußballern antreten. Damit sollte der Flut von Abmeldungen aus Spielermangel entgegengewirkt werden. Mangels Interesse der Vereine gibt es in dieser Saison keine Staffel nach dem Norweger-Modell. Jedoch soll für die kommende Saison noch einmal darüber nachgedacht werden. So konnte sich Chris Burger, Geschäftsführer des TSV Ründeroth, das für die dritte Mannschaft vorstellen. Anil Turan, Sportlicher Leiter des BV 09 Drabenderhöhe, nannte die Sache sehr reizvoll für die Alten Herren. Kurioserweise hat sich in der laufenden Saison noch keine Mannschaft aus der Kreisliga D abgemeldet. Waren bisher die Planungen, dass es nur eine Staffel im kompletten Kreis gibt, die das Norweger-Modell einführt, wurde nun angeregt, flexibler zu verfahren, um den Clubs die langen Fahrten zu ersparen.

Der fünftletzte Spieltag

Tief sitzt der Groll bei einigen kleineren Vereinen darüber, dass die großen Clubs insbesondere im Saisonendspurt Spieler aus den höherklassigen Mannschaften in den Kreisligen einsetzen und damit die Meisterschaft nachhaltig beeinflussen würden. Die Diskussion darüber war entbrannt, als Dittich das vorgeschriebene Verfahren am fünftletzten Spieltag der Saison erklärte. Die Regelung, wie an den letzten Spieltagen zu verfahren sei, sei eingeführt worden, um die kleinen Vereine zu schützen. Von denen fühlen sich aber einige benachteiligt und regten an, ganz auf solche Wechsel zu verzichten.

Timeout

Die Möglichkeit, in der Kreisliga D ein Timeout zu nehmen, um die Mannschaft in der Spielunterbrechung neu einzustellen, wurde nach Aussagen der Vereinsvertreter bisher kaum genutzt und wenn, dann fast nur, um bei Hitze eine Trinkpause einlegen zu können. Trotzdem gibt es die Idee, die Pause, die je Mannschaft jeweils einmal pro Halbzeit möglich ist, auch in der Kreisliga C einzuführen.

Wochenspieltag

Lubos Korinek (SSV Süng) regte an, den Wochenspieltag, der in der Kreisliga A traditionell am Dienstagabend stattfindet, auf Mittwoch oder Donnerstag zu verlegen. Für die Fußballer der höchsten Kreisklasse sei die Regenerationsphase zwischen den Meisterschaftsspielen, Sonntag bis Dienstag, zu kurz und damit erhöhe sich das Verletzungsrisiko. Die B-, C- und D-Ligisten könnten dann auf den anderen beiden Tagen, Dienstag und Donnerstag, rotieren.

Zeitverschiebung

Auf große Zustimmung stieß der Vorschlag aus dem Plenum, den Mannschaften am Sonntag mehr Zeit zum warm machen vor dem Anpfiff zu gewähren, da die wenigsten Clubs über Ausweichflächen neben dem Platz verfügten. Die bisherige Sommer- und Winterregelung stamme aus den Zeiten, als noch nicht alle Vereine Flutlicht hatten und sei daher überholt, hieß es. Damit spreche nichts dagegen, auch im Winter um 13 und 15 Uhr anzupfeifen, hieß es aus dem Vorstand.

Schiedsrichter

Um das herrschende Schiedsrichteruntersoll zu verbessern, wollen die Berg-Vereine über neue Wege nachdenken. So schlug Christoph Linhart (SV Frielingsdorf) vor, dass sich Vereine bei der Betreuung der Schiedsrichter zusammenschließen. Damit könne dem Problem entgegengewirkt werden, dass sich Schiedsrichter in Vereinen als fünftes Rad am Wagen fühlten und anders als die Mannschaften wenig gemeinsames Vereinsleben hätten. Das könnte mit größeren Gruppen von Unparteiischen geschafft werden und mache das Schiedsrichterwesen möglicherweise auch für jüngere Fußballer attraktiver. Das Patensystem, das im Moment für drei Spiele gelte, noch weiter auszubauen, sei mit Blick auf die fehlenden Schiedsrichter nicht möglich, sagte Heinz Wendeler, Leiter des Kreis-Schiedsrichterausschusses. Beim Patensystem wird ein Anfänger von einem erfahrenen Schiedsrichter für drei Spiele begleitet. Ein weiterer Vorschlag war, die Betreuer, die in der Kreisliga D, wo es nur bei besonderen Spielen offizielle Schiedsrichter gibt, regelmäßig pfeifen, unter die „Fittiche des Kreises“ zu stellen. Für ein Seufzen aus dem Plenum sorgte der Vorschlag, die Spesen der Schiedsrichter zu erhöhen, um das Amt attraktiver zu machen.

Spruchkammer

In der Hinrunde habe es zwar mehr Verfahren aus dem Spielbetrieb heraus gegeben, erklärte Stefan Flock, Vorsitzender der Kreisspruchkammer, doch Sorgen mache ihm dies nicht. „Es ist ein kleiner Ausreißer nach oben, nachdem wir in den vergangenen Jahren noch deutlich unter dem Durchschnitt im Fußballverband lagen“, so Flock..