
Das gab es noch nie: Der DFB und seine 21 Landesverbände, zu denen auch der Württembergische Fußballverband (WFV) gehört, planen einen gemeinsamen Endspieltag für die Verbandspokal-Finalspiele. Geplant ist, dass die Landespokal-Endspiele am 28. Mai in zwei bis drei zeitlich versetzten Konferenzschaltungen übertragen werden. Als Anstoßzeiten sind 13 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr im Gespräch. Auf diese Weise bestehen drei Zeitfenster mit jeweils bis zu sieben Spielen. „Das wird die größte Amateurfußball-Konferenz aller Zeiten“, sagt Sportchef Steffen Simon vom federführenden WDR.
WFV-Präsident Matthias Schöck frohlockt: „Für unsere Vereine und deren Spieler geht mit der Live-Übertragung ein sportlicher Traum in Erfüllung. Wir wollen diese Chance nutzen und gemeinsam mit allen Landesverbänden in Deutschland ein großes Fußballfest feiern“. Für den kompletten süddeutschen Raum soll das Stuttgarter Gazistadion das so genannte "Ankerstadion" werden. Der SWR wird das Stadion auf der Waldau für die Konferenz-Schaltungen und die Moderation nutzen. Dies gilt gleichzeitig auch als finaler Testlauf für die in diesem Sommer stattfindende U19-Europameisterschaft, bei der ebenfalls einige Spiele auf der Waldau ausgetragen werden.
Für die Stuttgarter Kickers hat die Geschichte einen besonderen Reiz: Die Blauen stehen im WFV-Pokal-Viertelfinale und treffen am 6. April auf den1. FC Heiningen. Gelingt gegen den Verbandsligisten ein Sieg, warten im Halbfinale die Oberligisten FSV Hollenbach oder FSV 08 Bissingen. Das Finale würde dann im eigenen Wohnzimmer Gazistadion stattfinden - bei einem Sieg wären die Kickers automatisch für den DFB-Pokal qualifiziert.