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Alemannia Waldalgesheim knackt spät den starken Abwehrriegel

Oberligist Waldalgesheim müht sich im Verbandspokal in die nächste Runde

von Jochen Werner · 29.09.2023, 06:00 Uhr · 0 Leser
Waldalgesheims Serdal Günes (rechts) – hier im Spiel gegen Auersmacher – traf im Pokal zur Führung.
Waldalgesheims Serdal Günes (rechts) – hier im Spiel gegen Auersmacher – traf im Pokal zur Führung. – Foto: Edgar Daudistel

Waldalgesheim. Das Weiterkommen war Pflicht. Oberligist Alemannia Waldalgesheim hatte mit dem A-Klasse-Verein SV Katzweiler in der Pfalz aber eine harte Nuss zu knacken. Bis der Abwehrriegel der Hausherren die ersten großen Lücken zeigte, dauerte es lange. Erst in der 72. Minute köpfte Serdal Günes einen Eckball zum erlösenden 1:0 ins Netz. Stephane Calange stellte zehn Minuten später den Endstand her. Wichtig war für Trainer Elvir Melunovic, dass sich vor der wegweisenden Ligapartie gegen Arminia Ludwigshafen am Samstag (15.30 Uhr) an der Waldstraße niemand verletzte.

„So etwas habe ich bei einem so kleinen Verein noch nie gesehen“, war Melunovic von der „außergewöhnlichen Atmosphäre“ im 1700 Einwohner-Dorf nördlich von Kaiserslautern begeistert: „Alles war wie bei einem typischen Pokalduell mit großen Mannschaften. Es gab 20 Bengalos in grünen Farben und eine Choreografie.“

Seine gegenüber dem letzten Pflichtspiel auf fünf Positionen geänderten Mannschaft hatte zwar gefühlte 90 Prozent Ballbesitz, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Calange, Fabrizio Haas und Pierre Merkel schafften es vor der Pause genauso wenig, denn Ball im Netz unterzubringen, wie Lewis Long oder Karim Zeghli nach dem Wechsel. Die Begegnung wurde so zum Geduldsspiel, das mit dem ersten Treffer dann entschieden war, weil der Gegner, der von Anpfiff an ans Limit gegangen war, nun mit Krämpfen zu tun hatte.

Neue Variabilität für den Ligaalltag

Melunovics Fazit fiel knapp aus: „Wir haben verdient gewonnen“, so der 52-Jährige. Eine Runde weiter, sowohl in der Aufstellung als auch in der taktischen Ausrichtung, etwa mit einer defensiven Vierer- statt der zuletzt in der Liga üblichen Fünferkette und damit einem zusätzlichen zentralen offensiven Mittelfeldspieler, einiges ausprobiert. Für den Coach war die Pokalpartie vor allem auch ein guter Test, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Ganz wichtig war dabei wieder zu sehen, dass die Einstellung stimmt.

Die wird gegen Ludwigshafen, das nach schwierigem Start zuletzt in die Spur gefunden hat, in der Liga gegen Engers 1:0 gewann und im Pokal gegen den SV Morlautern erfolgreich war, auch gebraucht. „Ich hoffe, dass uns das Weiterkommen im Pokal einen Schub gibt“, sagt der Coach. Ihm und allen Akteuren sei bewusst, „dass wir endlich wieder einen Sieg einfahren müssen, denn wir wollen den Anschluss nicht verlieren.“ Dazu bedarf es dann mehr Präzision in der Offensive. Die wurde zuletzt nicht nur in der Liga vermisst, sondern auch in Katzweiler im Pokal.

SV Alemannia Waldalgesheim: Juric – Ünal (59. Gräff), Haas, Dennis, Zeghli – Günes, Agovic (56. Ludwig) – Karakus (46. Lomg), Yakut, Calange (85. Fosuhene) – Merkel (85. Gürel).

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.