
TuS Lingen - Union Meppen (Samstag, 15 Uhr)
Der TuS Lingen scheint seine Minikrise überwunden zu haben und will mit einem Sieg am Samstagnachmittag um 15 Uhr im Lingener Emslandstadion gegen den SV Union Meppen weiter Kurs auf die Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga nehmen.
Aktuell steht der TuS auf Platz fünf und hat sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter BW Papenburg, allerdings auch noch zwei Nachholspiele mehr. „Die Mannschaft hat nach den beiden Niederlagen gegen ASV Altenlingen und BW Dörpen mit den Siegen gegen Bad Bentheim, TV Dinklage und bei Borussia Neuenhaus die richtige Reaktion gezeigt, hat wieder diesen Biss und ist hungrig nach weiteren Erfolgen auf dem Weg an die Tabellenspitze“, sagte Lingens Sportlicher Leiter Thomas Menken und fordert einen Pflichtsieg gegen Union Meppen. „Die werden gegen uns ganz tief stehen, und uns über Zweikämpfe und Laufbereitschaft das Leben schwer machen. Wir müssen geduldig über die Flügel und mit hohem Tempo agieren, dann werden wir wie zuletzt in Neuenhaus erfolgreich sein“, ergänzt Menken. TuS-Coach Wolfgang Schütte muss auf einen Einsatz von Jens Helming, Karsten Ennen, Nils Moggert, Dirk Hesping und Marcel Fock verletzungsbedingt oder verhindert verzichten. Ein „ähnliches Katastrophenspiel wie das torlose Duell in der letzten Saison“ wolle man in jedem Fall vermeiden, so Menken.
Die Meppener Gäste warten seit vier Spieltagen auf einen Punktgewinn. Trainer Wilfried Köther hat nach wie vor erhebliche Personalnot und konnte sich in den letzten vier Spielen über gerade einmal ein einziges geschossenes Tor freuen.
Im Anschluss an das Duell findet im Klubraum des TuS Lingen ab 18 Uhr ein von der ersten Mannschaft organisiertes Oktoberfest statt. „Der Vorstand und die Mannschaft laden jedermann herzlich ein, für das leibliche Wohl ist gesorgt, und der Eintritt ist frei. Außerdem werden 100 Liter Freibier ausgeschenkt. Gäste in Tracht oder Dirndl werden gerne gesehen“, erklärt Menken.
SV Meppen II - Haselünner SV (Samstag, 16 Uhr)
Der SV Meppen II empfängt als Tabellenelfter am Samstag um 16 Uhr auf dem B-Platz der MEP-Arena den Favoriten Haselünner SV.
SVM-Coach Damir Bujan freute sich zuletzt über sieben Punkte in Folge, dabei schaffte es die Regionalligareserve, jeweils hinten die Null stehen zu lassen. „Der HSV ist natürlich ein schwerer Brocken für uns. Gegen dieses Team müssen wir nichts holen. Aber es liegt an uns selber. Ich erwarte ein gutes Spiel von meiner Mannschaft und möchte ein gutes Ergebnis erzielen. Wer bei uns auflaufen wird, entscheidet sich immer erst am Spieltag. Ob am Ende etwas Zählbares für uns herausspringt, müssen wir abwarten. Der Druck liegt auf jeden Fall bei den Haselünnern“, sagte Bujan.
Beim Haselünner SV hat man die Niederlage gegen die Weiße-Elf Nordhorn noch nicht verdaut. „Die Tabelle lügt nicht. Alle Teams, die vor uns stehen, haben es bisher besser gemacht als wir. Ich sehe den SV Meppen II als gefährlichen Gegner an, bei dem man sich schwertut, sie einzuschätzen. Wir haben allerdings ganz unabhängig davon ein klares Konzept und wollen in jedem Duell gegen jeden Gegner unser Spiel durchbringen“, sagte HSV-Trainer Alo Weusthof. Wer in seinem Team in der Startelf stehen wird, ließ Weusthof offen. „Wir haben einen breiten Kader. Es wird derjenige auf dem Platz stehen, der sich in der Woche im Training behauptet hat“. Der Haselünner SV ist aktuell Siebter in der Tabelle, hat 15 Punkte auf der Habenseite und somit zehn Punkte Rückstand zur Tabellenspitze; allerdings auch noch zwei Nachholspiele mehr als Tabellenführer BW Papenburg.
Altenlingen - Union Lohne (Sonntag, 15 Uhr)
Ein weiterer Höhepunkt in der Hinrunde des Aufsteigers ASV Altenlingen ist das Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den Landesligaabsteiger SV Union Lohne. Beide Teams sind bekannt für ein großes Fanlager. „Vielleicht knacken wir ja den bisherigen Zuschauerrekord vom Spiel gegen den TuS Lingen (800 Zuschauer, Anm. der Red.)“, mutmaßt Altenlingens Trainer Rüdiger Grüner.
Vor der Saison wäre die Frage nach einem Favoriten sicherlich zugunsten von Union Lohne beantwortet worden. Anhand der Tabellensituation sieht die Sache allerdings anders aus. Aufsteiger ASV Altenlingen belegt nach neun Spielen mit 20 Punkten den dritten Rang. Lohne hat fünf Punkte weniger und liegt auf Rang acht. „Wir freuen uns auf das Duell gegen unseren Ortsnachbarn. Besonders Kevin Thomas und Jens Bönisch wären gerne dabei, haben sie doch in Lohne nicht richtig Fuß fassen können. Leider können beide verletzungsbedingt neben Dennis Kalmer und Daniel Heitker nicht mitwirken. Dafür sind Özkan Akgün, Johannes Thien und Artur Ajrich wieder dabei. Artur kommt nach seinem tollen Comeback in der letzten Woche bereits für die Startelf infrage“, so Grüner. „Bezüglich unserer Taktik wird es so sein, dass wir ohne große Zwänge in die Partie gehen. Wir wollen versuchen unseren Beitrag zu bringen, dass die Zuschauer gut unterhalten werden. Unsere Favoritenrolle wird uns zusätzlich beflügeln.“
Respekt zollte Lohnes Trainer Hardy Stricker seinem nächsten Gegner. „Hut ab vor dem ASV. Wie wir nach unserem Aufstieg in die Landesliga vor zwei Jahren, lebt auch Altenlingen noch ein wenig von der Aufstiegseuphorie. Wir freuen uns auf das Derby. Ich habe deren Spielweise beobachtet, wir werden den ASV auf keinen Fall unterschätzen. Ziel ist ein Dreier, egal, mit welchem Aufgebot wir antreten müssen. Unsere Ambition bleibt ein Platz unter den ersten fünf. Dafür müssen wir uns gegenüber der Vergangenheit verbessern“, sagte Stricker.
GW Wielen - BW Papenburg (Sonntag, 15 Uhr)
Tabellenführer SC Blau-Weiß Papenburg fährt am Sonntag um 15 Uhr zum Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten ASC Grün-Weiß Wielen.
„Nach dem hart erkämpften Sieg gegen einen taktisch sehr stark eingestellten FC Schapen heißt unser nächster Gegner Wielen. Jeder, der die Bezirksliga kennt, weiß, dass es dort keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt. Es wird nur darum gehen, den Kampf anzunehmen und auch Gras zu fressen“, weiß Papenburgs Trainer Thomas Priet. Das 2:2-Unentschieden der Wielener am vergangenen Sonntag beim Tabellenzweiten Concordia Emsbüren flößte den Papenburgern genügend Respekt vor dem Gegner ein. „Natürlich ist unser Ziel der siebte Dreier in Folge, aber auf die Jungs wartet ein Haufen Arbeit“, stellt Priet klar und erwartet von seinem Team eine entsprechende Einstellung.