
Gegner auf dem Platz war der FSV Marktoffingen, der „wohl in dieser Saison gegen den Abstieg spielen wird“, wie Schuster vermutet. Schwer getroffen hatte die Rieser den Weggang ihrer beiden Topstürmer Andreas Birkle und Tobias Stelzle – und das nach dem Aufstieg in die Kreisliga. Deshalb sei es für die Mertinger auch nicht ganz einfach, den 6:0-Sieg einzuordnen. Trotzdem sieht Schuster sein ausgegebenes Ziel, sich am Saisonende zwischen dem dritten und sechsten Rang zu platzieren, als realistisch an.
Dabei hofft Schuster aber darauf, dass möglichst nicht mehr Philipp Heckmeier im Tor stehen muss. Der 25-Jährige hatte Torhüter Aivaras Brazinskas vertreten müssen, da dieser im letzten Spiel der vergangenen Saison gegen den TSV Wemding die Rote Karte sah und deshalb für zwei Spiele gesperrt war. „Da gab es etwas Verwirrung. Wir dachten ein Pokalspiel gehört auch zur Sperre. Zehn Minuten vor dem Spiel haben wir mit dem Sportrichter telefoniert, der sagte, dass das nicht zählt“, erklärt Schuster.
Brazinskas musste also ein weiteres Ligaspiel aussetzen. „Glücklicherweise ist unser Kapitän und Abwehrchef Philipp Heckmeier nicht nur ein guter Feldspieler, sondern auch ein guter Torwart“, sagt Schuster. Die Abwehr habe ihm im Mertinger Kasten das Leben zwar leicht gemacht, dennoch schätze Schuster seinen Kapitän als guten „Allrounder“. Zu oft solle dieser aber nicht ins Tor müssen, sondern lieber seine Aufgabe auf dem Platz erfüllen.
Der 29-jährige Spielertrainer ist mit dem Auftakt seines Teams sehr zufrieden. „Unsere ersten fünf, sechs Gegner kann man schlagen. Wertingen und Möttingen sehe ich weiterhin als Favoriten auf den Titel, sie haben ihre ersten Spiele auch gewonnen“, sagt er.